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Durch Fortbildung dem Arbeitgeber für 3 Jahre verpflichtet. Schwangerschaft???

25. Januar 2009 um 11:59

Hallo,

ich werde dieses Jahr eine Fortbildung anfangen, die vom Klinikum bezahlt wird. Die Kosten belaufen sich wohl auf ca. 20.000 . Dadurch muss ich mich dem Haus für drei Jahre verpflichten. Ich werde aber nächstes Jahr Heiraten und wir planen eigentlich dann auch das erste Kind (wenn ich die Fortbildung mit der Prüfung abgeschlossen habe wollen wir eigentlich mit dem"Üben" anfangen ).
Nun stellt sich mir aber die Frage, ob ich dem Haus die Fortbildung zurückzahlen muss wenn ich in Elternzeit gehe. Eigentlich heißt es ja nur, dass man dem Haus anteilig was zurückzahlen muss, wenn man kündigt. Das tue ich ja nicht. Ich will ja nach zwei Jahren wahrscheinlich wieder kommen aber auch nicht umbedingt vollzeit, wie ich jetzt arbeite. Verlängert sich dann die Verpflichtung?? Kennt sich da jemand aus??? Kann die Fortbildung nämlich auf gar keinen Fall zurückzahlen.

Vielen Dank im Voraus für Eure Meinung!!

Liebe Grüße

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25. Januar 2009 um 16:59

Hallo Jette,
es kommt drauf an, was genau im Vertrag steht.

Wenn nur drinne steht, das eine anteilige Rückzahlung besteht, wenn du kündigst....dann bist du auf der sicheren Seite und sie können nichts von dir zurückfordern wenn du Schwanger bist,....da das Beschäftigungsverhältnis weiterhin besteht.

Also lies dir deinen Vertrag nochmal genau durch.

Lg Swante

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26. Januar 2009 um 12:00

Bin in der Situation
Hallo, ich bin im Moment in der Situation. Habe mich für zwei Jahre nach Ende der Fortbildung (März 09) gebunden, allerdings hat der Arbeitgeber "nur" 3000 Euro dazugetan. Ich bin jetzt in der 13. Woche schwanger. Wenn im Vertrag nichts anderes steht, dürfte der AG dir die Elternzeit nicht abziehen, da du ja auch dann noch in der Firma beschäftigt bist.

Viele Grüße
Linde

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26. Januar 2009 um 20:44

Hallo,
es ist völlig egal was für einen Vertrag du unterschrieben hast, wenn du innerhalb der vereinbarten "Pflichtzeit" schwanger wirst und deshalb ausfällst, mußt du GAR NICHTS zurückzahlen. Selbst wenn in der Vereinbarung etwas anderes stehen sollte (was ich mir nicht vorstellen kann) wäre eine solche Klausel unwirksam weil "sittenwidrig".
Eine Rückzahlung wird nur dann fällig, wenn du entweder selbst kündigst oder wegen eigenem Verschulden gekündigt wirst. Wirst du hingegen während der drei Jahre Verpflichtung schwanger, greift die Gesetzgebung zu deinen Gunsten.
Diese Zeit kann übrigens auch nicht "aufgerechnet" werden, d.h. drei Jahre sind und bleiben drei Jahre -egal ob du sie ableistest oder innerhalb der Zeit Mutterschutz-/Elternzeit in Anspruch nimmst. Auch bei einer Stellenreduktion hat der Arbeitgeber keinen Anspruch auf Rückzahlung.

VG, virago

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22. März 2009 um 10:25
In Antwort auf edwige_12137442

Bin in der Situation
Hallo, ich bin im Moment in der Situation. Habe mich für zwei Jahre nach Ende der Fortbildung (März 09) gebunden, allerdings hat der Arbeitgeber "nur" 3000 Euro dazugetan. Ich bin jetzt in der 13. Woche schwanger. Wenn im Vertrag nichts anderes steht, dürfte der AG dir die Elternzeit nicht abziehen, da du ja auch dann noch in der Firma beschäftigt bist.

Viele Grüße
Linde

Danke
Hallo Linde,

also scheint das ja schon bei "kleinen" Beträgen der Fall zu sein, dass man sich Binden muss. Das ist ja heftig. Kannst du denn nach der Elternzeit (je nach dem wie lange du sie nimmst) auch wieder stundenweise an deinem Betrieb arbeiten oder ist dir das durch die Bindung nicht erlaubt?? Ich mein, wer geht schon nach einem Jahr wieder Vollzeit arbeiten?! Das sind wohl die wenigsten.

Vielen Dank für deine Antwort.

Liebe Grüße
Jette

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22. März 2009 um 10:27
In Antwort auf susie_12830483

Hallo,
es ist völlig egal was für einen Vertrag du unterschrieben hast, wenn du innerhalb der vereinbarten "Pflichtzeit" schwanger wirst und deshalb ausfällst, mußt du GAR NICHTS zurückzahlen. Selbst wenn in der Vereinbarung etwas anderes stehen sollte (was ich mir nicht vorstellen kann) wäre eine solche Klausel unwirksam weil "sittenwidrig".
Eine Rückzahlung wird nur dann fällig, wenn du entweder selbst kündigst oder wegen eigenem Verschulden gekündigt wirst. Wirst du hingegen während der drei Jahre Verpflichtung schwanger, greift die Gesetzgebung zu deinen Gunsten.
Diese Zeit kann übrigens auch nicht "aufgerechnet" werden, d.h. drei Jahre sind und bleiben drei Jahre -egal ob du sie ableistest oder innerhalb der Zeit Mutterschutz-/Elternzeit in Anspruch nimmst. Auch bei einer Stellenreduktion hat der Arbeitgeber keinen Anspruch auf Rückzahlung.

VG, virago

Das beruhigt mich
Hallo Virago,

das beruhigt mich sehr. Woher hast du deine Informationen??? Kommst du beruflich aus der rechtlichen Ecke??? Es ist sehr schwer im Internet was darüber zu finden.
Vielen Dank nochmal und liebe Grüße

Jette

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