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Abfindung mit einer Stiftung optimieren?

4. Februar 2011 um 23:40

Hi,
nun hat es auch mich erwischt. Ich habe gestern die Mitteilung bekommen, dass mein Arbeitsplatz in Kürze entsorgt wird. OK, ich wußte, dass es früher oder später so weit sein wird und zum Glück arbeite ich bei einem namhaften Konzern. Das heißt, der Betriebsrat hat bereits vor Monaten dafür gesorgt, dass uns der Abschied echt versüßt wird.

Durch einen Kollegen aus einer anderen Abteilung wurde ich auf eine Möglichkeit aufmerksam gemacht, dass man steuerlich Einiges herausholen kann, wenn man einen höheren Betrag stiftet oder eine Stiftung gründet. Er selber hat sich das wohl im alten Jahr von einem Steuerberater kreuz- und quer-rechnen lassen und weil es sich angeblich lohnen würde, eine Stiftung gegründet.

Weil wir aber gerade erst Anfang Februar haben, hat er seine Steuererklärung noch nicht eingereicht und deswegen auch noch keine Steuerrückerstattung.

Frage:
Kennt jemand von Euch diese Steueroptimierung?
Bzw. hat schon jemand damit Erfahrung?


Danke!

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17. Februar 2011 um 21:48

Abfindung Stiftung Steuern
Hallo Franzi,
das ist ja interessant, dass ich dieses Thema hier lese.
Ja, wir haben tatsächlich mal eine eigene Stiftung gegründet und gute Erfahrungen damit gemacht.
Mein Mann ist vor drei Jahren auch mit einer guten Abfindung aus einem großen Elektronik-Konzern entfernt worden. Er ist damals über die Internetseite
http://www.abfindung-steuerfrei.de/
auf die Gestaltungsvarianten mit einer gemeinnützigen Stiftung aufmerksam geworden. Wir haben ein paar Monate später eine Veranstaltung besucht, bei der dieser Fachmann auch referierte und habe ihn dort persönlich angesprochen. Das war sehr aufschlußreich für uns, er hat uns noch ein paar zusätzliche Tipps gegeben, auch wie wir einen dafür versierten Steuerberater finden können.

Weil uns ein hier ansässiger Steuerberater bestätigt hat, dass ein Geldbetrag, der in eine gemeinnützige Stiftung gestiftet wird, vom Finanzamt anerkannt werden muss, haben wir dann noch im Dezember 2008 eine solche Treuhandstiftung in Köln gegründet. Uns wurde gesagt, dass es sich um eine aktuelle Gesetzeslage handelt, die sich jedoch seit über hundert Jahren nicht verändert hat, die aber nach 1945 ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Heraklit hat Recht, man sagte uns damals auch, dass es mindestens 25000 Euro sein müßten, doch unser Stiftungskapital war sowieso deutlich höher.

Weil wir vorher noch nie mit solchen Dingen zu tun hatten, waren wir uns in den Wochen danach nicht immer sicher, ob wir das richtige gemacht haben. Insgesamt haben wir bis Mai 2009 warten müsen, bis unsere Steuererklärung bearbeitet war. Doch dann haben wir den steuerbescheid bekommen, in dem alles anerkannt war und vier Tage später war auch die Steuererstattung auf dem Konto.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein komisches Gefühl war, so viel Geld zu stiften und einer Sache zu vertrauen, die nur wenige Spezialisten kennen. Weil wir aber eine so dicke Steuererstattung bekommen haben (exakt wie uns der Steuerberater berechnet hatte) hat sich das Ganze sehr, sehr für uns gelohnt; wir freuen uns gleichzeitig einen guten, sozialen Zweck unterstützen zu können >> und mein Man hat auch zeitnah eine gute neue Stellung gefunden.
Grüße aus München
Bille

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3. März 2011 um 12:15

Steuerfreie Abfindung?
Hallo zusammen,
mein Mann war auch 2009 in einem Abfindungsprogramm. Er hat sich ebenfalls für das Konzept von Abfindung-steuerfrei.de interessiert. Nur war unser Steuerberater davon völlig überfordert. Deswegen hat er sich das komplett von dieser kölner Kanzlei konzipieren und gründen lassen.
Und wir hatten schon Ende März 2010 unsere Steuerrückzahlung. Mit diesem dicken Gewinn läßt sich nicht nur ruhiger schlafen, sondern eine Traumreise und ein neues Auto waren auch noch drin.

Ein Hoch auf unsere Männer!

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10. März 2011 um 0:09
In Antwort auf billemuc

Abfindung Stiftung Steuern
Hallo Franzi,
das ist ja interessant, dass ich dieses Thema hier lese.
Ja, wir haben tatsächlich mal eine eigene Stiftung gegründet und gute Erfahrungen damit gemacht.
Mein Mann ist vor drei Jahren auch mit einer guten Abfindung aus einem großen Elektronik-Konzern entfernt worden. Er ist damals über die Internetseite
http://www.abfindung-steuerfrei.de/
auf die Gestaltungsvarianten mit einer gemeinnützigen Stiftung aufmerksam geworden. Wir haben ein paar Monate später eine Veranstaltung besucht, bei der dieser Fachmann auch referierte und habe ihn dort persönlich angesprochen. Das war sehr aufschlußreich für uns, er hat uns noch ein paar zusätzliche Tipps gegeben, auch wie wir einen dafür versierten Steuerberater finden können.

