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Denkt ihr ich bekomme ein BV ?

6. Mai 2012 um 16:23 Letzte Antwort: 6. April 2015 um 16:57

Hallo
Ich war vor ungefähr zwei Wochen im krankenhaus wegen frühzeitigen Wehen (( 25. Ssw)) . Danach war ich noch eine Woche lang krankgeschrieben. Diese Woche muss ich anfangen zu arbeiten, doch ich habe immer noch Schmerzen ohne Ende .. In meiner Arbeit muss ich 9 Stunden stehen, habe kaum Pause . Denkt ihr mein Hausarzt gibt mir ein Beschäftigungsverbot ??

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12. Mai 2012 um 7:45

Geh auf jeden Fall zum Frauenarzt!
Hallo jungemami,

Ich denke Du solltest umgehend Deinen Frauenarzt aufsuchen. Dein Frauenarzt kann und sollte Dir bei frühzeitigen Wehen umgehend ein Beschäftigungsverbot ausstellen.

Ein Beschäftigungsverbot kann auch aus einer Reduzierung der täglichen Arbeitszeit auf 6 oder 4 Stunden bestehen.

Abgesehen davon darfst Du als werdende Mutter laut 8, Abs. 2, Mutterschutzgesetz eh nicht "über 8 1/2 Stunden täglich oder 90 Stunden in der Doppelwoche" beschäftigt werden und laut 2, Abs. 2 muß Dein Arbeitgeber Dir "eine Sitzgelegenheit zum kurzen Ausruhen" bereitstellen.

Je nach Art Deiner Beschäftigung gibt es natürlich noch andere Vorgaben für Deinen Arbeitgeber. Natürlich unter der Vorraussetzung, dass Du Deiner Mitteilungspflicht nachgekommen bist.

Aber wenn Du bereits frühzeitige Wehen hattest / hast wird Dir Dein Frauenarzt meiner Meinung nach eh ein ganztägiges Beschäftigungsverbot ausstellen.

Dir und Deinem Baby alles Gute!

Gruß Frau Gä.

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6. April 2015 um 16:57

Der Arzt
... wird das Beschäftigungsverbot ausstellen, wenn die Schmerzen anhalten, allerdings wohl nur immer befristet für eine kurze Zeit.

Für die Arbeitsbedingungen ist der Arbeitgeber zuständig. Ständiges Stehen an einer Maschine oder an einem Friseurstuhl ist nur bis 4 Std. täglich erlaubt ab dem 6.Monat. Eine Schwangere muß in jedem Fall eine Sitzgelegenheit zum kurzfristigem Ausruhen zur Verfügung haben, und auch eine Liege. Die maximal erlaubte Arbeitszeit sind 8,5 Stunden täglich.

Wenn das einer Schwangeren zu viel sein sollte, könnte der Arzt evt. veranlassen, das sie täglich nur eine kürzere Zeit arbeiten darf. Das liegt allerdings in seinem Ermessen.

Es ist alles kein Grund für ein unbefristetes und vollständiges BV.

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