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Ärger mit den Nachbarn, Vermieter reagiert nicht - Auszug ist schon geplant

29. Juni um 14:47

Hallo alle miteinander!

Ich hoffe das ist hier das richtige Forum. Ich bin noch nicht so lange dabei.

Ich wollte gerne mal nach ein paar Meinungen fragen.
Vor ca. ein Monat bin ich in meine jetzige 3-RaumWohnung gezogen. Da ich in einer Großstadt lebe, sind solche Wohnungen auch eher selten und recht teuer.
Der Plan war eigentlich, dass meine Freundin im August mit einzieht und wir uns dann hier etwas aufbauen (haben dann beide unser Uni-Abschluss etc.).

Leider musste ich direkt am ersten Tag feststellen, dass die Nachbarn unter mir kaum auszuhalten sind. Mir ist ja bewusst, dass in einem Mehrfamilienhaus auch Lärm herrschen kann. Aber hier wird es völlig übertrieben. Mal von den tagsüber gehenden Lärm hinweg geschaut, ist es so, dass sie wirklich JEDEN ABEND von 20 Uhr an bis 1-2 Uhr, oder länger, rauchend auf dem Balkon sitzen. Dabei brüllen sie sich an, oder wenn nur eine Person da ist, telefoniert sie laut und hört Musik.

Natürlich war ich schon einige Male unten. Am Anfang waren sie sogar noch recht freundlich und ich hatte Hoffnung, dass das noch was wird. Aber spätestens seit Christi Himmelfahrt ist es dann eskaliert. Bis 5 Uhr morgens haben die randaliert (sich angebrüllt, Türen geknallt, brüllen vom Balkon etc.) Als ich unten war, wurde einfach die Klingel ausgemacht und ich durch die Haustür hinweg ausgelacht (!). So geht das jetzt seit Wochen.

Wir haben natürlich so schnell wie möglich versucht den Vermieter zu erreichen. Nach zwei Wochen hat dieser sich gemeldet und mir (!) die Schuld gegeben. Von wegen „Warum beschweren Sie sich denn?“. Da ich vorher auch mit anderen Nachbarn gesprochen habe, weiß ich dass es schon dutzende Beschwerden gibt und die Nachbarn erst seit 5 Monaten hier leben. Der Vermieter sagte zu mir aber „Dass es noch nie eine Beschwerde gab und die Familie dort seit Jahren wohnt.“... Dabei habe ich es selbst drei mal miterlebt, wie sich andere Nachbarn bei denen beschwert haben (ob an der Tür oder via Balkon).

Auch wurde mir von einer der "Bewohnerin" gesagt, dass da einfach ein „älteres Ehepaar aus Rumänien wohnt, bei denen die zwei Enkelinnen oft zu Besuch sind.“ Die Realität sieht so aus, dass ich momentan 14 (!) Personen gezählt habe, die dort abwechselnd (mal zu zweit, mal zu fünft) für mehrere Tage gehaust haben. Das habe ich auch den Vermieter gesagt, aber er meinte „Das sei erlaubt“ und "Das hätte man zu aktzeptieren". Zum „Glück“ muss ich viel arbeiten, bzw. bin kaum zu Hause.

Mir kam schon der Gedanke, dass der Vermieter es gar darauf anlegt. Viele der anderen Mieter wohnen schon länger hier, zahlen also deshalb eine geringe Miete. Eine Nachbarin meinte, dass sie seit 16 Jahre hier wohne und nur in Ruhe die letzten Jahre hier verbringen wollte "und nun das!". Ich selbst habe die Wohnung mit einem WBS bekommen, sprich ich zahle weniger Mieter, als es eigentlich nötig wäre.
Aber, dass ist nur Spekulation meinerseits, weil ich mir das Verhalten des Vermieters nicht erklären kann(!).

