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Chef hält Mutterschutzgesetz nicht ein

24. Januar 2013 um 11:59

Hallo.
Also es wäre schön wenn mich hier jemand mal aufklären könnte ob ich mich vielleicht falsch informiert habe.
Also erstmal zu meiner Person:
Ich bin mittlerweile in der 7. SSW und habe meine Chefin vor 2 Wochen mit einem Attest vom Arzt bescheinigt, dass ich schwanger bin.
Ich bin Studentin und arbeite nebenbei an der Kasse.
Da wir aber fast 24h jeden Tag offen haben, hab ich mir das Mutterschutzgesetz durchgelesen.
Also so wie ich es verstanden habe, darf ich nur noch von 6-20 Uhr arbeiten von Mo-Sa. Sonntag und Feiertag ist es verboten.
Zusätzlich hab ich es so verstanden, da wir nur stehen bei der Arbeit das ich ab dem 4. Monat nur noch höchstens 4 h am Stück arbeiten darf.
Und dann steht da auch das es für jeden gilt, egal ob Voll-Teil oder geringfügig beschäftigt.

Hab ich das alles so richtig verstanden?
Da ich jetzt meinen neuen Plan bekommen habe und da nur Wochenende eingeteilt bin und dann halt so Schichten die um 4 Uhr beginnen.
Früher hab ich das alles gemacht. Aber ich möchte auch auf gar keinen Fall meinem Baby schaden oder sonstiges.
Also meine Fragen:
Hab ich das alles so richtig verstanden?
Und wie sagt man das der Chefin, dass es auch nicht überheblich rüber kommt ?

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24. Januar 2013 um 14:35

Hallo!
Du hast Dich schon ganz richtig informiert, stimmt alles!

Nach 4 Stunden steht Dir eine Pause zu, egal ob Du stehend arbeitest oder nicht.
Dass Du nur von 6-20 Uhr arbeiten darfst, ist auch korrekt. Allerdings steht im Gesetz, dass der Arbeitgeber Dir zwar Ersatzzeiten anbieten muß, Du aber daraufhin selbst entscheiden darfst, ob Du die Ersatzzeiten annimmst oder weiterhin arbeitest wie bisher.

Heißt quasi, es liegt an Dir, ob Du auf diese Zeiten bestehst oder nicht.
Ich meine dem Baby ist es völlig egal ob nun Samstag ist oder Sonntag, 4.00 oder 6.00 Uhr, also eine Gefährdung sehe ich da überhaupt nicht.
Es geht bei diesem Gesetz einfach darum, dass Du die Möglichkeit hast, Dich gegen solche Zeiten zu wehren falls Du Dich damit nicht wohl fühlst.
Hier geht es in erster Linie darum, Nachtschichten zu verhindern, denn da kommt der Rhythmus durcheinander und das wäre dann tatsächlich belastend. Da hat man dann eben irgendwelche Zeiten festgelegt.
Mit dem Sonntagsverbot soll einfach gewährleistet sein, dass Du sicher einen freien Tag in der Woche hast, denn wie gesagt, es ist ja wirklich egal, ob Du nun Sonntag oder z.B. Montag frei hast!

Also rein rechtlich ist das alles Dein gutes Recht!
Ich würde dann allerdings dennoch erklären, dass Du diese Pausen nach 4 Stunden einfach brauchst, weil es für Dich anstrengend ist (wobei man in der 7.SSW ja eigentlich noch nicht von Schwierigkeiten bei langem Stehen sprechen kann ).
Da ist es schon eher glaubwürdig zu sagen, dass es Dir sehr schwer fällt mitten in der Nacht aufzustehen etc...

Also wenn ich ehrlich bin, ich würde in der 7. Woche noch nicht auf die ganze Palette bestehen. Zumindest dann nicht wenn mir an der Stelle was liegt und ich dort auch nach der Elternzeit wieder arbeiten möchte...

Ich hoffe ich konnte Dir helfen!
Schöne Schwangerschaft noch!

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24. Januar 2013 um 17:48
In Antwort auf florina911

Hallo!
Du hast Dich schon ganz richtig informiert, stimmt alles!

Nach 4 Stunden steht Dir eine Pause zu, egal ob Du stehend arbeitest oder nicht.
Dass Du nur von 6-20 Uhr arbeiten darfst, ist auch korrekt. Allerdings steht im Gesetz, dass der Arbeitgeber Dir zwar Ersatzzeiten anbieten muß, Du aber daraufhin selbst entscheiden darfst, ob Du die Ersatzzeiten annimmst oder weiterhin arbeitest wie bisher.

