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Bitte helft mir! Alte Bank zockt mich ab!

27. August 2017 um 8:07

Kann mir keinen Anwalt leisten und diese Anträge auf Beratungshilfe , da hab ich keine Zeit zu bei zwei Kindern und nem Job. Es ist aber mal wieder so ärgerlich:

Also ich war mal vor vier Jahren kurz bei der Postbank. Damals hatte ich mich gerade von meinem Mann getrennt und wurde von so nem Neuen (kurzzeitige Übergangsbeziehung, die aus einer dummen Laune entstand) dazu überredet, mir dort mein eigenes Konto anzulegen.

Damals noch keine Ausbildung und nix - nur ein Ausfahrdienst bei "AWO" - wurde dieses Konto natürlich schnell überzogen. Nur Wochen später zog ich ans andere Ende Deutschlands wieder in die Nähe meiner Eltern. Die Postbank - bei der ich mittlerweile ca. 200 Euro Schulden hatte - meldete sich erstaunlicher Weise gar nicht mehr. Ich meine, bin mir aber nicht ganz sicher, dass ich das Konto noch korrekt gekündigt hatte. Die haben sich jedenfalls bei mir vier Jahre überhaupt nicht mehr gemeldet, was mich selbst verwundert hat.

Erst neulich schmiss ich dann alle alten Unterlagen von denen weg. Doch letztes Wochenende kam auf einmal ein Schreiben von einer Anwaltsfirma, die für die besagte Postbank 78 Euro von mir fordert. Wieso 78 Euro? Fragte ich mich auch. Da stand was nicht wirklich nachvollziehbares von Kontoführungsgebühren über die letzten Jahre, Ermittlungsgebühren (um meine neue Adresse rauszufinden schätze ich) und irgendwelche Kündigungsgebühren und Mahngebühren und sonstiges.

Ich rief dann dort an und sagte, dass das Schreiben nicht wirklich nachvollziehbar ist und warum sie sich jetzt eigentlich plötzlich melden. Dass ich dort angeblich die ganze Zeit über das Konto weiter laufen hatte wäre mir sehr neu. Hätte ich doch die Papiere nicht kurz zuvor weggeschmissen, da wäre die Kündigunsbestätigung sicher als Beweis mit dabei. Aber wahrscheinlich war genau das ihre Taktik, so lange zu warten, bis ich die Beweise weggeschmissen habe.

Nun schickten sie mir gleich zwei Zahlungserinnerungen hinterher, bei denen Mahngebühren dazukamen.

Meine Frage an Euch ist jetzt: Ist das ganze nicht schon verjährt? Eine konkret nachvollziehbare Kostenaufstellung liegt nicht vor und der Azubi am Telefon konnte mir auch keine weiteren Fragen beantworten. Hätten die sich nicht wenigstens zwischenzeitlich melden sollen? Sonst kann ja jeder die Hand aufhalten.

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27. August 2017 um 10:38
In Antwort auf flippie5

Kann mir keinen Anwalt leisten und diese Anträge auf Beratungshilfe , da hab ich keine Zeit zu bei zwei Kindern und nem Job. Es ist aber mal wieder so ärgerlich:

Also ich war mal vor vier Jahren kurz bei der Postbank. Damals hatte ich mich gerade von meinem Mann getrennt und wurde von so nem Neuen (kurzzeitige Übergangsbeziehung, die aus einer dummen Laune entstand) dazu überredet, mir dort mein eigenes Konto anzulegen.

Damals noch keine Ausbildung und nix - nur ein Ausfahrdienst bei "AWO" - wurde dieses Konto natürlich schnell überzogen. Nur Wochen später zog ich ans andere Ende Deutschlands wieder in die Nähe meiner Eltern. Die Postbank - bei der ich mittlerweile ca. 200 Euro Schulden hatte - meldete sich erstaunlicher Weise gar nicht mehr. Ich meine, bin mir aber nicht ganz sicher, dass ich das Konto noch korrekt gekündigt hatte. Die haben sich jedenfalls bei mir vier Jahre überhaupt nicht mehr gemeldet, was mich selbst verwundert hat.

Erst neulich schmiss ich dann alle alten Unterlagen von denen weg. Doch letztes Wochenende kam auf einmal ein Schreiben von einer Anwaltsfirma, die für die besagte Postbank 78 Euro von mir fordert. Wieso 78 Euro? Fragte ich mich auch. Da stand was nicht wirklich nachvollziehbares von Kontoführungsgebühren über die letzten Jahre, Ermittlungsgebühren (um meine neue Adresse rauszufinden schätze ich) und irgendwelche Kündigungsgebühren und Mahngebühren und sonstiges.

