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Beschäftigungsverbot aufgrund Physche

6. Februar 2016 um 10:58

Hallo ihr lieben,

Ich bin in der probezeit bei einem Reisebüro tätig und bin jetzt schwanger geworden. Musste es meinem Arbeitgeber sagen, da meine Frauenärztin mir einen Krankenschein aufgrund meiner übelkeit und des Durchfalls ausgestellt hat.
Die Reaktion war natürlich super. sie haben mich mit dem Krankenschein wieder weg geschickt, da ich ihn ja verkürzen lassen solle. Die Frauenärztin wollte dies aber nicht tun. Verständlich. Jetzt hab ich eine Abmahnung im Haus, weil ich den Krankenschein zu spät eingereicht habe und muss mich mit Kommentaren wie: wer in der probezeit schwanger wird hat es nicht anders verdient... abspeisen lassen.
Ich kann nicht mehr schlafeb und muss immer dran denken, der Durchfall ist schlimmer geworden sobald ich dran denke dahin zu müssen. Ich weine und bin ein Wrack. Mein Lebensgefährte ist total sauer und will mit mir zum Rechtsanwalt und die Arztin abklappern damit ich da bloß nicht mehr hin muss.

Ich hätte unter anderen Umständen gekündigt, da diese Leute schrecklich mit dem Mitarbeitern umgehen, sowie die Mitarbeiter untereinander. Naja, jetzt bin ich auf das Geld angewiesen.

Bin in der 8 ssw und kann mich so gar nicht freuen, dank der Arbeit.

LG

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6. Februar 2016 um 12:26

Abmahnung
Wenn man eine neue Arbeit antritt, dann informiert man sich darüber, wie im Krankheitsfall zu verfahren ist. Wenn der AG an einem bestimmten Tag ein Attest verlangt, dann musst du das an dem Tag auch vorlegen. Wenn du es verspätet vorlegst, wirst du abgemahnt. Das ist ein ganz normaler Vorgang, denn schließlich wirst du ja dafür bezahlt, dass du arbeitest. Wenn du nicht arbeiten kannst, musst du das belegen. Die Abmahnung bedeutet, dass du, wenn du das ein paar Mal machst, mit einer Kündigung rechnen musst. Zwar kann man Schwangere im Normalfall nicht kündigen, aber es gibt auch Ausnahmen. Arbeitsverweigerung ist so eine Ausnahme.

Was den Chef jetzt ärgert, ist dass du in der Probezeit bist und schon Krankheitsausfälle hast. Nicht dass du schwanger bist an sich. Er bezahlt dich und erhält leider während der Zeit wo du krank bist, keine Arbeitsleistung.

Überlege dir doch, ob du diese Arbeit überhaupt noch weiter machen möchtest, und such dir evtl eine andere Arbeit. Wenn du auf den Kündigungsschutz und der Zahlung der Löhne bestehst, aber nicht bereit bist, dort weiter deine Arbeitsleistung zu erbringen, wird es für dich schwierig. Der Nervenkrieg wird weitergehen. Vielleicht bis vors Arbeitsgericht. Und nach der Geburt wirst du spätestens wieder kommen müssen.

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7. Februar 2016 um 11:07
In Antwort auf petrabaur

Abmahnung
Wenn man eine neue Arbeit antritt, dann informiert man sich darüber, wie im Krankheitsfall zu verfahren ist. Wenn der AG an einem bestimmten Tag ein Attest verlangt, dann musst du das an dem Tag auch vorlegen. Wenn du es verspätet vorlegst, wirst du abgemahnt. Das ist ein ganz normaler Vorgang, denn schließlich wirst du ja dafür bezahlt, dass du arbeitest. Wenn du nicht arbeiten kannst, musst du das belegen. Die Abmahnung bedeutet, dass du, wenn du das ein paar Mal machst, mit einer Kündigung rechnen musst. Zwar kann man Schwangere im Normalfall nicht kündigen, aber es gibt auch Ausnahmen. Arbeitsverweigerung ist so eine Ausnahme.

Was den Chef jetzt ärgert, ist dass du in der Probezeit bist und schon Krankheitsausfälle hast. Nicht dass du schwanger bist an sich. Er bezahlt dich und erhält leider während der Zeit wo du krank bist, keine Arbeitsleistung.

Überlege dir doch, ob du diese Arbeit überhaupt noch weiter machen möchtest, und such dir evtl eine andere Arbeit. Wenn du auf den Kündigungsschutz und der Zahlung der Löhne bestehst, aber nicht bereit bist, dort weiter deine Arbeitsleistung zu erbringen, wird es für dich schwierig. Der Nervenkrieg wird weitergehen. Vielleicht bis vors Arbeitsgericht. Und nach der Geburt wirst du spätestens wieder kommen müssen.

Gestern Abend
Hatte ich noch ein nettes Telefonat mit meiner Chefin und danach mit meinen Kolleginnen. Es wurde ein teammeeting einberufen in dem von der Chefin in bösester Form mitgeteilt wurde das sie mich rausekeln wird.

Da geht man doch gerne zur arbeit. ich gehe dort in jedem Fall nicht mehr hin. Angeblich hat sie mich auch mit der au in die Falle gelockt.

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7. Februar 2016 um 11:22

Gut
wenn du beschlossen hast, dass dort nicht mehr hingehst, hast du im Prinzip keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung mehr. Weil du dann deinen Teil des Arbeitsvertrags nicht mehr erfüllen wirst.

Vielleicht wäre es das Beste das Arbeitsverhältnis zu beenden und sich eine neue Stelle zu suchen. In der 7. Woche geht das noch.

Wenn du es mit dem Arzt versuchst, viel Glück. Aber dann bist du die Chefin noch lange nicht los.

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