Home / Forum / Recht & Unrecht / Hilfe - verschuldet durch Schmerzensgeld Klage

Hilfe - verschuldet durch Schmerzensgeld Klage

9. Februar 2007 um 18:04 Letzte Antwort: 16. Februar 2007 um 11:11

Hallo ihr Lieben,

ich weiß einfach nicht mehr weiter. Bin mit den Nerven total am Ende. Ich hoffe ich bekomme hier ein paar gute und aufmunternde Tipps.

ich bin im Zuge einer Gesamtklage auf Schmerzensgeld veklagt worden.

Beklagte 1) ich als Fahrerin 75.000,00 Euro

Beklagter 2) mein Vater als Fahrzeughalter 25.000,00 Euro

Beklagter 3) unsere Versicherung 25.000,00 Euro

Der Unfall ereignete sich im Mai 2005. Meine Beifahrerin erlitt zwei
Rippenfrakturen und auch ihr Brustbein wurde beschädigt.

Meine Rechtschutzversicherung teilte mir mit dass sie bereits ihren
Anwalt eingeschaltet haben und mich erstmal um nichts kümmern müsse.
Ich habe allerdings einen richtigen Schock bekommen als ich die Summe
gesehen habe.
Wer muss das Schmerzensgeld zahlen? Ich persönlich aus meiner Tasche?
Zur Zeit des Unfalls war ich 22 Jahre alt und Studentin und damit
sowohl bezüglich Rechtsschutz- als auch Haftpflichtversicherung über
meine Eltern versichert. Kommt die Versicherung für diesen Schaden
auf?
Ich bin richtig verzweifelt. Wenn ich diesen Betrag aus eigener
Tasche bezahlen muss, bin ich für den Rest meines Lebens verschuldet.

Was mich vor allen Dingen ärgert ist, das die Klägerin, meine damals beste freundin es sich seit dem unfall und nach ihrem krankenhausaufenthalt richtig gutgehen lässt.
Angeblich hat sie Depressionen, Beklemmtheitsgefühl und Zukunftsnagst und kann deshalb auch nicht mehr arbeiten gehen.
Die Realität sieht so aus, dass sie von meiner Versicherung ja bereits genug für Arbeitsausfall und Arztkosten kassiert hat, sich davon ein neues Auto und zwei Schönheits-ops bezahlt hat und jedes we auf irgendwelchen partys ist. so depressiv kann sie wohl nicht sein,oder?

Sorry für den langen Text, aber ich brauche jetzt einfach ein paar meinungen dazu.

Vielen Dank
Eure Nandini

Mehr lesen

12. Februar 2007 um 20:55

Hallo Nandini
Keine Angst, das Schmerzensgeld bezahlt die Versicherung.

Bezüglich aller weiterer Fragen wäre das hier unerlaubte Rechtsberatung.

Erkundige Dich, welchen Anwalt Deine Rechtsschutzversicherung eingeschaltet hat. Er vertritt Dich und Dein Anliegen. Die Rechtsschutzversicherung hat ihn nur ausgesucht, weil sie ihn ja auch für Dich bezahlt. Es ist aber Dein gutes Recht, mit ihm zu sprechen und auch Deine Wünsche/Bedenken zu äußern.

Setze Dich einfach mal mit ihm in Verbindung. Er hilft Dir in all Deinen Fragen weiter und das kostet auch nichts extra.

Viel Erfolg!!
Miss Sixty

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Februar 2007 um 11:02
In Antwort auf taylor_12348944

Hallo Nandini
Keine Angst, das Schmerzensgeld bezahlt die Versicherung.

Bezüglich aller weiterer Fragen wäre das hier unerlaubte Rechtsberatung.

Erkundige Dich, welchen Anwalt Deine Rechtsschutzversicherung eingeschaltet hat. Er vertritt Dich und Dein Anliegen. Die Rechtsschutzversicherung hat ihn nur ausgesucht, weil sie ihn ja auch für Dich bezahlt. Es ist aber Dein gutes Recht, mit ihm zu sprechen und auch Deine Wünsche/Bedenken zu äußern.

Setze Dich einfach mal mit ihm in Verbindung. Er hilft Dir in all Deinen Fragen weiter und das kostet auch nichts extra.

Viel Erfolg!!
Miss Sixty

Das ist...
...ja Horror und ich kann Deine Panik im ersten Moment absolut nachvollziehen!

Aber meine Vorschreiberin hat Recht: dafür ist ja die Kfz.-Haftpflichtversicherung vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben, damit im Falle eines Schadens solche Fälle abgedeckt sind.

Die Versicherung wird zahlen, keine Sorge, dafür zahlst Du ja schließlich den Beitrag.

Es kann höchstens sein, dass sie versucht, die Forderung (notfalls gerichtlich) zu reduzieren, falls sie übertrieben hoch bzw. unberechtigt ist, aber darum kümmert sich die Versicherung und damit hast Du nichts zu tun (außer dass Du darüber informiert wirst).

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. Februar 2007 um 16:01

Hi
Mach Dir erst mal keine Sorgen. Du bist ja erst mal nur verklagt worden. Wie das ausgeht, muss man sehen. Insbesondere wenn Du tatsächlich beweisen könntest, dass die angeblich so Traumatisierte gar nicht traumatisiert ist.

Aber ist auch egal: Zahlen tut das immer die Versicherung. Du wirst zwar formell mit verklagt, aber eigentlicher Gegner ist immer die Versicherung.
Dass Du mit verklagt wirst, hat übrigens einen ganz einfachen Grund. Wenn Du selbst Beklagte bist, kannst Du nicht zugleich Zeugin sein. Der Kläger schaltet also so einen Zeugen aus.

Was ich übrigens nicht verstehe, warum Ihr anscheinend auf unterschiedliche Beträge verklagt werdet. Das kann eigentlich nicht sein. Man klagt bei mehreren Beklagten immer auf EINE Summe, gerade in solchen Fällen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Februar 2007 um 11:11

...
der Schaden bzw. das Schmerzensgeld beruht darauf dass die Klägerin immer noch über Schmerzen klagt und deshalb nicht mehr arbeiten kann.
Sie ist damals mit der Aussage aus dem Krankenhaus entlassen worden, dass keinerlei Späfolgen enstehen und sie nach der Heilung nicht eingeschränkt sei.
Aus dem momentanen Freundeskreis hört man immer wieder dass es der Dame sehr gut geht, sie allerdings sämtliche Ärzte aufsucht und sich weiterhin beklagt, da sie einfach keine Lust mehr hat zu arbeiten.
Sie war schon damals depressiv und mit ihrem Leben unzufrieden und andauernd in Geldnot.
Für mich ist es ganz einfach Versicherungsbetrug wenn angegeben wird dass die Dame unter Beklemmtheitsgefühl bei Menschenmassen leidet, dann aber 2 - 3 mal die Woche in überfüllten Clubs anzutreffen ist.

Das hat mit rausreden nichts zu tun...
Außerdem kann es mir eigentlich egal sein, wenn die Versicherung bezahlt, aber die Dame hat aufgrund ihrer ganzen Lügerei und Überheblichkeit alle Freunde, die sie damals hatte verloren, nicht wegen dem Unfall. Es geht einfach ums Prinzip.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Teste die neusten Trends!
experts-club

Das könnte dir auch gefallen