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Gutschein - Bar auszahlen?

29. August 2013 um 13:04

Hallo Ihr Lieben....

Ich habe folgende Frage und hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich arbeite in einem Schmuckgeschäft. Ein Kunde hat ein Schmuckstück umtauschen wollen, weil es defekt war.

Er hat von uns einen Gutschein bekommen, womit er auch einvsteranden war bzw. worum er gebeten hat! Gestern kam er mit seiner Frau und seinem Sohn zu mir und wollte den Gutschein bar ausgezahlt haben. Ich habe die Auszahlung natürlich verweigert. Daraufhin hat der Sohn mich beleidigt und einen Schirm bzw. Schrimständer durch den Laden geworfen. Weil ich so durcheinander war habe ich blöderweise auf den Gutschein geschrieben" bar auszahlen". Ist dieser handschriftliche Vermerkt jetzt schuld, dass wir es tatsächlich müssen?? Er droht mit Anwalt etc. und das ist natürlich das Letzte was wir möchten. Wäre der Vorfall mit seinem Sohn nicht gewesen, hätte ich den Gutschein aus Kulanz auch ausgezahlt. Aber so geht das doch nicht?

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29. August 2013 um 13:21

RE:
Hallo,

der handschriftliche Vermerk ist eine Beurkundung im Sinne des Vertragsrechts. Damit ist der Wille zumindest schriftlich erklärt. An diesen sollte man sich halten.

Ich empfehle daher "aus Kulanz" den Betrag auszuzahlen.

MfG

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29. August 2013 um 13:22
In Antwort auf jufare

RE:
Hallo,

der handschriftliche Vermerk ist eine Beurkundung im Sinne des Vertragsrechts. Damit ist der Wille zumindest schriftlich erklärt. An diesen sollte man sich halten.

Ich empfehle daher "aus Kulanz" den Betrag auszuzahlen.

MfG

...
Was heißt Wille, der Sohn hat mir Sachen durch den Laden geworfen. Das zählt nicht?

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29. August 2013 um 13:43
In Antwort auf jufare

RE:
Hallo,

der handschriftliche Vermerk ist eine Beurkundung im Sinne des Vertragsrechts. Damit ist der Wille zumindest schriftlich erklärt. An diesen sollte man sich halten.

Ich empfehle daher "aus Kulanz" den Betrag auszuzahlen.

MfG

RE:
Wille: Die schriftliche Bestätigung der Geldrückgabe "bar ausbezahlen" ist verbindlich.
Haben Sie den Vermerk vor dem Vorfall (Schirmständer" oder danach gemacht?

MfG

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29. August 2013 um 14:33
In Antwort auf jufare

RE:
Wille: Die schriftliche Bestätigung der Geldrückgabe "bar ausbezahlen" ist verbindlich.
Haben Sie den Vermerk vor dem Vorfall (Schirmständer" oder danach gemacht?

MfG


Danach habe ich es aufgeschrieben, bevor er mor den laden zerlegt.

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29. August 2013 um 14:49
In Antwort auf niki24012


Danach habe ich es aufgeschrieben, bevor er mor den laden zerlegt.

RE:
Hallo nochmal. Also unter diesem Umstand, dass Sie den Vermerk nachträglich, während des Vorfalls aufgebracht haben wäre folgende Argumentation vllt. sinnvoll:

1. Der Vermerk "auszahlung bar" wird von Ihnen widerrufen.
Dies taten Sie nur unter "Androhung von Gewalt".

2. Eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Androhung von Gewalt sollte folgen, notfalls gegen unbekannt.

3. Hausverbot erteilen.

Rechtlich gesehen haben Sie die Entscheidung ob Sie dem Kunden einen Gutschein oder das Geld geben. Allerdings ist eine zeitliche Beschränkung des Gutscheins nicht verbindlich.

Wie derjenige dem Hausverbot erteilt wurde den Gutschein einlösen will, bleibt abzuwarten.

MfG

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29. August 2013 um 15:18
In Antwort auf jufare

RE:
Hallo nochmal. Also unter diesem Umstand, dass Sie den Vermerk nachträglich, während des Vorfalls aufgebracht haben wäre folgende Argumentation vllt. sinnvoll:

1. Der Vermerk "auszahlung bar" wird von Ihnen widerrufen.
Dies taten Sie nur unter "Androhung von Gewalt".

2. Eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Androhung von Gewalt sollte folgen, notfalls gegen unbekannt.

3. Hausverbot erteilen.

Rechtlich gesehen haben Sie die Entscheidung ob Sie dem Kunden einen Gutschein oder das Geld geben. Allerdings ist eine zeitliche Beschränkung des Gutscheins nicht verbindlich.

Wie derjenige dem Hausverbot erteilt wurde den Gutschein einlösen will, bleibt abzuwarten.

MfG

...
... als kleiner Zusatz:

Sollte dem Kunden aus welchem Grund auch immer das Geld zurückerstattet werden, so haben Sie die Möglichkeit (gem. Rechtsprechung) einen pauschalen Betrag i.H.v. 20 % abzuziehen als "entgangener Gewinn".

MfG

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29. August 2013 um 17:10

Sorry an Alle, aber hier geht zu viel ducheinander
Wenn das Schmuckstück defekt war, hättet ihr reparieren müssen. Geht das nicht, gibt ein Ersatz-Schmuckstück. Geht das nicht, gibt den Kaufpreis zurück und nicht nur einen Gutschein.
Gutschein war aber erst einmal als Klärung des defekten Schmuckstückes akzeptiert. Danach doch Bargeld geht nur mit Deiner Zustimmung.
Die ist ja nachher auf den Gutschein gekommen, aber mit "Gewalt".
Also ist die Zustimmung zur Barauszahlung anfechtbar. Die Anfechtung muss unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern erfolgen.
Dann bleibt es danach also beim Gutschein und den kann der Kunde dann einlösen.
Das verträgt sich natürlch nicht so recht mit dem Hausverbot. Beides zusammen wird nicht gehen.

Mein Vorschlag: lass doch die Juristerei. Gib ihm das Bargeld und sag ihm, Recht ist das nicht, aber Du machst es trotzdem um des lieben Freiden Willens. Und sag ihm, dass das Verhalten des Sohnes nicht korrekt war und dass der Sohn Hausverbot hat und nicht noch mal kommen soll.
Alles andere führt nur zu negativer Publissity und womöglich zu einem Rechtsstreit, der hohe Kosten verschlingt.

Lg Leeni

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