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Frage zur Abfindung bei einer Kündigung

26. Juli 2005 um 12:49

hallo - ich machs mal kurz: bei einer betriebsbedingten kündigung und einer abfindungsvereinbarung - wann muss die abfindung + das letzte gehalt gezahlt werden? mit austritt aus dem betrieb (kündigung zum ende des monats) oder am üblichen gehaltstag, also am 15. des folgemonats?

kennt sich da jemand aus? lieben dank im voraus fürs lesen, grübeln und eventuelle hilfe!!!

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26. Juli 2005 um 17:49

AW:
Hallo, so pauschal kann man das nicht beantworten. Normalerweise werden sämtliche Belange, die mit Geld zu tun haben, von der Buchhaltung auf dem PC gespeichert. Sämtliche Daten, wie wer bekommt wieviel Lohn und eben auch wer eine Abfindung erhalten soll, werden dann der Bank auf einem Datenträger zugespielt, die wiederum (wie mit dem Betrieb vereinbart) an einem bestimmten Tag auszahlt bzw. überweist. Zwar könnte das Geld auch am Ende vom Monat überwiesen werde, aber das ist eher unwahrscheinlich, da das einen höheren Arbeitsaufwand für die Buchhaltung bedeuten würde.

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26. Juli 2005 um 21:55
In Antwort auf jaylee_12824656

AW:
Hallo, so pauschal kann man das nicht beantworten. Normalerweise werden sämtliche Belange, die mit Geld zu tun haben, von der Buchhaltung auf dem PC gespeichert. Sämtliche Daten, wie wer bekommt wieviel Lohn und eben auch wer eine Abfindung erhalten soll, werden dann der Bank auf einem Datenträger zugespielt, die wiederum (wie mit dem Betrieb vereinbart) an einem bestimmten Tag auszahlt bzw. überweist. Zwar könnte das Geld auch am Ende vom Monat überwiesen werde, aber das ist eher unwahrscheinlich, da das einen höheren Arbeitsaufwand für die Buchhaltung bedeuten würde.

Lieben dank lexi38,
du kennst dich ja bestens aus *kompliment* . ich habs mit unserer lohnbuchhaltung nicht so, da frag ich dann lieber nicht nach.

meiner meinung jedoch, muss eine letztmalige auszahlung doch noch im beschäftigungsmonat erfolgen, und darf nicht nach austritt aus der firma ausgezahlt werden, egal wie hoch der arbeitsaufwand ist - denn der auszuzahlende mitarbeiter ist ja im folgemonat nicht mehr in die firma integriert, sprich die firma würde sich im grunde im verzug befinden, und dem ehemaligen mitarbeiter nochmals zinsen zahlen müssen?!?! vielleicht liege ich auch falsch, aber ich habe von sowas, wie gehabt, ja keinen plan - also was meinst du??

liebe grüsse

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27. Juli 2005 um 9:02
In Antwort auf orna_12248643

Lieben dank lexi38,
du kennst dich ja bestens aus *kompliment* . ich habs mit unserer lohnbuchhaltung nicht so, da frag ich dann lieber nicht nach.

meiner meinung jedoch, muss eine letztmalige auszahlung doch noch im beschäftigungsmonat erfolgen, und darf nicht nach austritt aus der firma ausgezahlt werden, egal wie hoch der arbeitsaufwand ist - denn der auszuzahlende mitarbeiter ist ja im folgemonat nicht mehr in die firma integriert, sprich die firma würde sich im grunde im verzug befinden, und dem ehemaligen mitarbeiter nochmals zinsen zahlen müssen?!?! vielleicht liege ich auch falsch, aber ich habe von sowas, wie gehabt, ja keinen plan - also was meinst du??

liebe grüsse

Bez. Zinsen
Hey,

die Arbeitsvergütung ist grds. im Zeitpunkt der Fälligkeit auszuzahlen. Wenn die Vergütung nach Zeitabschnitten bemessen ist, ist sie nach Ablauf der Zeitabschnitte zu zahlen. Und der Arbeitnehmer ist grds. vorleistungspflichtig, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Das heißt also in deinem Fall, dass die Arbeitzeit sowie Vergütung ,und vorallem wann diese gezahlt wird, Bestandteil deines Arbeitsvertrages ist. Wenn dieses Arbeitsverhältnis beendet wird, heißt das nicht, dass automatisch mit Austritt aus dem Betrieb der Vertrag beendet ist, sondern er läuft quasi aus. Das heißt konkret, die Zahlung des Lohnes zum 15. ist rechtens ( da ja Inhalt des Arbeitsvertrages), und der Arbeitgeber kommt auch nicht in Verzug.
Wie das mit der Abfindung ist, kann ich dir nicht genau sagen. Hast du einen sog. Aufhebungsvertrag mit dem Betrieb geschlossen oder wurde die Abfindung in dir Kündigung integriert?