Ich rief dann dort an und sagte, dass das Schreiben nicht wirklich nachvollziehbar ist und warum sie sich jetzt eigentlich plötzlich melden. Dass ich dort angeblich die ganze Zeit über das Konto weiter laufen hatte wäre mir sehr neu. Hätte ich doch die Papiere nicht kurz zuvor weggeschmissen, da wäre die Kündigunsbestätigung sicher als Beweis mit dabei. Aber wahrscheinlich war genau das ihre Taktik, so lange zu warten, bis ich die Beweise weggeschmissen habe.

Nun schickten sie mir gleich zwei Zahlungserinnerungen hinterher, bei denen Mahngebühren dazukamen.

Meine Frage an Euch ist jetzt: Ist das ganze nicht schon verjährt? Eine konkret nachvollziehbare Kostenaufstellung liegt nicht vor und der Azubi am Telefon konnte mir auch keine weiteren Fragen beantworten. Hätten die sich nicht wenigstens zwischenzeitlich melden sollen? Sonst kann ja jeder die Hand aufhalten.

Hast du nie die Person gesehen die neben der Mülltone ausschau gehalten hat wann du die Unterlagen wegwirfst? Mal im Ernst... das ist bi denen keine Taktik, für so etwas haben Banken für gewöhnlich keine Zeit.
Du hast ja selber gesagt das die sich nicht gemeldet haben wegen den Überzogenen Konto, alleine das hätte dich stutzig machen sollen. Ein in der Minus stehendes Konto muss nämlich von der Bank aus nicht gekündigt werden. Sprich das läuft so lange weiter bis die Schuld beglichen ist und kann erst dann aufgelöst werden. (macht aber jede Bank anders... ) Aber keine wird auf ihr Geld verzichten. Ich gehe also eher davon aus das deine Erinnerungen oder Unterlagen unvollständig waren. Ob das ganze verjährt ist kommt natürlich auch darauf an wie lange das schon her ist.
Solltest vielleicht einfach noch mal anrufen und es nicht bei dem halben Gespräch mit dem Azubi belassen... ansonsten hilft ein Anwald bei der Klärung oder schlucken und bezahlen. Ein Forum jedoch kann nur bedingt helfen... 

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27. August 2017 um 10:50

So einen Beratungsschein für den Anwalt zu beantragen kostet einen halben Tag Zeit, das sind die 78 Euro kaum noch wert. Der Azubi sagte mir am Telefon so, er die Bank könne mir grundsätzlich nicht sagen, ob und wann jetzt genau gekündigt wurde von denen (Kündigungsgebühren waren ja, aber kein Kündigungsbescheid und nix). Sie wirken also selber ziemlich unsicher. Und wenn sie dann in zwei Jahren wieder ankommen, dass das Konto immer noch nicht gekündigt war?... Aber jetzt die Zeit für zu investieren ist mir auch ziemlich schade...

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27. August 2017 um 10:53
In Antwort auf flippie5

So einen Beratungsschein für den Anwalt zu beantragen kostet einen halben Tag Zeit, das sind die 78 Euro kaum noch wert. Der Azubi sagte mir am Telefon so, er die Bank könne mir grundsätzlich nicht sagen, ob und wann jetzt genau gekündigt wurde von denen (Kündigungsgebühren waren ja, aber kein Kündigungsbescheid und nix). Sie wirken also selber ziemlich unsicher. Und wenn sie dann in zwei Jahren wieder ankommen, dass das Konto immer noch nicht gekündigt war?... Aber jetzt die Zeit für zu investieren ist mir auch ziemlich schade...

Dachte ich mir schon das es zu aufwendig ist für die Summe, dann begleiche die Rechnung, setze das Konto auf null und lass dir die Kündigung ectr. noch einmal schriftlich bestätigen. Das ist der schnellste Weg.

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27. August 2017 um 12:33

Danke für den Rat. Und wenn die dann das mit den 200 Euro noch ausgraben? Aber hast Recht, fürs nächste Mal schon mal alles bestätigen lassen und dann bloß aufbewahren! Ein Leben lang im Tresor!

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27. August 2017 um 16:08
In Antwort auf flippie5

Danke für den Rat. Und wenn die dann das mit den 200 Euro noch ausgraben? Aber hast Recht, fürs nächste Mal schon mal alles bestätigen lassen und dann bloß aufbewahren! Ein Leben lang im Tresor!

Das meinte ich mit das Konto auf Null setzen... wäre ja auch nur ihr gutes Recht diese Summe einzufordern.  

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27. August 2017 um 18:26

verjährt, die hätten sich vorher vier Jahre drum kümmern können

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27. August 2017 um 18:34

ich weiss es nicht mehr, kann gut sein, dass ich die Schulden damals auch noch beglichen hatte. wenn halt nichts konkretes vorliegt an Papieren, und sie mir auch keine geben wollen, da kann ja jeder die Pfote aufhalten!

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