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Gierige Anwälte

27. Februar 2013 um 15:01

Hallo,

auch, wenn in diesem Teil des Forums recht wenig User sind, möchte ich trotzdem hier meinen Beitrag verfassen.

In den letzten Jahren hatte ich leider einige Situationen, wo ich eine Frage (JA, nur eine Frage) durch einen Anwalt beantwortet haben musste.

Aufgrund meiner beruflichen Ausbildung, kann ich schon behaupten, dass ich viele Dinge alleine lösen kann und auch bereits gelöst habe, allerdings kommt es hin und wieder vor, dass ich einfach mal eine kleine Information benötige und da kann mir nur ein Rechtsanwalt helfen, dachte ich zumindest immer.

Nun ist es so, dass ich mittlerweile die Erfahrung gemacht habe, dass (zumindest bei den Anwälten wo ich war) es nicht möglich war, einfach nur meine Frage zu beantworten, da musste direkt ein Mandat unterschrieben werden, diverse Unterlagen eingereicht werden und es muss ein so großer Plan geschmiedet werden, wie man vorgehen könnte.

Aber mal ehrlich, warum das alles!?

Anwälte verlangen ihr Geld nach Arbeitsaufwand und Zeit, also liegt es Nahe, warum hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht werden soll.

Ich finde es schon traurig, es sollte schließlich im Vordergrund stehen, dem Mandanten zu helfen, ihn zu unterstützen und ihm nicht noch mehr Kosten und Probleme zu verursachen.

Aber was soll man machen!?

Ein Anwalt bekommt sein Geld, wenn er eine Unterschrift hat, egal ob er was tut, oder eben nicht und wird dadurch zu anderen Berufsgruppe extrem bevorteilt.

Solche Gesetze sind Änderungsbedürftig, aber um so etwas kümmert sich unsere Regierung einfach nicht.

In den USA ist es so, jeder Anwalt bekommt eine Pauschale, so oder so, ansonsten nur ein Erfolgshonorar, so bemühen sie sich wenigstens.

Musste das mal loswerden.

Grüße

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27. Februar 2013 um 16:22

Da hat Dich Dein Rechtsanwalt aber falsch informiert,
daher wohl Dein - verständlicher - Unmut. Rechtsanwälte werden - überwiegend - nicht nach Arbeitsaufwand und Zeit vergütet sondern nach Gesetz (RVG, kannst Du googlen).
Und der Rechtsanwalt gibt nicht einfach nur eine kleine Auskunft, er erwirtschaftet damit seinen Lebensunterhalt und den seiner Mitarbeiter. Du gehst ja auch nicht zum Bäcker, nimmst ein Brötchen und regst Dich auf, dass der Geld haben will, der hat doch noch genug davon und das Ding kostet doch fast nix.
Bei amerikanischen Anwälten ist übrigens eine Erfolgsbeteiligung von 40 % des Erfolges üblich. Da kannst Du ja mal überlegen, ob Du überhaupt einen Rechtsanwalt für Dich findest, wenn Deine Rechtsposition wackelig ist.

Ach ja - ich bin KEINE Rechtsanwältin - ich arbeite nur beruflich hin und wieder mit solchen Leuten!

Lg L:

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27. Februar 2013 um 16:39
In Antwort auf fiona_12249026

Da hat Dich Dein Rechtsanwalt aber falsch informiert,
daher wohl Dein - verständlicher - Unmut. Rechtsanwälte werden - überwiegend - nicht nach Arbeitsaufwand und Zeit vergütet sondern nach Gesetz (RVG, kannst Du googlen).
Und der Rechtsanwalt gibt nicht einfach nur eine kleine Auskunft, er erwirtschaftet damit seinen Lebensunterhalt und den seiner Mitarbeiter. Du gehst ja auch nicht zum Bäcker, nimmst ein Brötchen und regst Dich auf, dass der Geld haben will, der hat doch noch genug davon und das Ding kostet doch fast nix.
Bei amerikanischen Anwälten ist übrigens eine Erfolgsbeteiligung von 40 % des Erfolges üblich. Da kannst Du ja mal überlegen, ob Du überhaupt einen Rechtsanwalt für Dich findest, wenn Deine Rechtsposition wackelig ist.

Ach ja - ich bin KEINE Rechtsanwältin - ich arbeite nur beruflich hin und wieder mit solchen Leuten!

