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Individuelles Beschäftigungsverbot

31. Dezember 2013 um 15:15

Hallo!

Ich bin ganz neu hier im Forum und würde gern mal eure Meinung hören.
Ich bin in der 16.SSW und habe heute meine Ergebnisse der betriebsärztlichen Untersuchung erhalten. Ich arbeite im Kindergartenbereich und habe einen guten Impfstatus, sodass laut der BA keine Gefährdung besteht.

Nun meine Frage, habt ihr vielleicht Hinweise, wie ich trotzdem (durch andere Stellen) ein Beschäftigungsverbot erhalten kann? Meine Chefin ist leider sehr uneinsichtig und zeigt nur wenig Rücksicht bezüglich meiner Schwangerschaft und den damit verbundenen Problemen (habe starke Übelkeit und Schwindel). Des Weiteren bin ich mit ihrer Gefährdungsbeurteilung nicht einverstanden. So sitzen wir z.B. auf kleine Kitastühle, sprechen mit den Kindern auf Augenhöhe und sie meint trotzdem, dass wir uns ja nicht bücken oder beugen müssten. Da ich nach Terminen arbeite (Frühförderung) habe ich ständig auch Stress und Zeitnot. Meine Arbeit beginnt früh um 6Uhr und dann heißt es von einer Einrichtung zur nächsten eilen. Das ist halt momentan ziemlich anstrengend für mich.

Ich würde mich über euren Rat freuen!
Liebe Grüße Minzi1

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2. Januar 2014 um 0:22

Hallo!
Also mal ganz sachlich gesehen, sehe ich hier keinen Anlass für ein BV.
Du beschreibst eine Tätigkeit, die nichts erkennen läßt, was gegen die Mutterschutzbestimmungen verstoßen könnte.
So gesehen wären die meisten Jobs irgendwie BV-berechtigt.

Also theoretisch haben hier alle recht, wenn es kein BV gibt.

Jetzt aber mal "unsachlich" gesehen, verstehe ich Dich trotzdem
Auch der Hausarzt darf theoretisch ein BV ausstellen (hat meiner in beiden SS gemacht).
Das macht natürlich nur einer, der solche Dinge locker sieht. Aber evtl. kennst Du ja auch so einen Arzt, zu dem man eher nicht geht, wenn es einem wirklich schlecht geht

Ja, und sonst könntest Du Dich immer mal wieder krank schreiben lassen wenns Dir nicht gut geht.

Dein Gyn hat schon abgelehnt, oder?

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2. Januar 2014 um 15:20
In Antwort auf florina911

Hallo!
Also mal ganz sachlich gesehen, sehe ich hier keinen Anlass für ein BV.
Du beschreibst eine Tätigkeit, die nichts erkennen läßt, was gegen die Mutterschutzbestimmungen verstoßen könnte.
So gesehen wären die meisten Jobs irgendwie BV-berechtigt.

Also theoretisch haben hier alle recht, wenn es kein BV gibt.

Jetzt aber mal "unsachlich" gesehen, verstehe ich Dich trotzdem
Auch der Hausarzt darf theoretisch ein BV ausstellen (hat meiner in beiden SS gemacht).
Das macht natürlich nur einer, der solche Dinge locker sieht. Aber evtl. kennst Du ja auch so einen Arzt, zu dem man eher nicht geht, wenn es einem wirklich schlecht geht

Ja, und sonst könntest Du Dich immer mal wieder krank schreiben lassen wenns Dir nicht gut geht.

Dein Gyn hat schon abgelehnt, oder?

Hallo
Danke für deine Antwort. Ja meine Gyn hat bereits vor der betriebsärztlichen Untersuchung gemeint, dass sie mir kein BVausstellen kann, sondern es über den Betriebsarzt geregelt werden soll.

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3. Januar 2014 um 8:04
In Antwort auf minzi12

Hallo
Danke für deine Antwort. Ja meine Gyn hat bereits vor der betriebsärztlichen Untersuchung gemeint, dass sie mir kein BVausstellen kann, sondern es über den Betriebsarzt geregelt werden soll.

Ja nun
leider erkenne ich auch keinerlei Gründe für ein BV. Nur weil einige Schwangeren das zusteht, heisst es noch nicht, dass es ein Muss für jeden ist. Es gibt dafür Voraussetzungen, die bei Dir nicht erfüllt sind. Ich weiss auch nicht, warum hier immer wieder zum Sozialbetrug aufgerufen wird. Klar, wer möchte nicht zu Hause chillen, aber möglichst viel Geld geschenkt bekommen.