Ich versuche es nun etwas abzukürzen: Nach ganz langen Gesprächen, Anwalt, Mieterbund, Daumen drücken und dutzenden Terminen, haben wir es nun erwirkt zu Ende Julie aus den Mietvertrag auszusteigen und sogar zeitgleich eine andere Wohnung bei einem anderen Vermieter zu bekommen - was ein unfassbar befreiendes Gefühl ist!

Nun frage ich mich aber dennoch, ob ich aktiv werde und wenn ja wie. Der Vermieter hat ja klar gezeigt, dass er nichts tun will und dass ich den Mietvertrag gekündigt habe, wird nicht groß helfen. Auch bin ich ehrlich, dass ich etwas Angst habe. Ich will keine Klischees heraufbeschwören, aber ich weiß ja nicht was passiert wenn ich mich mit denen anlege, wenn da mittlerweile schon mindestens 14 Menschen hier unter mir gewohnt haben. Sie scheinen ja nicht wirklich Grenzen zu kennen. (Eine der "Bewohnerinnen" sagte mal zu mir "Dann ruf halt die Polizei!")

Andererseits ist es manchmal kaum zu ertragen. Vorgestern wurde ich um 4 Uhr wach, weil jemand so laut Fernsehen geguckt hat, dass mein Gehört schon weh tat. Und gerade eben (Samstag), vor einer Stunde, waren drei Erwachsene in der Wohnung (zwei Männer und eine Frau), die von 11 Uhr bis 13:30 durchgehend so lauten Sex gehabt haben , dass man es im gesamten Haus (übrigens auch mit Familien) gehört haben muss. Gestern Abend das gleiche.

Ich schwanke gerade zwischen aktiv werden, oder aussitzen, da ja längerfristig eine Lösung da ist. Nur muss ich ja dennoch auch mal Schlafen, oder würde gerne um 1 Uhr in meinem Bett liegen nach einer 8 Stunden Schicht, ohne dass sich 3-4 Leute anbrüllen bis in den Morgen hinein. Auch komme ich so gut wie zu nichts, weil hier immer Terror ist.

...was würdet ihr tun?

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29. Juni um 21:53
In Antwort auf gregor258

Hallo alle miteinander!

Ich hoffe das ist hier das richtige Forum. Ich bin noch nicht so lange dabei.

Ich wollte gerne mal nach ein paar Meinungen fragen.
Vor ca. ein Monat bin ich in meine jetzige 3-RaumWohnung gezogen. Da ich in einer Großstadt lebe, sind solche Wohnungen auch eher selten und recht teuer.
Der Plan war eigentlich, dass meine Freundin im August mit einzieht und wir uns dann hier etwas aufbauen (haben dann beide unser Uni-Abschluss etc.).

Leider musste ich direkt am ersten Tag feststellen, dass die Nachbarn unter mir kaum auszuhalten sind. Mir ist ja bewusst, dass in einem Mehrfamilienhaus auch Lärm herrschen kann. Aber hier wird es völlig übertrieben. Mal von den tagsüber gehenden Lärm hinweg geschaut, ist es so, dass sie wirklich JEDEN ABEND von 20 Uhr an bis 1-2 Uhr, oder länger, rauchend auf dem Balkon sitzen. Dabei brüllen sie sich an, oder wenn nur eine Person da ist, telefoniert sie laut und hört Musik.

Natürlich war ich schon einige Male unten. Am Anfang waren sie sogar noch recht freundlich und ich hatte Hoffnung, dass das noch was wird. Aber spätestens seit Christi Himmelfahrt ist es dann eskaliert. Bis 5 Uhr morgens haben die randaliert (sich angebrüllt, Türen geknallt, brüllen vom Balkon etc.) Als ich unten war, wurde einfach die Klingel ausgemacht und ich durch die Haustür hinweg ausgelacht (!). So geht das jetzt seit Wochen.

