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GELD AN ''FREUNDIN'' VERLIEHEN,BEKOMM ES ABER NICHT ZURÜCK?!

15. April 2008 um 9:56

Hallo Leute,

Also mein Problem ist, dass ich vor fast einem Jahr einer Freundin Geld geliehen habe, damit sie mit ihrem Sohn in den Urlaub fliegen kann.

Ich habe mir das unterschreiben lass von Ihr, dass sie sich von mir Geld geliehen hat. Und das monatlich mit 70 zurück zahlen wollte.
Unterschrieben hat sie dies auch.

Hab sie mehrmals drauf angesprochen aber bis heute bekam ich popelige 45 zurück.
Zur Info sie arbeitet als Kellnerin.

Meine Frage nun, kann ich irgendwas machen um meine restlichen 445 zurück zu bekomme?? Oder hab ich jetzt pech und es war mir eine Lehre fürs Leben??

Ich weiss das es nicht wirklich viel ist nur war es zu der Zeit der Lohn eines ganzen Monats von mir. (Ausbildung)

Vielleicht habt ihr ja irgendwie Tipps für mich?

Lg Jasmin

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15. April 2008 um 14:30

Mahnverfahren
Zunächst mal musst Du wissen, ob Deine Schuldnerin überhaupt in der Lage ist, die Schulden zu bezahlen. Denn das Eintreiben kostet Geld, und wenn sowieso kein pfändbares Einkommen oder Vermögen existiert, lohnt sich das möglicherweise nicht.

Dann musst Du einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen, der wird ihr vom Gericht zugestellt und sie kann zwei Wochen Einspruch einlegen. Wenn sie das nicht macht, musst Du Ihr einen Vollstreckungsbescheid schicken lassen, auch gegen den kann sie wieder Einspruch einlegen. Wenn sie auch das nicht macht, hast Du einen vollstreckbaren Titel, kannst also 30 Jahre lang den Gerichtsvollzieher schicken, um Dein Geld einzutreiben. Wenn in all der Zeit nichts zu holen ist, zahlst Du die Kosten für das Verfahren selbst. Wenn etwas zu holen ist, zahlt sie die Verfahrenskosten. Zusätzlich zu der eigentlichen Schuld und allen Zinsen - da werden aus 500 EUR ganz schnell 1000 EUR.

Wenn sie Einspruch gegen einen Bescheid einlegt, musst Du sie vor Gericht auf Zahlung verklagen. Und wenn sie in die Privatinsolvenz geht, ist auch Dein vollstreckbarer Titel nicht mehr das Papier wert, auf dem er steht.

Es gibt aber eine elegante Möglichkeit: Eine Anzeige wegen Betruges. Wenn man nämlich davon ausgeht, dass Deine Bekannte nie die Absicht hatte, ihre Schulden zu bezahlen, ist das Betrug, und dann ermittelt der Staatsanwalt. Außerdem wird sie so etwas nicht mehr so leicht los, weshalb säumige Schuldner in der Regel dann doch lieber zahlen.

Aber das sind Verfahrenstricks, über die Dich ein Anwalt aufklärt. Ohne den geht es vermutlich nicht, aber mach den Schritt erst, wenn Du sicher bist, dass bei Deiner Bekannten die 1000 EUR dann auch wirklich einzutreiben sind, sonst bist Du am Ende die Dumme.

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7. Mai 2008 um 7:47
In Antwort auf fuzzy77

Mahnverfahren
Zunächst mal musst Du wissen, ob Deine Schuldnerin überhaupt in der Lage ist, die Schulden zu bezahlen. Denn das Eintreiben kostet Geld, und wenn sowieso kein pfändbares Einkommen oder Vermögen existiert, lohnt sich das möglicherweise nicht.

Dann musst Du einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen, der wird ihr vom Gericht zugestellt und sie kann zwei Wochen Einspruch einlegen. Wenn sie das nicht macht, musst Du Ihr einen Vollstreckungsbescheid schicken lassen, auch gegen den kann sie wieder Einspruch einlegen. Wenn sie auch das nicht macht, hast Du einen vollstreckbaren Titel, kannst also 30 Jahre lang den Gerichtsvollzieher schicken, um Dein Geld einzutreiben. Wenn in all der Zeit nichts zu holen ist, zahlst Du die Kosten für das Verfahren selbst. Wenn etwas zu holen ist, zahlt sie die Verfahrenskosten. Zusätzlich zu der eigentlichen Schuld und allen Zinsen - da werden aus 500 EUR ganz schnell 1000 EUR.

Wenn sie Einspruch gegen einen Bescheid einlegt, musst Du sie vor Gericht auf Zahlung verklagen. Und wenn sie in die Privatinsolvenz geht, ist auch Dein vollstreckbarer Titel nicht mehr das Papier wert, auf dem er steht.