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3. Januar 2014 um 21:30
In Antwort auf flyingkat

Ja nun
leider erkenne ich auch keinerlei Gründe für ein BV. Nur weil einige Schwangeren das zusteht, heisst es noch nicht, dass es ein Muss für jeden ist. Es gibt dafür Voraussetzungen, die bei Dir nicht erfüllt sind. Ich weiss auch nicht, warum hier immer wieder zum Sozialbetrug aufgerufen wird. Klar, wer möchte nicht zu Hause chillen, aber möglichst viel Geld geschenkt bekommen.

@ flyingkat
Ich glaube du hast mich da falsch verstanden.Es geht mir nicht um das "zu Hause chillen". Ich habe eher das Problem, dass mir seit Beginn der SS übel ist, ich mich meist mehrmals täglich übergeben muss und ich in der letzten zeit nicht mal 2 Minuten auf der Stelle stehen kann ohne das mir schwindelig wird. Meine Sorge ist halt, dass mir jetzt nur eine Krankschreibung übrig bleibt. Da mein Mann noch Student ist, ist mein Einkommen aber unser Hauptverdienst und somit wäre es schlecht, wenn ich die 6 Wochen übersteige und weniger Geld bekomme. Des Weiteren hatte ich im letzten Juli eine Fehlgeburt und bin daher natürlich um so ängstlicher, ob z.B. alleine der Stress, das heben von Kindern etc. meinem Baby schaden könnte.

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7. Januar 2014 um 16:40

Fa
Sprech mit deinem Fa wenn er es dir austellt kann deine chefin dir garnichts. Ich habe mein BV sofort bei festellung bekommen. Meine chefin war auch nucht begeistert.

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7. Januar 2014 um 16:42

.
Oder du rufst mal beim amt für arbeitsschutz an. Die können dich beraten.

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7. Januar 2014 um 20:36

@cassy
Danke, für den Hinweis.

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8. Januar 2014 um 11:25
In Antwort auf cassy3083

Fa
Sprech mit deinem Fa wenn er es dir austellt kann deine chefin dir garnichts. Ich habe mein BV sofort bei festellung bekommen. Meine chefin war auch nucht begeistert.

Wenn ich es richtig verstanden habe,
hat der FA schon abgelehnt.
Die Ärzte zieren sich sehr gerne wenns um BV geht.

Mein Fall war extrem:
Ich hatte ne Muttermundschwäche mit Frühgeburtsrisiko und durfte laut FA NICHT arbeiten.
Der Fall dürfte doch mehr als klar sein...

Aber nein, es hätte die gesamte SS durch NUR
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigu ngen gegeben, da keine akute Lebensgefahr für das Kind bestand
Zum Glück hatte ich einen entsprechenden Hausarzt an der Hand

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30. März 2015 um 11:49

BV
auch wenn das Thema schon ein Jahr und älter ist, betrifft es ja auch andere, die z.Zt. in derselben Situation sind.

"...habt ihr vielleicht Hinweise, wie ich trotzdem (durch andere Stellen) ein Beschäftigungsverbot erhalten kann? Meine Chefin ist leider sehr uneinsichtig"

Die Arbeitsbedingungen sind ausschließlich Sache des Arbeitgebers. Du kannst froh sein, wenn du den kompletten Immunstatus hast, weil du und dein Kind dann maximal geschützt seid vor den betreffenden gefährlichen Infektionskrankheiten und Krankheitsfolgen, die dem Kind schaden könnten.
Was das Sitzen auf niedrigen Stühlen usw. betrifft, ja das musst du mit dem Arbeitgeber besprechen und ggf. beim Betriebsarzt vorbringen. Vielleicht kann man dir eine andere Sitzgelegenheit zur Verfügung stellen, und den Stress durch eine andere Arbeitsorganisation minimieren. Eine Schwangere muss und kann natürlich nicht dasselbe leisten wie eine Nichtschwangere. Und es darf ihr auch kein Druck auferlegt werden, eine bestimmten Arbeitsumfang in kurzer Zeit erledigen zu müssen.

Diese Dinge können und müssen geregelt werden. Das ist alles kein Grund ein BV anzustreben - und wie jemand anders schon sagte, es wäre Sozialbetrug, gleich ein BV durchdrücken zu wollen.

Sollte also der Arbeitgeber auf deine Bitten hin nicht einlenken, kannst du den Betriebsarzt und die Aufsichtsbehörde um Unterstützung bitten.

Was allerdings Übelkeit und Schwindel betrifft, das sind medizinische individuelle Probleme, für die der Frauenarzt zuständig ist. Er wird normalerweise ein befristetes BV oder eine Krankschreibung für 1-2 Wochen ausstellen, denn die Beschwerden können nach ein paar Wochen abklingen.

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