Wir haben natürlich so schnell wie möglich versucht den Vermieter zu erreichen. Nach zwei Wochen hat dieser sich gemeldet und mir (!) die Schuld gegeben. Von wegen „Warum beschweren Sie sich denn?“. Da ich vorher auch mit anderen Nachbarn gesprochen habe, weiß ich dass es schon dutzende Beschwerden gibt und die Nachbarn erst seit 5 Monaten hier leben. Der Vermieter sagte zu mir aber „Dass es noch nie eine Beschwerde gab und die Familie dort seit Jahren wohnt.“… Dabei habe ich es selbst drei mal miterlebt, wie sich andere Nachbarn bei denen beschwert haben (ob an der Tür oder via Balkon).

Auch wurde mir von einer der "Bewohnerin" gesagt, dass da einfach ein „älteres Ehepaar aus Rumänien wohnt, bei denen die zwei Enkelinnen oft zu Besuch sind.“ Die Realität sieht so aus, dass ich momentan 14 (!) Personen gezählt habe, die dort abwechselnd (mal zu zweit, mal zu fünft) für mehrere Tage gehaust haben. Das habe ich auch den Vermieter gesagt, aber er meinte „Das sei erlaubt“ und "Das hätte man zu aktzeptieren".  Zum „Glück“ muss ich viel arbeiten, bzw. bin kaum zu Hause.

Mir kam schon der Gedanke, dass der Vermieter es gar darauf anlegt. Viele der anderen Mieter wohnen schon länger hier, zahlen also deshalb eine geringe Miete. Eine Nachbarin meinte, dass sie seit 16 Jahre hier wohne und nur in Ruhe die letzten Jahre hier verbringen wollte "und nun das!". Ich selbst habe die Wohnung mit einem WBS bekommen, sprich ich zahle weniger Mieter, als es eigentlich nötig wäre.
Aber, dass ist nur Spekulation meinerseits, weil ich mir das Verhalten des Vermieters nicht erklären kann(!).

Ich versuche es nun etwas abzukürzen: Nach ganz langen Gesprächen, Anwalt, Mieterbund, Daumen drücken und dutzenden Terminen, haben wir es nun erwirkt zu Ende Julie aus den Mietvertrag auszusteigen und sogar zeitgleich eine andere Wohnung bei einem anderen Vermieter zu bekommen – was ein unfassbar befreiendes Gefühl ist!

Nun frage ich mich aber dennoch, ob ich aktiv werde und wenn ja wie. Der Vermieter hat ja klar gezeigt, dass er nichts tun will und dass ich den Mietvertrag gekündigt habe, wird nicht groß helfen.  Auch bin ich ehrlich, dass ich etwas Angst habe. Ich will keine Klischees heraufbeschwören, aber ich weiß ja nicht was passiert wenn ich mich mit denen anlege, wenn da mittlerweile schon mindestens 14 Menschen hier unter mir gewohnt haben. Sie scheinen ja nicht wirklich Grenzen zu kennen. (Eine der "Bewohnerinnen" sagte mal zu mir "Dann ruf halt die Polizei!"

Andererseits ist es manchmal kaum zu ertragen. Vorgestern wurde ich um 4 Uhr wach, weil jemand so laut Fernsehen geguckt hat, dass mein Gehört schon weh tat. Und gerade eben (Samstag), vor einer Stunde, waren drei Erwachsene in der Wohnung (zwei Männer und eine Frau), die von 11 Uhr bis 13:30 durchgehend so lauten Sex gehabt haben , dass man es im gesamten Haus (übrigens auch mit Familien) gehört haben muss. Gestern Abend das gleiche.

Ich schwanke gerade zwischen aktiv werden, oder aussitzen, da ja längerfristig eine Lösung da ist. Nur muss ich ja dennoch auch mal Schlafen, oder würde gerne um 1 Uhr in meinem Bett liegen nach einer 8 Stunden Schicht, ohne dass sich 3-4 Leute anbrüllen bis in den Morgen hinein. Auch komme ich so gut wie zu nichts, weil hier immer Terror ist.

…was würdet ihr tun?
 