Heißt quasi, es liegt an Dir, ob Du auf diese Zeiten bestehst oder nicht.
Ich meine dem Baby ist es völlig egal ob nun Samstag ist oder Sonntag, 4.00 oder 6.00 Uhr, also eine Gefährdung sehe ich da überhaupt nicht.
Es geht bei diesem Gesetz einfach darum, dass Du die Möglichkeit hast, Dich gegen solche Zeiten zu wehren falls Du Dich damit nicht wohl fühlst.
Hier geht es in erster Linie darum, Nachtschichten zu verhindern, denn da kommt der Rhythmus durcheinander und das wäre dann tatsächlich belastend. Da hat man dann eben irgendwelche Zeiten festgelegt.
Mit dem Sonntagsverbot soll einfach gewährleistet sein, dass Du sicher einen freien Tag in der Woche hast, denn wie gesagt, es ist ja wirklich egal, ob Du nun Sonntag oder z.B. Montag frei hast!

Also rein rechtlich ist das alles Dein gutes Recht!
Ich würde dann allerdings dennoch erklären, dass Du diese Pausen nach 4 Stunden einfach brauchst, weil es für Dich anstrengend ist (wobei man in der 7.SSW ja eigentlich noch nicht von Schwierigkeiten bei langem Stehen sprechen kann ).
Da ist es schon eher glaubwürdig zu sagen, dass es Dir sehr schwer fällt mitten in der Nacht aufzustehen etc...

Also wenn ich ehrlich bin, ich würde in der 7. Woche noch nicht auf die ganze Palette bestehen. Zumindest dann nicht wenn mir an der Stelle was liegt und ich dort auch nach der Elternzeit wieder arbeiten möchte...

Ich hoffe ich konnte Dir helfen!
Schöne Schwangerschaft noch!

Danke erstmal
Also nach dem 4. Monat steht mir nur nach 4 Stunden eine Pause zu? Ich dachte ab da ab darf ich höchstens nur noch 4 Stunden arbeiten.
Nee. Mir liegt nicht so viel am Job. Bin wie gesagt Studentin und arbeite dort nur nebenbei. Ich möchte nur mehr Elterngeld bekommen und deswegen auf 400 Euro im Monat noch kommen bis zum Mutterschutz. Danach gehe ich 2 Jahre in Elternzeit. Und danach ist mein Studium vorbei und ich arbeite natürlich voll in meinem Job den ich dann bekomme
Und sollte ich einen Master dran hängen, finde ich die Arbeit nicht mehr passend für ein Kind. Dann bin ich in der Woche in der Uni und am Wochenende arbeiten. Wann hab ich dann etwas von meinem Baby?
Ich finde es ist einfach nicht richtig. Ich hab sie sofort von meiner ss informiert und die trägt mir nur Frühdienste ein. Hätte sie mich nicht vorher wenigstens mal fragen müssen?
Und nachdem ich das jetzt gelesen hab, dass ich den nachtrhythmus meines Kindes störe möchte ich das erst recht nicht mehr

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23. Februar 2013 um 1:59

Elterngeld
Also wenn du das nur für das Elterngeld machst, dann vergiss es.
Du bekommst nur 67% bzw. 65% des Verdienstes der letzten 12 Monate.
Auch wenn du die 400 jeden Monat voll hast,bekommst du nicht wirklich viel mehr als den Sockelbetrag von 300.
Meinst du der Kampf lohnt sich?

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23. Februar 2013 um 21:30

Doch
Hab im Internet geguckt. Bekomme dann 388 Euro wenn ich immer 400 Euro hatte. Ich finde das macht was aus

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24. Februar 2013 um 12:57

...
Wenn ich 400 67% nehme, dann kommt vei mir 268 raus.
Bist du dir sicher das es 388 sind?
Nach meiner Einschätzung bekommst du deb Sockelbetrag von 300.

Wie kommt der Betrag von 388 her?

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24. Februar 2013 um 15:12
In Antwort auf sadlfee

...
Wenn ich 400 67% nehme, dann kommt vei mir 268 raus.
Bist du dir sicher das es 388 sind?
Nach meiner Einschätzung bekommst du deb Sockelbetrag von 300.

Wie kommt der Betrag von 388 her?

Das kommt schon hin mit den 388.-!
Und zwar will man Frauen, die geringfügig arbeiten irgendwie besser stellen als Frauen, die gar nicht arbeiten.
Deshalb zählen bei !dem geringen Einkommen die 67% NICHT
Das wird dann anders berechnet, wie genau weiß ich nicht, aber das kommt hin!!

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24. Februar 2013 um 17:47

...
OK, macht wirkllich Sinn.

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25. Februar 2013 um 15:34

Elterngeldregelung
Bei Geringverdienern (unter 1000 im Durchschnitt im Monat) wird Pro 2 die zu 1000 Euro zahlen der Prozentbetrag um 0,1% erhöht, bis höchstens 100% Das wären in dem hier genannten Beispielt dann bei 400 Einkommen im Monat 30% mehr also 97% von 400.

Und wenn dich etwas wirklich stört, kannst du ja deine Chefin vorsichtig auf das MuSchuGe hinweisen.

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