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AOK verweigert Mutterschaftsgeldzahlung bei ALG I und rückwirkender Beantragung 10 Wochen nach der E

8. September 2009 um 4:39 Letzte Antwort: 21. September 2009 um 17:00

Hi hallo,
ich hab ein gewaltiges Problem:

War bereits beim Feststellen der Schwangerschaft ALG I Empfängerin. Das Geld wurde zum Eintritt der Mutterschafts Schutzfrist mit einem Aufhebungsbescheid des Arbeitsamtes eingestellt - und mein Anspruch ruht vorerst, mit dem Vermerk auf Mutterschaftsgeld welches nun zu beantragen wäre.

Ich lebe mit meinem Partner in einer Bedarfsgemeinschaft (er bekommt ALG II), dementsprechend wurde ihm ab dato auch dieses und ja de facto fehlende Geld trotzdem angerechnet.

Mein Kind ist nun bereits geboren und ab da beginnt der Spass: Wir haben nun also Antrag auf Mutterschaftsgeld bei der Krankenkasse gestellt.

1.)Nun teilte die Krankenkasse zunächst mit, das Arbeitsamt hätte ohne irgendeine Grundlage die Zahlungen eingestellt. Bei Klärung vor Ort kam heraus, NEIN das Arbeitsamt hatte aufgrund des kopierten Mutterpasses und dem dort notierten voraussichtlichen Geburtstermines den Eintritt des Mutterschutzes errechnet und somit zu diesem Zeitpunkt die Leistungen eingestellt.

2.)Aber der Krankenkasse fehle nun noch die gelbe Bescheinigung (eigentlich nur für den Arbeitgeber), und ohne diese ginge nichts, diese müsse doch bei Arbeitsamt auch vorgelegt werden.
Bei Rückfragen bei Arbeitsamt teilte man uns dort belustigt mit, dass so etwas nur bei Beschäftigeten von Nöten sei, dafür hätte ich ja den Aufhebungsbescheid erhalten. Aber man kopiere mir eben diesen gerne noch einmal.

3.)Somit wendete ich mich an den Gynäkologen der mich in der SSW betreut hatte. Und dort bekam ich diese Bescheinigung - obwohl total unnötig, wie man uns auch dort belustigt und offensichtlich irritiert mitteilte.

4.)Nun stellte die Krankenkasse fest dass mein Kind ja einige Tage später geboren wurde, als voraussichtlich berechnet. Somit sei klar dass ich ja gar nicht versichert gewesen sei und ich sowieso keinerlei Anspruch auf Mutterschaftsgeld hätte. Außerdem sei ich ja zum Beginn des Mutterschutzes ALG II Empfängerin gewesen, und die haben eh keinen Anspruch.........

Hat Jemand da vielleicht ähnliche Erfahrungen oder kennt sich etwas besser aus?

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21. September 2009 um 17:00

... MuschG sollte immer VOR der Entbindung beantragt werden...
Also meiner Meinung nach ist bei dir alles gründlich schief gelaufen!

Das MuschG sollte IMMER VOR der Entbindung beantragt werden und nicht danach!

Die "gelbe Bescheinigung" wird NUR für die Krankenkasse ausgestellt und für niemand anderen sonst (ansonsten wäre der Antrag auf das Mutterschaftsgeld auf der Rückseite ja Schwachsinn...)!

Hattest Du die gelbe Bescheinigung denn beim Arbeitsamt abgegeben? Dann könntest Du noch eine Chance haben. Ansonsten muss die KK bei einer fehlenden Mitteilung über den mutmaßlichen ET VOR der Geburt NACH der Geburt alles nach dem tatsächlichen ET berechnen. Daher ist dieses Durcheinander zu Stande gekommen...

Sag doch mal Bescheid wie es nun ausgegangen ist...

VG sunny

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