Ich muss hier erstmal überlegen, worum es dir geht?

Du hast eine Wohnung angemietet, die Umstände in einem Mehrfamilienhaus entsprechen nciht deinen Vorstellungen.

Du hast also dich ruckzuck auf Neusuche begeben, bist hier auch fündig geworden.

Wie du sagst, ziehst du bereits zum 1.7. wieder aus?

Hast du eine fristgerechte Kündigung eingereicht oder ein sonstiges fristgerechtes Übereinkommen mit deinem jetzigen Vermieter getroffen?

Normalerweise hat jeder ab Vertragsabschluss die 3-monatige Kündigungsfrist.

Die du gar nicht erwähnst.

 

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30. Juni um 0:10
In Antwort auf gregor258

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Vor ca. ein Monat bin ich in meine jetzige 3-RaumWohnung gezogen. Da ich in einer Großstadt lebe, sind solche Wohnungen auch eher selten und recht teuer.
Der Plan war eigentlich, dass meine Freundin im August mit einzieht und wir uns dann hier etwas aufbauen (haben dann beide unser Uni-Abschluss etc.).

Leider musste ich direkt am ersten Tag feststellen, dass die Nachbarn unter mir kaum auszuhalten sind. Mir ist ja bewusst, dass in einem Mehrfamilienhaus auch Lärm herrschen kann. Aber hier wird es völlig übertrieben. Mal von den tagsüber gehenden Lärm hinweg geschaut, ist es so, dass sie wirklich JEDEN ABEND von 20 Uhr an bis 1-2 Uhr, oder länger, rauchend auf dem Balkon sitzen. Dabei brüllen sie sich an, oder wenn nur eine Person da ist, telefoniert sie laut und hört Musik.

Natürlich war ich schon einige Male unten. Am Anfang waren sie sogar noch recht freundlich und ich hatte Hoffnung, dass das noch was wird. Aber spätestens seit Christi Himmelfahrt ist es dann eskaliert. Bis 5 Uhr morgens haben die randaliert (sich angebrüllt, Türen geknallt, brüllen vom Balkon etc.) Als ich unten war, wurde einfach die Klingel ausgemacht und ich durch die Haustür hinweg ausgelacht (!). So geht das jetzt seit Wochen.

Wir haben natürlich so schnell wie möglich versucht den Vermieter zu erreichen. Nach zwei Wochen hat dieser sich gemeldet und mir (!) die Schuld gegeben. Von wegen „Warum beschweren Sie sich denn?“. Da ich vorher auch mit anderen Nachbarn gesprochen habe, weiß ich dass es schon dutzende Beschwerden gibt und die Nachbarn erst seit 5 Monaten hier leben. Der Vermieter sagte zu mir aber „Dass es noch nie eine Beschwerde gab und die Familie dort seit Jahren wohnt.“… Dabei habe ich es selbst drei mal miterlebt, wie sich andere Nachbarn bei denen beschwert haben (ob an der Tür oder via Balkon).

Auch wurde mir von einer der "Bewohnerin" gesagt, dass da einfach ein „älteres Ehepaar aus Rumänien wohnt, bei denen die zwei Enkelinnen oft zu Besuch sind.“ Die Realität sieht so aus, dass ich momentan 14 (!) Personen gezählt habe, die dort abwechselnd (mal zu zweit, mal zu fünft) für mehrere Tage gehaust haben. Das habe ich auch den Vermieter gesagt, aber er meinte „Das sei erlaubt“ und "Das hätte man zu aktzeptieren".  Zum „Glück“ muss ich viel arbeiten, bzw. bin kaum zu Hause.