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27. Juli 2005 um 10:00
In Antwort auf jaylee_12824656

Bez. Zinsen
Hey,

die Arbeitsvergütung ist grds. im Zeitpunkt der Fälligkeit auszuzahlen. Wenn die Vergütung nach Zeitabschnitten bemessen ist, ist sie nach Ablauf der Zeitabschnitte zu zahlen. Und der Arbeitnehmer ist grds. vorleistungspflichtig, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Das heißt also in deinem Fall, dass die Arbeitzeit sowie Vergütung ,und vorallem wann diese gezahlt wird, Bestandteil deines Arbeitsvertrages ist. Wenn dieses Arbeitsverhältnis beendet wird, heißt das nicht, dass automatisch mit Austritt aus dem Betrieb der Vertrag beendet ist, sondern er läuft quasi aus. Das heißt konkret, die Zahlung des Lohnes zum 15. ist rechtens ( da ja Inhalt des Arbeitsvertrages), und der Arbeitgeber kommt auch nicht in Verzug.
Wie das mit der Abfindung ist, kann ich dir nicht genau sagen. Hast du einen sog. Aufhebungsvertrag mit dem Betrieb geschlossen oder wurde die Abfindung in dir Kündigung integriert?

Guten morgen =o)
nein, nein, einen aufhebungsvertrag gibt es nicht. die kündigung wurde ausgesprochen, folgte dann schriftlich und es gab noch eine sogenannten vergleich - auch schriftlich festgehalten. arbeitgeber und arbeitnehmer haben sich darin also über die abfindungshöhe sowie die rechtlichen schritte geeinigt, damit es für beide parteien zu keinen reibereien kommt. eigentlich ja nicht verkehrt.

das mit dem gehalt leuchtet mir jetzt auch ein, auf dem vertrag lässt sich über abfindungen oder ähnliche zahlungen allerdings wohl nichts lesen. in der kündigung selbst steht nichts über eine abfindung.

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27. Juli 2005 um 11:00
In Antwort auf orna_12248643

Guten morgen =o)
nein, nein, einen aufhebungsvertrag gibt es nicht. die kündigung wurde ausgesprochen, folgte dann schriftlich und es gab noch eine sogenannten vergleich - auch schriftlich festgehalten. arbeitgeber und arbeitnehmer haben sich darin also über die abfindungshöhe sowie die rechtlichen schritte geeinigt, damit es für beide parteien zu keinen reibereien kommt. eigentlich ja nicht verkehrt.

das mit dem gehalt leuchtet mir jetzt auch ein, auf dem vertrag lässt sich über abfindungen oder ähnliche zahlungen allerdings wohl nichts lesen. in der kündigung selbst steht nichts über eine abfindung.

Bez. Zahlung der Abfindung
Die Abfindung ist ihrer Natut nach eine Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes und geht daher Hand in Hand mit der Beendigung desselben. Wenn also im Abfindungsvergleich der Zeitpunkt der Fälligkeit der Abfindung nicht bestimmt ist, so kann sich die Fälligkeit nur aus den vorhandenen Umständen ergeben. Da weder vereinbart wurde, dass die Abfindung zum Beispiel sofort fällig ist o. ä., richtet sich die Fälligkeit nach dem Ende bzw. der Endabwicklung des Arbeitsverhältnisses. Abgeleitet von der betrieblichen Gewohnheit sowie deinem Vertrauen, das sich objektiv seit Beginn des Arbeitsverhältnisses auf Zahlungseingang am 15. bezieht, wird somit nach Auslegung die Abfindung (sowie das letzte Gehalt) am 15. fällig sein. Würde zu diesem Zeitpunkt die Abfindung nicht geleistet, könnten eventuell nach dem 15. Verzugszinsen in Betracht kommen, aber auf keinen Fall davor.

Grüße, lexi38

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27. Juli 2005 um 14:38
In Antwort auf jaylee_12824656

Bez. Zahlung der Abfindung
Die Abfindung ist ihrer Natut nach eine Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes und geht daher Hand in Hand mit der Beendigung desselben. Wenn also im Abfindungsvergleich der Zeitpunkt der Fälligkeit der Abfindung nicht bestimmt ist, so kann sich die Fälligkeit nur aus den vorhandenen Umständen ergeben. Da weder vereinbart wurde, dass die Abfindung zum Beispiel sofort fällig ist o. ä., richtet sich die Fälligkeit nach dem Ende bzw. der Endabwicklung des Arbeitsverhältnisses. Abgeleitet von der betrieblichen Gewohnheit sowie deinem Vertrauen, das sich objektiv seit Beginn des Arbeitsverhältnisses auf Zahlungseingang am 15. bezieht, wird somit nach Auslegung die Abfindung (sowie das letzte Gehalt) am 15. fällig sein. Würde zu diesem Zeitpunkt die Abfindung nicht geleistet, könnten eventuell nach dem 15. Verzugszinsen in Betracht kommen, aber auf keinen Fall davor.

Grüße, lexi38

Danke...
dass du dir die zeit genommen hast, mir das zu erläutern. jetzt hab ichs endlich kapiert. dann sind sie bis zum 15. also nicht in verzug, alles was danach passiert - oder eben nicht - ist dann wohl schon eher die grundlage für einen besuch beim anwalt.

herzlichen dank für deine kompetente info,
liebe grüsse

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27. Juli 2005 um 14:46
In Antwort auf orna_12248643

Danke...
dass du dir die zeit genommen hast, mir das zu erläutern. jetzt hab ichs endlich kapiert. dann sind sie bis zum 15. also nicht in verzug, alles was danach passiert - oder eben nicht - ist dann wohl schon eher die grundlage für einen besuch beim anwalt.

herzlichen dank für deine kompetente info,
liebe grüsse

Bitte...
Freut mich, dir geholfen zu haben. Falls du noch irgendwelche Probleme bekommst oder Fragen hast, steh ich dir ( sofern ich Zeit ) gerne zur Verfügung.

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