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Gefälschte Unterschrift _ muß ich zahlen??

11. November 2005 um 11:47

Hallo!!
Hoffe es gibt hier jemanden, der Ahnung von sowas hat. Versuche mich mal kurz zu fassen:
Mein Mann hat sich vor 1 Monat das Leben genommen. Als ich nun vor wenigen Tagen seine Papiere durchgesehen habe, fiel mir der Leasingvertrag für seinen großen Bulli in die Hände. Den Wagen habe ich natürlich längst abgegeben, weil ich ihn nicht brauchte und mir auch die Rate nicht leisten kann. Der Vertrag hätte noch 2 Jahre laufen müssen, deshalb wird der Wagen jetzt von einem Gutachter geschätzt und den Differenzbetrag müsste ich dann bezahlen. Nun fiel mir allerdings auf, das die Unterschrift auf dem Vertrag nicht meine ist. Da hat mein Mann mit meinem Namen unterschrieben. Sieht ähnlich aus, ist aber definitiv nicht meine. Muß ich jetzt trotzdem für den Wagen zahlen oder kann ich da drum rum kommen??
Wäre toll, wenn mir jemand helfen könnte.
Danke!!

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12. November 2005 um 21:50

Leider
habe ich davon keine Ahnung.

Vielleicht lässt du dich mal von einem Rechtsanwalt beraten. Wenn es dir zu teuer ist und du keine Rechtsschutzversicherung hast, kannst du dir beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfe-Berechtigungsschein holen. Dieser verhilft zu einer anwaltlichen Beratung für nur 10,- .

Allerdings musst du für diesen Schein deine Einkommensverhältnisse nachweisen, ob du Beratungshilfe bewilligt bekommst.

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13. November 2005 um 10:39

Kann ich da drum rum kommen??
hallo prinzessin,

wenn die unterschrift nicht deine ist könntest du drum herum kommen.
genaueres weiß da ein rechtsanwalt.
dann muss die unterschrift von einem sachverständigen geprüft werden - das kostet.
der rechtsanwalt auch.
ich hab ja keine ahnung um wieviel geld es da geht, das musst du abwägen.
meld dich doch mal

manndel

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14. November 2005 um 8:10

Jein
eigentlich musst Du nicht bezahlen, da Du ja nicht unterschrieben hast. Vertragspartner ist schließlich der, der einen Vertrag auch wirklich schließt. Wenn ich mit dem Namen von Angela Merkel meinen Mietvertrag unterschreibe, dann wird sie ja auch nicht Mieterin

ABER: Möglicherweise haftest Du, wenn Du die Erbschaft Deines Mannes angenommen hast - was Du im Zweifelsfall automatisch hast. Und als Erbe tritt man grundsätzlich in alle Rechten und Pflichten des Verstorbenen ein. Damit wärst Du auf diesem Umweg plötzlich Vertragspartner des Leasingvertrages geworden, nämlich als Erbe Deines Mannes.

Ich bin mir da allerdings nicht so sicher, ob bei Leasingverträgen, die ja eine Form der Miete sind, nicht Spezialvorschriften gelten.

Sollte Dich die Erbschaft wegen der möglichen drohenden Konsequenzen aus dem Leasingvertrag finanziell überfordern, kann man übrigens noch im Nachhinein die Annahme der Erbschaft anfechten. Das ist aber an recht enge zeitliche Grenzen gebunden.

Vorschlag:
Setz Dich mit der Leasingfirma in Verbindung und sage denen, dass Du das nicht unterschrieben hast. Und frage danach, was für Regelungen es beim Tod des Leasingpartners gibt. Die müssten das eigentlich wissen. Und schau auch mal im Leasingvertrag nach, da könnte auch was dazu im Kleingedruckten stehen.
Wenn Du so nicht weiterkommst, such Dir einen Anwalt, am besten einen Fachanwalt für Erbrecht.

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