Mir kam schon der Gedanke, dass der Vermieter es gar darauf anlegt. Viele der anderen Mieter wohnen schon länger hier, zahlen also deshalb eine geringe Miete. Eine Nachbarin meinte, dass sie seit 16 Jahre hier wohne und nur in Ruhe die letzten Jahre hier verbringen wollte "und nun das!". Ich selbst habe die Wohnung mit einem WBS bekommen, sprich ich zahle weniger Mieter, als es eigentlich nötig wäre.
Aber, dass ist nur Spekulation meinerseits, weil ich mir das Verhalten des Vermieters nicht erklären kann(!).

Ich versuche es nun etwas abzukürzen: Nach ganz langen Gesprächen, Anwalt, Mieterbund, Daumen drücken und dutzenden Terminen, haben wir es nun erwirkt zu Ende Julie aus den Mietvertrag auszusteigen und sogar zeitgleich eine andere Wohnung bei einem anderen Vermieter zu bekommen – was ein unfassbar befreiendes Gefühl ist!

Nun frage ich mich aber dennoch, ob ich aktiv werde und wenn ja wie. Der Vermieter hat ja klar gezeigt, dass er nichts tun will und dass ich den Mietvertrag gekündigt habe, wird nicht groß helfen.  Auch bin ich ehrlich, dass ich etwas Angst habe. Ich will keine Klischees heraufbeschwören, aber ich weiß ja nicht was passiert wenn ich mich mit denen anlege, wenn da mittlerweile schon mindestens 14 Menschen hier unter mir gewohnt haben. Sie scheinen ja nicht wirklich Grenzen zu kennen. (Eine der "Bewohnerinnen" sagte mal zu mir "Dann ruf halt die Polizei!"

Andererseits ist es manchmal kaum zu ertragen. Vorgestern wurde ich um 4 Uhr wach, weil jemand so laut Fernsehen geguckt hat, dass mein Gehört schon weh tat. Und gerade eben (Samstag), vor einer Stunde, waren drei Erwachsene in der Wohnung (zwei Männer und eine Frau), die von 11 Uhr bis 13:30 durchgehend so lauten Sex gehabt haben , dass man es im gesamten Haus (übrigens auch mit Familien) gehört haben muss. Gestern Abend das gleiche.

Ich schwanke gerade zwischen aktiv werden, oder aussitzen, da ja längerfristig eine Lösung da ist. Nur muss ich ja dennoch auch mal Schlafen, oder würde gerne um 1 Uhr in meinem Bett liegen nach einer 8 Stunden Schicht, ohne dass sich 3-4 Leute anbrüllen bis in den Morgen hinein. Auch komme ich so gut wie zu nichts, weil hier immer Terror ist.

…was würdet ihr tun?
 

Die Sache ist doch keine einzige Silbe wert. Du machst dir sooooo einen Kopf darum! Ihr zieht aus und aus die Maus. Da gibt es nichts mehr zu tun. Du bist so jung. Geh bisschen leichter durchs Leben.  

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30. Juni um 7:17
In Antwort auf gregor258

Hallo alle miteinander!

Ich hoffe das ist hier das richtige Forum. Ich bin noch nicht so lange dabei.

Ich wollte gerne mal nach ein paar Meinungen fragen.
Vor ca. ein Monat bin ich in meine jetzige 3-RaumWohnung gezogen. Da ich in einer Großstadt lebe, sind solche Wohnungen auch eher selten und recht teuer.
Der Plan war eigentlich, dass meine Freundin im August mit einzieht und wir uns dann hier etwas aufbauen (haben dann beide unser Uni-Abschluss etc.).

Leider musste ich direkt am ersten Tag feststellen, dass die Nachbarn unter mir kaum auszuhalten sind. Mir ist ja bewusst, dass in einem Mehrfamilienhaus auch Lärm herrschen kann. Aber hier wird es völlig übertrieben. Mal von den tagsüber gehenden Lärm hinweg geschaut, ist es so, dass sie wirklich JEDEN ABEND von 20 Uhr an bis 1-2 Uhr, oder länger, rauchend auf dem Balkon sitzen. Dabei brüllen sie sich an, oder wenn nur eine Person da ist, telefoniert sie laut und hört Musik.