Lg L:

Hallo
Danke erstmal für deine Antwort.

Mir ist schon bewusst, dass die Gebühr für eine Erstberatung anfällt und in diesem Rahmen sollte es doch eigentlich möglich sein, eine einfache Frage zu beantworten, so sehe ich das zumindest.

Und allein diese Gebühr (ja, nach RVG) ist schon teilweise echt hoch, wenn man doch nur eine Frage beantwortet haben möchte.

Ich kann auch nachvollziehen, dass er damit seinen Lebensunterhalt verdient, aber bitte nicht auf Kosten der Mandanten, so kommt der Mandant auch immer gerne wieder, wenn er die Leistung bekommt, die er erwartet und das ist leider, zumindest bei meiner Erfahrung, nicht gerade der Fall.

Wie ich bereits erwähnt habe, mache ich bereits sehr viel selbst, habe damit wirklich gute Erfolge erzielt, aber es kommt leider schon mal vor, dass ich doch einen kleinen Rat brauche und da erwarte ich nun mal, dass ich diesen Rat bekomme und keinen Plan, der über mehere Wochen ausgelegt ist.

Mir fällt dazu immer einen fall ein, den ich erlebt habe.

Ein einfacher Prozess, da forderte jemand einen Betrag und wollte den übers Gericht durchsetzen, aufgrund der Höhe der Summe beim LG und da gibt es ja Anwaltspflicht, mein damaliger Anwalt hat sich wieder Stories einfallen lassen, was man sagen kann und hat eher reagiert auf die Aussagen der Anderen, anstatt zu agieren.

Mir ist dann quasi während des Prozesses der Kragen geplatz und ich bat den Richter darum selbst sprechen zu können.

Ich bat den Richter in seinen Unterlagen zu schauen nach einem bestimmten Punkt und siehe da, der Prozess war innerhalb von einer Minute zu meinen Gunsten beendet.

Mich nervt sowas einfach.

LG

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5. März 2013 um 16:58
In Antwort auf blazebird

Hallo
Danke erstmal für deine Antwort.

Mir ist schon bewusst, dass die Gebühr für eine Erstberatung anfällt und in diesem Rahmen sollte es doch eigentlich möglich sein, eine einfache Frage zu beantworten, so sehe ich das zumindest.

Und allein diese Gebühr (ja, nach RVG) ist schon teilweise echt hoch, wenn man doch nur eine Frage beantwortet haben möchte.

Ich kann auch nachvollziehen, dass er damit seinen Lebensunterhalt verdient, aber bitte nicht auf Kosten der Mandanten, so kommt der Mandant auch immer gerne wieder, wenn er die Leistung bekommt, die er erwartet und das ist leider, zumindest bei meiner Erfahrung, nicht gerade der Fall.

Wie ich bereits erwähnt habe, mache ich bereits sehr viel selbst, habe damit wirklich gute Erfolge erzielt, aber es kommt leider schon mal vor, dass ich doch einen kleinen Rat brauche und da erwarte ich nun mal, dass ich diesen Rat bekomme und keinen Plan, der über mehere Wochen ausgelegt ist.

Mir fällt dazu immer einen fall ein, den ich erlebt habe.

Ein einfacher Prozess, da forderte jemand einen Betrag und wollte den übers Gericht durchsetzen, aufgrund der Höhe der Summe beim LG und da gibt es ja Anwaltspflicht, mein damaliger Anwalt hat sich wieder Stories einfallen lassen, was man sagen kann und hat eher reagiert auf die Aussagen der Anderen, anstatt zu agieren.

Mir ist dann quasi während des Prozesses der Kragen geplatz und ich bat den Richter darum selbst sprechen zu können.

Ich bat den Richter in seinen Unterlagen zu schauen nach einem bestimmten Punkt und siehe da, der Prozess war innerhalb von einer Minute zu meinen Gunsten beendet.

Mich nervt sowas einfach.

LG

Na bei Deinem LG-Prozeß
bist Du wohl tatsächlich an eine Pfeiffe von Rechtsanwalt geraten. Gratulation zu dem Ergebnis.

Und der Rechtsanwalt muss seinen Lebensunterhalt fast ausschließlich durch die Mandenten verdienen, wodurch denn sonst?

Lg Leeni

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