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Gegner meldet Versicherung den Schaden nicht - brauche Hilfe!

16. Januar 2013 um 10:23

Hallo, hoffe jemand kann mir helfen.

Ich wurde am 8.11.12 auf einem Zebrastreifen von einem Auto angefahren. ich hatte den Zebrastreifen schon fast vollständig überquert und die Strecke ist gerade und übersichtlich. Der Fahrer hat mich ungebremst erwischt, ich flog auf das Auto, schlug mit dem Kopf in die Scheibe und wurde dann auf den Boden geschleudert. Die Polizei hat den Unfall auch aufgenommen und es gibt eine Zeugin. Der Fahrer hat auch am Ort zugegeben, dass er mich schon von weitem gesehen hat. aber nicht dachte, dass ich über die Straße will. ich bin ihm ja aber nicht vors auto gelaufen, sondern war ja schon fast drüber!
Die gegnerische Versicherung will jetzt allerdings nichts zahlen weil der Unfallverursacher den Schaden nicht meldet. Dabei habe ich doch alles gemeldet und es ist ja auch alles polizeilich dokumentiert. Ich habe nach dem Unfall eine Haushaltshilfe gebraucht weil ich ein 4 Monate altes Baby habe und nichts alleine machen konnte. Ebenso habe ich Verdienstausfälle gehabt und musste Behandlungskosten teilweise zahlen (Medikamente, Krankenwagen, Praxisgebühr). Natürlich hätte ich gerne auch Schmerzensgeld.
Ich habe halt leider keine Rechtschutzversicherung und auch kein Geld, da ich Studentin bin und mein Mann nach dem Studium auch auf Jobsuche ist und wir jeden Cent für Miete und unser Baby brauchen.
Wieso kann die Versicherung denn da einfach sagen, dass sie nicht zahlt? Ist der Gegner nicht verpflichtet den Schaden zu melden, bzw. falls er das nicht tut, ist das dann nicht Problem der Versicherung?

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30. Januar 2013 um 9:37

Dein Posting....
Guten Morgen...sah Dein Posting..ist es noch aktuell?

VG
Matthias

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30. Januar 2013 um 10:00
In Antwort auf einfachmatts

Dein Posting....
Guten Morgen...sah Dein Posting..ist es noch aktuell?

VG
Matthias

Hallo
ja leider! bisher kam immer noch nichts von der versicherung

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7. Februar 2013 um 8:38

Wenn Dein Posting immer noch
aktuell sein sollte, dann geh zum Rechtsanwalt. Sofort und ohne zu zögern! Such Dir einen Fachanwalt für Verkehrsrecht, den findest Du im google oder bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer, die Dir weiterhilft.
Frag den Rechtsanwalt sofort nach Prozesskostenhilfe oder Beratungshilfe. Der kümmert sich dann weiter.
Und sammele alle Kostenbelege/Rechnungen u.s.w. für den Schadenersatzanspruch, das will der Rechtsanwalt dann von Dir haben.
Die gegnerische Versicherung hilft Dir nicht, die wimmelt allenfalls ab.

Viel Glück!

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7. Februar 2013 um 11:36
In Antwort auf marina260612

Hallo
ja leider! bisher kam immer noch nichts von der versicherung

Krankenkasse
Hallo,
normalerweise bekommt man nach Behandlungskosten von der Krankenkasse einen Wisch, wo man ausfüllen muss, dass man den Schaden durch "Fremdeinwirkung" erhalten hat. Diese werden dann die Kosten dem Unfallversursacher aufs Auge drücken. Wenn dieser es der Versicherung nicht gemeldet hat, dann ist es sein problem. Dann muss er es aus der eigenen Tasche bezahlen.
Woher hast Du die Info, dass er es nicht gemeldet hat? Hast Du dort angerufen? Wieviele Tage nach dem Unfall?
Das hatte ich auch mal, ich habe die gegenerische Versicherung von dem Unfall in Kenntnis gesetzt, das haben die aufgenommen.
Gehe unbedingt zu einem Anwalt, die Erstberatung ist kostenlos und da bei Dir im geschilderten Fall die Rechtslage aus meiner Sicht eindeutig ist (das wird der Anwalt Dir aber auch sagen können), werden die Kosten vom Gegner übernommen.