Natürlich war ich schon einige Male unten. Am Anfang waren sie sogar noch recht freundlich und ich hatte Hoffnung, dass das noch was wird. Aber spätestens seit Christi Himmelfahrt ist es dann eskaliert. Bis 5 Uhr morgens haben die randaliert (sich angebrüllt, Türen geknallt, brüllen vom Balkon etc.) Als ich unten war, wurde einfach die Klingel ausgemacht und ich durch die Haustür hinweg ausgelacht (!). So geht das jetzt seit Wochen.

Wir haben natürlich so schnell wie möglich versucht den Vermieter zu erreichen. Nach zwei Wochen hat dieser sich gemeldet und mir (!) die Schuld gegeben. Von wegen „Warum beschweren Sie sich denn?“. Da ich vorher auch mit anderen Nachbarn gesprochen habe, weiß ich dass es schon dutzende Beschwerden gibt und die Nachbarn erst seit 5 Monaten hier leben. Der Vermieter sagte zu mir aber „Dass es noch nie eine Beschwerde gab und die Familie dort seit Jahren wohnt.“… Dabei habe ich es selbst drei mal miterlebt, wie sich andere Nachbarn bei denen beschwert haben (ob an der Tür oder via Balkon).

Auch wurde mir von einer der "Bewohnerin" gesagt, dass da einfach ein „älteres Ehepaar aus Rumänien wohnt, bei denen die zwei Enkelinnen oft zu Besuch sind.“ Die Realität sieht so aus, dass ich momentan 14 (!) Personen gezählt habe, die dort abwechselnd (mal zu zweit, mal zu fünft) für mehrere Tage gehaust haben. Das habe ich auch den Vermieter gesagt, aber er meinte „Das sei erlaubt“ und "Das hätte man zu aktzeptieren".  Zum „Glück“ muss ich viel arbeiten, bzw. bin kaum zu Hause.

Mir kam schon der Gedanke, dass der Vermieter es gar darauf anlegt. Viele der anderen Mieter wohnen schon länger hier, zahlen also deshalb eine geringe Miete. Eine Nachbarin meinte, dass sie seit 16 Jahre hier wohne und nur in Ruhe die letzten Jahre hier verbringen wollte "und nun das!". Ich selbst habe die Wohnung mit einem WBS bekommen, sprich ich zahle weniger Mieter, als es eigentlich nötig wäre.
Aber, dass ist nur Spekulation meinerseits, weil ich mir das Verhalten des Vermieters nicht erklären kann(!).

Ich versuche es nun etwas abzukürzen: Nach ganz langen Gesprächen, Anwalt, Mieterbund, Daumen drücken und dutzenden Terminen, haben wir es nun erwirkt zu Ende Julie aus den Mietvertrag auszusteigen und sogar zeitgleich eine andere Wohnung bei einem anderen Vermieter zu bekommen – was ein unfassbar befreiendes Gefühl ist!

Nun frage ich mich aber dennoch, ob ich aktiv werde und wenn ja wie. Der Vermieter hat ja klar gezeigt, dass er nichts tun will und dass ich den Mietvertrag gekündigt habe, wird nicht groß helfen.  Auch bin ich ehrlich, dass ich etwas Angst habe. Ich will keine Klischees heraufbeschwören, aber ich weiß ja nicht was passiert wenn ich mich mit denen anlege, wenn da mittlerweile schon mindestens 14 Menschen hier unter mir gewohnt haben. Sie scheinen ja nicht wirklich Grenzen zu kennen. (Eine der "Bewohnerinnen" sagte mal zu mir "Dann ruf halt die Polizei!"

Andererseits ist es manchmal kaum zu ertragen. Vorgestern wurde ich um 4 Uhr wach, weil jemand so laut Fernsehen geguckt hat, dass mein Gehört schon weh tat. Und gerade eben (Samstag), vor einer Stunde, waren drei Erwachsene in der Wohnung (zwei Männer und eine Frau), die von 11 Uhr bis 13:30 durchgehend so lauten Sex gehabt haben , dass man es im gesamten Haus (übrigens auch mit Familien) gehört haben muss. Gestern Abend das gleiche.