Weil uns ein hier ansässiger Steuerberater bestätigt hat, dass ein Geldbetrag, der in eine gemeinnützige Stiftung gestiftet wird, vom Finanzamt anerkannt werden muss, haben wir dann noch im Dezember 2008 eine solche Treuhandstiftung in Köln gegründet. Uns wurde gesagt, dass es sich um eine aktuelle Gesetzeslage handelt, die sich jedoch seit über hundert Jahren nicht verändert hat, die aber nach 1945 ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Heraklit hat Recht, man sagte uns damals auch, dass es mindestens 25000 Euro sein müßten, doch unser Stiftungskapital war sowieso deutlich höher.

Weil wir vorher noch nie mit solchen Dingen zu tun hatten, waren wir uns in den Wochen danach nicht immer sicher, ob wir das richtige gemacht haben. Insgesamt haben wir bis Mai 2009 warten müsen, bis unsere Steuererklärung bearbeitet war. Doch dann haben wir den steuerbescheid bekommen, in dem alles anerkannt war und vier Tage später war auch die Steuererstattung auf dem Konto.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein komisches Gefühl war, so viel Geld zu stiften und einer Sache zu vertrauen, die nur wenige Spezialisten kennen. Weil wir aber eine so dicke Steuererstattung bekommen haben (exakt wie uns der Steuerberater berechnet hatte) hat sich das Ganze sehr, sehr für uns gelohnt; wir freuen uns gleichzeitig einen guten, sozialen Zweck unterstützen zu können >> und mein Man hat auch zeitnah eine gute neue Stellung gefunden.
Grüße aus München
Bille

Danke, danke
Hallo Rosi und Billemuc,
das war schön, von jemand zu lesen, die schon gute Erfahrungen damit gemacht haben. Danke für Eure Antworten! Meinem Kollegen wurden inzwischen auch die Steuern voll erstattet. Er sagte mir, dass es wohl nur eine kleine schriftliche Rückfrage seines Finanzamtes geben hätte, aber danach wäre alles reibungslos über die Bühne gegengen.

Inzwischen habe ich schon die Gründungsunterlagen für meine Stiftung bekommen. Ich denke, ich würde gerne damit kranke Kinder unterstützen.
Bevor ich das nun unterschreibe, habe ich noch eine Bitte. Könnt Ihr mir sagen, wie lange es bei Euch gedauert hat, bis Eure Stiftung vom Finanzamt anerkannt war?

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11. März 2011 um 11:09
In Antwort auf liebefranzi

Danke, danke
Hallo Rosi und Billemuc,
das war schön, von jemand zu lesen, die schon gute Erfahrungen damit gemacht haben. Danke für Eure Antworten! Meinem Kollegen wurden inzwischen auch die Steuern voll erstattet. Er sagte mir, dass es wohl nur eine kleine schriftliche Rückfrage seines Finanzamtes geben hätte, aber danach wäre alles reibungslos über die Bühne gegengen.

Inzwischen habe ich schon die Gründungsunterlagen für meine Stiftung bekommen. Ich denke, ich würde gerne damit kranke Kinder unterstützen.
Bevor ich das nun unterschreibe, habe ich noch eine Bitte. Könnt Ihr mir sagen, wie lange es bei Euch gedauert hat, bis Eure Stiftung vom Finanzamt anerkannt war?

Anerekennung
Hey Franzi,
ich mußte das erstmal nachsehen. Bei uns hat das sehr schnell geklappt in 9 Wochen.

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24. März 2011 um 21:11
In Antwort auf liebefranzi

Danke, danke
Hallo Rosi und Billemuc,
das war schön, von jemand zu lesen, die schon gute Erfahrungen damit gemacht haben. Danke für Eure Antworten! Meinem Kollegen wurden inzwischen auch die Steuern voll erstattet. Er sagte mir, dass es wohl nur eine kleine schriftliche Rückfrage seines Finanzamtes geben hätte, aber danach wäre alles reibungslos über die Bühne gegengen.

Inzwischen habe ich schon die Gründungsunterlagen für meine Stiftung bekommen. Ich denke, ich würde gerne damit kranke Kinder unterstützen.
Bevor ich das nun unterschreibe, habe ich noch eine Bitte. Könnt Ihr mir sagen, wie lange es bei Euch gedauert hat, bis Eure Stiftung vom Finanzamt anerkannt war?

Zeitraum Anerkennung
Hallo Franzi,
bei meinem Mann hat es sogar 4 Monate gedauert, bis die Bescheinigung vom Finanzamt kam. Kein Wunder, dass die hier so einen Ruf als Schnarchverein haben. Der Rest ist sonst alles gut + schnell abgelaufen und auch unsere Stiftung wächst und gedeiht.
Grüße
Bille

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