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7. Februar 2013 um 21:08

Danke
für die antworten.
ich habe den fall mittlerweile auch an einen anwalt abgegeben. die anwältin meint auch, dass die versicherung ihre kosten übernehmen muss, also eigentlich zumindest. da die versicherung aber einfach nicht auf ihre fristen reagiert, will sie eine klage fertig machen. dafür bekäme ich auch prozesskostenhilfe. für den fall, dass wir aber einen rechtsstreit verlieren, müsste ich die gegnerischen auslagen aus eigener tasche zahlen und das kann in den tausender bereich gehen. ich weiß jetzt nicht was ich machen soll. eigentlich ist die rechtslage ja klar. allerdings hat mir der polizist, bei dem ich meine aussage machen sollte auch schon vorgeworfen, dass ich ja dunkel gekleidet war und eine kapuze auf hatte (es war halt sau kalt an dem morgen). jetzt hab ich halt angst, dass ein gericht mir das auch vorwirft und ich deswegen teilschuld bekomme. würdet ihr das risiko eingehen?

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8. Februar 2013 um 12:55
In Antwort auf marina260612

Danke
für die antworten.
ich habe den fall mittlerweile auch an einen anwalt abgegeben. die anwältin meint auch, dass die versicherung ihre kosten übernehmen muss, also eigentlich zumindest. da die versicherung aber einfach nicht auf ihre fristen reagiert, will sie eine klage fertig machen. dafür bekäme ich auch prozesskostenhilfe. für den fall, dass wir aber einen rechtsstreit verlieren, müsste ich die gegnerischen auslagen aus eigener tasche zahlen und das kann in den tausender bereich gehen. ich weiß jetzt nicht was ich machen soll. eigentlich ist die rechtslage ja klar. allerdings hat mir der polizist, bei dem ich meine aussage machen sollte auch schon vorgeworfen, dass ich ja dunkel gekleidet war und eine kapuze auf hatte (es war halt sau kalt an dem morgen). jetzt hab ich halt angst, dass ein gericht mir das auch vorwirft und ich deswegen teilschuld bekomme. würdet ihr das risiko eingehen?

Hallo
das ist schwierig. Allerdings schreibst Du in Deinen Ausgangsposting, dass Du eine Zeugin hast und dass der Fahrer zugegeben hat, dass er Dich schon von Weitem gesehen hat, aber nicht dachte, dass Du über die Straße willst. Wenn die Zeugin DAS auch gehört hat, dann kannst Du ja belegen, dass er Dich trotz Deiner Kleidung gesehen hat.
Also wir haben mal geklagt, da lagen die Kosten bei um und Bei 1000. Bei einer Teilschuld musst Du auch nur den Teil davon tragen (bei bspw. bei einer Teilschuld von 30% dann 300). Eigentlich haben die Anwälte recht gute persönliche Erfahrungen, was die Chancen anbelangt. Frag die doch mal.

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8. Februar 2013 um 17:11
In Antwort auf flyingkat

Hallo
das ist schwierig. Allerdings schreibst Du in Deinen Ausgangsposting, dass Du eine Zeugin hast und dass der Fahrer zugegeben hat, dass er Dich schon von Weitem gesehen hat, aber nicht dachte, dass Du über die Straße willst. Wenn die Zeugin DAS auch gehört hat, dann kannst Du ja belegen, dass er Dich trotz Deiner Kleidung gesehen hat.
Also wir haben mal geklagt, da lagen die Kosten bei um und Bei 1000. Bei einer Teilschuld musst Du auch nur den Teil davon tragen (bei bspw. bei einer Teilschuld von 30% dann 300). Eigentlich haben die Anwälte recht gute persönliche Erfahrungen, was die Chancen anbelangt. Frag die doch mal.

Also es
gibt mehrere zeugen, die gehört haben, dass er zugegeben hat, dass er mich schon von weitem gesehen hat. das hat er sogar vor der polizei zugegeben. meine anwältin hat direkt gesagt, dass die sache eigentlich ganz klar ist und ich mir keine sorgen um die kosten machen müsste (is ja leicht gesagt, geht ja nicht um ihr geld). ich hab allerdings mit meiner nachbarin geredet, die arbeitet bei einer kfz-versicherung und hat gemeint, dass ich mit der klage noch warten soll. da der fahrer den unfall nicht meldet, dauert das einfach sehr lange, da die versicherung ihm mehrere fristen setzen muss und auch die bearbeitung lange dauert. sie meint auch, dass sie sich nicht vorstellen kann, dass die versicherung es auf einen prozess ankommen lässt. ich denke ich warte einfach mal noch ein bisschen und meine anwältin soll die versicherung einfach noch ein bisschen nerven. klagen können wir ja denk ich in einigen wochen immer noch.

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