Ich schwanke gerade zwischen aktiv werden, oder aussitzen, da ja längerfristig eine Lösung da ist. Nur muss ich ja dennoch auch mal Schlafen, oder würde gerne um 1 Uhr in meinem Bett liegen nach einer 8 Stunden Schicht, ohne dass sich 3-4 Leute anbrüllen bis in den Morgen hinein. Auch komme ich so gut wie zu nichts, weil hier immer Terror ist.

…was würdet ihr tun?
 

"Nach ganz langen Gesprächen, Anwalt, Mieterbund, Daumen drücken und dutzenden Terminen, haben wir es nun erwirkt zu Ende Julie aus den Mietvertrag auszusteigen und sogar zeitgleich eine andere Wohnung bei einem anderen Vermieter zu bekommen - was ein unfassbar befreiendes Gefühl ist!"

Dann belass es doch einfach bei diesem unfassbar befreiendem Gefühl und schone bis zum Auszug deine Nerven.

Ich hätte an deiner Stelle schon längst mal das Ordnungsamt gerufen. Aber wenn ich wüsste, dass ich eh bald ausziehe, dann hätte sich das Thema für mich erledigt.

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30. Juni um 12:39
In Antwort auf gregor258

Hallo alle miteinander!

Ich hoffe das ist hier das richtige Forum. Ich bin noch nicht so lange dabei.

Ich wollte gerne mal nach ein paar Meinungen fragen.
Vor ca. ein Monat bin ich in meine jetzige 3-RaumWohnung gezogen. Da ich in einer Großstadt lebe, sind solche Wohnungen auch eher selten und recht teuer.
Der Plan war eigentlich, dass meine Freundin im August mit einzieht und wir uns dann hier etwas aufbauen (haben dann beide unser Uni-Abschluss etc.).

Leider musste ich direkt am ersten Tag feststellen, dass die Nachbarn unter mir kaum auszuhalten sind. Mir ist ja bewusst, dass in einem Mehrfamilienhaus auch Lärm herrschen kann. Aber hier wird es völlig übertrieben. Mal von den tagsüber gehenden Lärm hinweg geschaut, ist es so, dass sie wirklich JEDEN ABEND von 20 Uhr an bis 1-2 Uhr, oder länger, rauchend auf dem Balkon sitzen. Dabei brüllen sie sich an, oder wenn nur eine Person da ist, telefoniert sie laut und hört Musik.

Natürlich war ich schon einige Male unten. Am Anfang waren sie sogar noch recht freundlich und ich hatte Hoffnung, dass das noch was wird. Aber spätestens seit Christi Himmelfahrt ist es dann eskaliert. Bis 5 Uhr morgens haben die randaliert (sich angebrüllt, Türen geknallt, brüllen vom Balkon etc.) Als ich unten war, wurde einfach die Klingel ausgemacht und ich durch die Haustür hinweg ausgelacht (!). So geht das jetzt seit Wochen.

Wir haben natürlich so schnell wie möglich versucht den Vermieter zu erreichen. Nach zwei Wochen hat dieser sich gemeldet und mir (!) die Schuld gegeben. Von wegen „Warum beschweren Sie sich denn?“. Da ich vorher auch mit anderen Nachbarn gesprochen habe, weiß ich dass es schon dutzende Beschwerden gibt und die Nachbarn erst seit 5 Monaten hier leben. Der Vermieter sagte zu mir aber „Dass es noch nie eine Beschwerde gab und die Familie dort seit Jahren wohnt.“… Dabei habe ich es selbst drei mal miterlebt, wie sich andere Nachbarn bei denen beschwert haben (ob an der Tür oder via Balkon).

