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Elterngeldberechnung - wo liegt der fehler ?

1. August 2015 um 20:27

also uns stünden 67% vom nettolohn zu, wären ca. 770 euro ausgehend vom netto, der auf der monatlichen lohnbescheinigung steht. wenn wir den monatlichen bruttolohn im online rechner eingeben mit den sonstigen anderen angaben, kommen wir auf gerade mal knapp 710 euro, also 60 euro jeden monat weniger. das kann doch nicht sein oder ?
durch die pauschalisierten abzüge in folge der bürokratischen vereinfachung der berechnung sollen angeblich für normalverdiener maximal 10 euro unterschied rauskommen und nur für besser verdienende 40 euro weniger. wo liegt denn hier der fehler ?
also ich glaube, dass bei der berechnung alles korrekt ist. warum nehmen die denn nicht einfach ein zwölftel der jahresnettosumme und davon 67% sondern gehen vom jahresbrutto aus ?

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1. August 2015 um 22:30

Die Werbungskostenpauschale fehlt...
Bei der Berechnung wird vom brutto noch die Werbungskostenpauschale von zur Zeit glaub 83,33 eur monatlich abgezogen...egal ob du eine Steuererklärung machst.. Erst dann werden hiervon 67% bzw. 65% Elterngeld berechnet. Ich hoffe, das erklärt eure Differenz... Lg

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1. August 2015 um 23:02
In Antwort auf unserwunder2015

Die Werbungskostenpauschale fehlt...
Bei der Berechnung wird vom brutto noch die Werbungskostenpauschale von zur Zeit glaub 83,33 eur monatlich abgezogen...egal ob du eine Steuererklärung machst.. Erst dann werden hiervon 67% bzw. 65% Elterngeld berechnet. Ich hoffe, das erklärt eure Differenz... Lg

Wo ist der sinn ?
ja ich habe das nach langem rumsuchen nun auch gefunden. aber ich habe trotzdem keine ahnung, was eine werbungskostenpauschale bei der berechnung zu suchen hat. bei steuerlichen sachen verstehe ichs ja noch. hier ist es ja zum nachteil der eltern. typisch, dass das in fast allen ratgebern in keinster weise erwähnt wird. ich bin schon gespannt, wie das dann mit der steuer wird. am besten nochmal 100 euro pro monat dafür zurücklegen. das 1. jahr ist einfach nur hart, wenn man nicht reich ist.

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19. September 2015 um 14:10

Lohnsteuer nach "Ablaufplan"
das Nettoeinkommen wird errechnet durch den üblichen Lohnsteuerablaufplan des Finanzamtes (das ist ein aufwendiges technisches Programm und wird jedes Jahr neu gemacht). Da in diesem immer schon die Werbungskostenpauschale von 1000 Euro hinterlegt ist, wäre es unsinnig, wenn man vom Nettolohn nicht die Werbungskostenpauschale abzieht. Der Abzug von 1/12 von 1000, also 83,33 Euro ist also eine technische Regulation um das Lohnsteuerprogramm "richtig" laufen zu lassen.

Natürlich ist jeder Elterngeldbezieher durch die Steuerprogression des Elterngeldes im Risiko einer Steuernachzahlung nach dem er das Elterngeld im Kalenderjahr "genossen" hat, besonders die Steuerklasse 3/5-Ehepaare.

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