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Beschäftigungsverbot?

26. Januar 2012 um 8:06

Hallo, ich und mein Partner basteln gerade an einem Kind. Uns trennen derzeit 300km, ich möchte wieder zu ihm ziehen. Körperlich arbeite ich schwer, 6 Tag die Woche inkl. WE. In meinem Beruf ist es üblich dass man ein BV bekommt, da es ein Gefahrenberuf ist. Nun stelle ich mir die Frage, wann ich mir das hole und so. Denn ich habe ein schlechtes Gewissen, man kann doch nicht vom einen auf den anderen Tag kommen und sagen ab morgen habe ich BV oder? Das ist ja total unfair, habe auch Angst vor nem schlechten Zeugnis. Ich weiß aber auch, dass hier niemand auf mich Rücksicht nehmen würde und das Mutterschutzgesetz nicht eingehalten werden würde. Darum komm nur BV infrage. War von euch jemand in derselben Situation?

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9. Februar 2012 um 11:10

Ich würde keine minute zögern,es geht um deinem baby
hallo Isabelle,

sobald du weißt, dass du schwanger bist, hole dir deinen BV. Du hast selber gesagt, dass da nmdn auf dich Rücksicht nehmen würde. Ich meine, wenn du wirklich kein Risiko eingehen möchtest dein Kind zu verlieren, würde ich auf den AG keine Rücksicht nehmen. Es gibt nix schlimmeres sich später vorwürfe zu machen, für dinge, die man hätte verhindern können.
Also, denke an dich un an dein Kind. Es gibt viele Berufen, die sofort einen BV aussprechen. Kein schlechtes Gewissen, der AG weiß bescheid und muss damit umgehen.
LG und alles Gute
Leska, die selber einen BV hatte.

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14. Februar 2012 um 22:11


also, ich habe auch ein BV... wenn du weisst das auf dich keine rücksicht genommen wird, dann solltest du das erst recht einreichen dein AG weiss was er für ein "risiko" eingeht wenn er in dem gebiet ne frau einstellt - die nunmal immer schwanger werden kann größere firmen sind versichert gegen sowas, müssen dein gehalt also auch nicht selber zahlen. das BV bekommst du beim frauenarzt, erklär einfach deine situation, dann sollte dir das ausgestellt werden. ist kein großer akt. alles gute

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6. April 2015 um 16:52

Das Beschäftigungsverbot
dient nicht dazu, dass man möglichst bequem zu seinem Partner ziehen kann, der 300 km weg wohnt und dabei das volle Gehalt weiter beziehen kann. Das ist nicht anderes als eiskalt kalkulierter Sozialmißbrauch!!

Mutterschutz dient dazu, die Gesundheit und das Leben von Mutter und Kind zu schützen.

Ein Beschäftigungsverbot kann man sich auch "nicht einfach holen", denn ausstellen kann es nur - bei medizinischen Gründen - der Arzt oder - wegen der Arbeitsbedingungen - der Arbeitgeber, und wer es ausstellt, der muß auch dafür geradestehen. Bei Mißbrauch droht demjenigen, die bezahlten Gelder an die Krankenkasse aus eigener Tasche zurückzuzahlen. Das kann teuer werden.

Arbeitgeber die werdende Mütter mit gefährlichen Tätigkeiten beschäftigen, sind verpflichtet eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und entweder die Arbeitsbedingungen umzugestalten oder eine Ersatztätigkeit anzubieten.

Zum Beispiel kann eine schwangere Flugbegleiterin am Schalter eingesetzt werden. Eine schwangere Zahnarzthelferin kann mit administrativen Aufgaben beschäftigt werden. Eine schwangere Chemielaborantin genauso. Selbst im Krankenhaus gibt es einige Alternativen.


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