Auch wurde mir von einer der "Bewohnerin" gesagt, dass da einfach ein „älteres Ehepaar aus Rumänien wohnt, bei denen die zwei Enkelinnen oft zu Besuch sind.“ Die Realität sieht so aus, dass ich momentan 14 (!) Personen gezählt habe, die dort abwechselnd (mal zu zweit, mal zu fünft) für mehrere Tage gehaust haben. Das habe ich auch den Vermieter gesagt, aber er meinte „Das sei erlaubt“ und "Das hätte man zu aktzeptieren".  Zum „Glück“ muss ich viel arbeiten, bzw. bin kaum zu Hause.

Mir kam schon der Gedanke, dass der Vermieter es gar darauf anlegt. Viele der anderen Mieter wohnen schon länger hier, zahlen also deshalb eine geringe Miete. Eine Nachbarin meinte, dass sie seit 16 Jahre hier wohne und nur in Ruhe die letzten Jahre hier verbringen wollte "und nun das!". Ich selbst habe die Wohnung mit einem WBS bekommen, sprich ich zahle weniger Mieter, als es eigentlich nötig wäre.
Aber, dass ist nur Spekulation meinerseits, weil ich mir das Verhalten des Vermieters nicht erklären kann(!).

Ich versuche es nun etwas abzukürzen: Nach ganz langen Gesprächen, Anwalt, Mieterbund, Daumen drücken und dutzenden Terminen, haben wir es nun erwirkt zu Ende Julie aus den Mietvertrag auszusteigen und sogar zeitgleich eine andere Wohnung bei einem anderen Vermieter zu bekommen – was ein unfassbar befreiendes Gefühl ist!

Nun frage ich mich aber dennoch, ob ich aktiv werde und wenn ja wie. Der Vermieter hat ja klar gezeigt, dass er nichts tun will und dass ich den Mietvertrag gekündigt habe, wird nicht groß helfen.  Auch bin ich ehrlich, dass ich etwas Angst habe. Ich will keine Klischees heraufbeschwören, aber ich weiß ja nicht was passiert wenn ich mich mit denen anlege, wenn da mittlerweile schon mindestens 14 Menschen hier unter mir gewohnt haben. Sie scheinen ja nicht wirklich Grenzen zu kennen. (Eine der "Bewohnerinnen" sagte mal zu mir "Dann ruf halt die Polizei!"

Andererseits ist es manchmal kaum zu ertragen. Vorgestern wurde ich um 4 Uhr wach, weil jemand so laut Fernsehen geguckt hat, dass mein Gehört schon weh tat. Und gerade eben (Samstag), vor einer Stunde, waren drei Erwachsene in der Wohnung (zwei Männer und eine Frau), die von 11 Uhr bis 13:30 durchgehend so lauten Sex gehabt haben , dass man es im gesamten Haus (übrigens auch mit Familien) gehört haben muss. Gestern Abend das gleiche.

Ich schwanke gerade zwischen aktiv werden, oder aussitzen, da ja längerfristig eine Lösung da ist. Nur muss ich ja dennoch auch mal Schlafen, oder würde gerne um 1 Uhr in meinem Bett liegen nach einer 8 Stunden Schicht, ohne dass sich 3-4 Leute anbrüllen bis in den Morgen hinein. Auch komme ich so gut wie zu nichts, weil hier immer Terror ist.

…was würdet ihr tun?
 

" und sogar zeitgleich eine andere Wohnung bei einem anderen Vermieter zu bekommen - was ein unfassbar befreiendes Gefühl ist! "

"Nun frage ich mich aber dennoch, ob ich aktiv werde und wenn ja wie. "

Stinkbomben, die gibts im inet, falls du zu faul bist, alternativ vor die Tür kacken, fremde Scheisse  mitnehmen, mir eine bessere Lautstärke bestellen, noch ein Sekt trinken,..wenn du schon schwankst .
Es gibt so vieles um Mir das leben schwer zu machen

 

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