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Beschäftigungsverbot (habe immer wieder Schmerzen)

18. Juni 2007 um 10:01

Hallo !

Also ich schildere Euch mal meinen Fall.
Ich bin jetzt in der 22. SSW und arbeite als Verkäuferin (stehend) 20.Std/Woche 4Tage á 5 1/2 Std inkl. 30min. Pause.

In der 15 SSW war ich 3 Wochen krank geschrieben da ich immer wieder ein ganz schlimmes Ziehen im Bauch hatte. Konnte nur liegen sobald ich auf Toilette bin oder irgendwie in die Senkrechte kam gingen die Schmerzen wieder los. Magnesium vom Arzt bekommen und es wurde dann auch besser.

Arzt: Wöchentliche Kontrolle (nur US) ohne CTG wäre noch zu früh gewesen meinte wenn es vorzeitige Wehen wären hätte sich mein Gebärmuttermund verkürzt was aber nicht war.

Dann war ich wieder 2 Wochen arbeiten und nach 1 1/2 Wochen fingen die Schmerzen wieder an mit zusätzlichem unerträglichen Druck auf die Scheide (nach unten) das ich gedacht hätte mir fällt das Baby gleich raus.
Hinlegen half dann aber auch wieder.

Arzt: Wurde wieder 10 Tage krank geschrieben aber CTG hat er immer noch nicht gemacht nur US keine Gebärmuttermundverkürzung oder Muttermund offen alles ok Kind geht es gut.

Habe mit meinem Mann nach einem Beschäftigungsverbot gefragt da es bei uns auf Arbeit auch sehr glatt ist und eine gewisse Ausrutschgefahr besteht.
Er ist sich aber unsicher, hat etwas Angst vor den Kontrollen aber die Glätte ist ja wirklich auch vorhanden. Und die Schmerzen bilde ich mir ja auch nicht ein. Wäre ich mal ins KH gefahren wo es so schlimm war aber naja.

Arbeitgeber wäre auch für ein Beschäftigungsverbot und mit dem Gewerbeaufsichtsamt habe ich auch gerade telefoniert und der nette Mann sagte zu mir das nur allein der Grund des nassen und glatten Fußboden kein Grund wäre es steht aber im Mutterschutzgesetz drin
Ein Grund wären meine Schmerzen die ja irgendwoher kommen müßen sagte er und wenn der Arzt das die Arbeit als Gefahr für das Kind sieht wäre das schon ein Grund.
Aber er schaut ja nur per US nach dem Kind und sagt alles ok.

Wie seht ihr das steht mir ein Beschäftigungsverbot zu?

Entschuldigung für den langen Text.

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19. Juni 2007 um 21:05

Huhu!
Also ich habe auch ein Beschäftigungsverbot ab der 21. SSW bekommen. Bei mir war es ein ähnlicher Grund wie bei Dir! Allerdings hatte ich schon vorher ein Teil-BV. Das hieß, ich war 30 Std. die Woche arbeiten.

Bei den Schmerzen, die Du schilderst, wäre es doch eigentlich kein Problem ein BV auszustellen. Ich weiß nur noch, dass meine Ärztin mir nicht sofort eins ausgestellt hat, mit der Begründung, dass sei zu früh u. sie könne es nicht richtig begründen. Deshalb das Teil-BV! Aber als ich dann wieder Blutungen hatte, die wirklich nicht dramatisch waren, aber eigentlich nicht sein sollten, hat sie mich dann komplett rausgenommen u. da war ich 21. SSW.

Ich weiß jetzt auch nicht, was ich Dir raten kann, aber ich hatte nicht so eine anstrengende u. teilweise gefährliche Arbeitsstelle wie Du (Bürojob).

Viel Glück!

LG Maddy

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20. Juni 2007 um 8:58
In Antwort auf eowyn_12489905

Huhu!
Also ich habe auch ein Beschäftigungsverbot ab der 21. SSW bekommen. Bei mir war es ein ähnlicher Grund wie bei Dir! Allerdings hatte ich schon vorher ein Teil-BV. Das hieß, ich war 30 Std. die Woche arbeiten.

Bei den Schmerzen, die Du schilderst, wäre es doch eigentlich kein Problem ein BV auszustellen. Ich weiß nur noch, dass meine Ärztin mir nicht sofort eins ausgestellt hat, mit der Begründung, dass sei zu früh u. sie könne es nicht richtig begründen. Deshalb das Teil-BV! Aber als ich dann wieder Blutungen hatte, die wirklich nicht dramatisch waren, aber eigentlich nicht sein sollten, hat sie mich dann komplett rausgenommen u. da war ich 21. SSW.

Ich weiß jetzt auch nicht, was ich Dir raten kann, aber ich hatte nicht so eine anstrengende u. teilweise gefährliche Arbeitsstelle wie Du (Bürojob).

Viel Glück!

LG Maddy

Danke
Habe es gestern von meinem Arzt bekommen allerdings merkt man das er nicht viel damit zu tun hat, da er überhaupt keinen genauen Grund reingeschrieben hat nur die Paragraphen 3 u. 4.
Ich habe dann auch nochmal nachgefragt aber die sagten nein die Gründe gehen den Arbeitgeber nichts an.

Er hat nur gesagt das wenn die KK das kontrollieren kommt ruft er mich an, für mich ist das klar das die wissen wollen warum wenn er nichts rein schreibt.

Danke für Deine Antwort!

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9. April 2015 um 18:48

Und wieder Beschäftigungsverbot
Als Schwangere hat man kein automatisches Anrecht auf ein Beschäftigungsverbot, sondern nur auf mutterschutzgerechte Arbeitbedingungen.

Ausrutschgefahr: Das ist eine Unfallgefahr, der man eine Schwangere nicht aussetzen darf. Der Arbeitgeber muss Abhilfe schaffen. Evt. helfen rutschfeste Arbeitsschuhe oder andere Maßnahmen. Wenn alles nicht geht, kann man evt. die Schwangere umsetzen an einen ungefährlichen Arbeitsplatz.

Schmerzen und Beschwerden sind Sache des behandelnden Arztes. Wenn dieser trotz wiederholter Klagen nicht reagiert, dann kann man einen anderen Arzt befragen. Es muss nicht immer gleich ein vollständiges Beschäftigungsverbot sein, es reicht manchmal ein anteiliges (z.B. 50%) oder ein befristetes für eine bestimmte Zeit.

5 1/2 Stunden täglich im Stehen und Gehen zu arbeiten ist für eine durchschnittliche Schwangere nicht schädlich. Wer das nicth schafft, sollte mit seinem Arzt sprechen.

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