Es gibt aber eine elegante Möglichkeit: Eine Anzeige wegen Betruges. Wenn man nämlich davon ausgeht, dass Deine Bekannte nie die Absicht hatte, ihre Schulden zu bezahlen, ist das Betrug, und dann ermittelt der Staatsanwalt. Außerdem wird sie so etwas nicht mehr so leicht los, weshalb säumige Schuldner in der Regel dann doch lieber zahlen.

Aber das sind Verfahrenstricks, über die Dich ein Anwalt aufklärt. Ohne den geht es vermutlich nicht, aber mach den Schritt erst, wenn Du sicher bist, dass bei Deiner Bekannten die 1000 EUR dann auch wirklich einzutreiben sind, sonst bist Du am Ende die Dumme.

Vielen Dank
für deine ausführliche Hilfe. Ich werde dann zur Polizei gehen und eine Anzeige wegen Betruges machen. Hoffe nur das Sie dadurch Angst bekommt und danach bezahlt.
Sie muss ja dann wahrscheinlich zur Polizei und eine Aussage machen stimmts?
Naja hoffentlich nimmt ihr der Polizisti/in nicht die Angst das ihr nichts passieren wird etc.

Bin nämlich verdammt wütend auf sie, jedes mal kommen auf meine Sms nur antworten wie ja ich geb es dir Sonntag bla bla. Das war mir echt eine Lehre fürs Leben niewieder leih ich irgendwem Geld.!!

Dir lieben Dank. Werd dann hier berichten was ich geworden bin.

Lg Jasmin

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7. Mai 2008 um 7:48
In Antwort auf fuzzy77

Mahnverfahren
Zunächst mal musst Du wissen, ob Deine Schuldnerin überhaupt in der Lage ist, die Schulden zu bezahlen. Denn das Eintreiben kostet Geld, und wenn sowieso kein pfändbares Einkommen oder Vermögen existiert, lohnt sich das möglicherweise nicht.

Dann musst Du einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen, der wird ihr vom Gericht zugestellt und sie kann zwei Wochen Einspruch einlegen. Wenn sie das nicht macht, musst Du Ihr einen Vollstreckungsbescheid schicken lassen, auch gegen den kann sie wieder Einspruch einlegen. Wenn sie auch das nicht macht, hast Du einen vollstreckbaren Titel, kannst also 30 Jahre lang den Gerichtsvollzieher schicken, um Dein Geld einzutreiben. Wenn in all der Zeit nichts zu holen ist, zahlst Du die Kosten für das Verfahren selbst. Wenn etwas zu holen ist, zahlt sie die Verfahrenskosten. Zusätzlich zu der eigentlichen Schuld und allen Zinsen - da werden aus 500 EUR ganz schnell 1000 EUR.

Wenn sie Einspruch gegen einen Bescheid einlegt, musst Du sie vor Gericht auf Zahlung verklagen. Und wenn sie in die Privatinsolvenz geht, ist auch Dein vollstreckbarer Titel nicht mehr das Papier wert, auf dem er steht.

Es gibt aber eine elegante Möglichkeit: Eine Anzeige wegen Betruges. Wenn man nämlich davon ausgeht, dass Deine Bekannte nie die Absicht hatte, ihre Schulden zu bezahlen, ist das Betrug, und dann ermittelt der Staatsanwalt. Außerdem wird sie so etwas nicht mehr so leicht los, weshalb säumige Schuldner in der Regel dann doch lieber zahlen.

Aber das sind Verfahrenstricks, über die Dich ein Anwalt aufklärt. Ohne den geht es vermutlich nicht, aber mach den Schritt erst, wenn Du sicher bist, dass bei Deiner Bekannten die 1000 EUR dann auch wirklich einzutreiben sind, sonst bist Du am Ende die Dumme.

Achso habe etwas vergessen
sie arbeitet als Kellnerin aber nicht täglich in der Woche und bezieht nebenbei Kindergeld. Meinst du ich hab eine Chance die 500 unter diesen Umständen bei ihr einzutreiben???

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8. Mai 2008 um 7:14

Hallo
Nach so einer Aktion ist sie ganz bestimmt keine Freundin mehr. Und ich werde ganz sicher nicht das Geld in den Wind schießen, wofür ich einen Monat lang gearbeitet habe. (Ausbildung)


Ich gab ihr das Geld damit sie Ihrem Sohn und sich einen schönen Urlaub machen kann und jetzt zieht sie soetwas ab.

Werd morgen erstmal zur Polizei gehen und eine Anzeige wegen Betrug schalten. Danach werde ich mit meinem Anwalt reden und alles versuchen um das Geld zurück zu bekommen.


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