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Individuelles Beschäftigungsverbot

15. März 2015 um 10:38

Hallo zusammen,

Ich bin 20 jahre jung momentan in der Ausbildung als Industriekauffrau und in der 16. woche Schwanger. Nun habe ich seit Anfang der Ss mit starker Übelkeit und erbrechen zu kämpfen. Dazu kommt das ich sich diese Symptome nach einem Arbeitstag von 7.30-17Uhr mit einer stunde passe drastisch verschlechtern und ich den Tag danach jedesmal Schwindelgefühle habe. Zudem kommt das ich vom sitzen was länger als einer halben Stunde ist extreme nackenschmerzen habe und dadurch ebenso die Übelkeit und der Schwindel verstärkt werden bin seitdem 3 Wochen krankgeschrieben trotz ausreichend trinken und versuchen zu essen hatte ich am Freitag einen Kreislaufzusammenbruch und lag das Wochenende im Krankenhaus. Damit Ihr alles besser nachvollziehen könnt hier noch ein paar Details zum Arbeitsklima. Es wird keine Rücksicht mehr genommen, zudem werde ich seit ein Paar wochen von einer Kollegin gemobbt weil sie denkt sie sei was besseres das nimmt mich alles ziemlich mit und ich kann einfach nicht mehr es wurde schon mit der Kollegin gesprochen und dem ausbilder sowie dem Personalchef doch ändern tut sich leider nichts. Nun bin ich am überlegen aufgrund dessen meinen Arzt wegen einem Beschäftigungsverbot anzusprechen.

Was sind eure Erfahrungen und wie würdet Ihr In dieser Situation reagieren??

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16. März 2015 um 7:23

Danke
Danke erstmal für die Antwort. Ich bin zur Zeit ja krankgeschrieben seit drei Wochen doch leider ist keine Besserung in Sicht.

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17. März 2015 um 13:19


Ich leide seit meiner Kindheit unter Kreislaufproblemen und ja die Übelkeit und das Erbrechen machen das nicht besser. War übers Wochenende deswegen auch im Krankenhaus. . Eine Krankschreibung habe ich bisher schon hinbekommen. Mein Hausarzt meinte auch das ich unbedingt mit dem Frauenarzt reden und nach einem BV fragen. Somit habe ich heute beim FA angerufen und die nette Dame am Telefon meinte, nachdem ich ihr meine Situation erklärt habe, das der Frauenarzt dies normalerweise nicht ausstellt?! Ich bin stinksauer und verzweifelt weil das so einfach nicht mehr weiter geht. Mein Kind hat für mich so oder so oberste Priorität und ich will nicht das er unter dem Stress leidet.! Nun habe ich am Montag trotzdem einen Termin bei meinem FA mal sehen was er sagt. Wenn er sich weigert werde ich den Arzt wechseln müssen da er bei der letzten Untersuchung mir schon etwas desinteressiert für meine Probleme vorkam und in der 15 SSW immer noch eine Vaginalen ultraschall gemacht hat??! Das ist doch nicht normal?

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18. März 2015 um 11:51

Schwierig,
so gesehen würde fast jede Schwangere irgendeinen Grund für ein BV haben. Aber versuchs, vielleicht hast Du ja einen Arzt, der das so locker sieht - ist aber eher unwahrscheinlich.
Evtl. käme ein zeitlich beschränktes BV in Betracht, da sich dein Zustand ja durchaus wieder bessern kann.

Ansonsten, wenn das nicht geht, ist ganz wichtig, dass Du nicht ins Krankengeld rutscht, das zieht einen Rattenschwanz nach sich mit großen finanziellen Einbußen (jetzt und vor allem auch was das Elterngeld angeht).
Also unbedingt nach 6 Wochen krank rechtzeitig eine andere Diagnose nehmen. Lass dich dann vom Hausarzt wegen irgendwas krank schreiben, egal was... Bloß nicht die selbe Diagnose!!

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18. März 2015 um 17:37
In Antwort auf florina911

Schwierig,
so gesehen würde fast jede Schwangere irgendeinen Grund für ein BV haben. Aber versuchs, vielleicht hast Du ja einen Arzt, der das so locker sieht - ist aber eher unwahrscheinlich.
Evtl. käme ein zeitlich beschränktes BV in Betracht, da sich dein Zustand ja durchaus wieder bessern kann.

Ansonsten, wenn das nicht geht, ist ganz wichtig, dass Du nicht ins Krankengeld rutscht, das zieht einen Rattenschwanz nach sich mit großen finanziellen Einbußen (jetzt und vor allem auch was das Elterngeld angeht).
Also unbedingt nach 6 Wochen krank rechtzeitig eine andere Diagnose nehmen. Lass dich dann vom Hausarzt wegen irgendwas krank schreiben, egal was... Bloß nicht die selbe Diagnose!!


Danke für den tollen Rat ich werde drauf achten...

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18. März 2015 um 19:48
In Antwort auf haley_12119892


Danke für den tollen Rat ich werde drauf achten...

Ich hab mich jetzt nochmal erkundigt,
und es ist wichtig dass Du zumindest EINEN tag dazwischen nicht krankgeschrieben bist, damit die 6 Wochen von vorne beginnen.
Egal ob es blöd ist, da einen Tag zu arbeiten dwischendurch, aber es lohnt sich definitiv, denn da gehts echt um viel Geld.

Übrigens kann Dein Arbeitgeber auch ein Beschäftigungsverbot aussprechen, das wäre für ihn dann natürlich auch von Vorteil, da er das Gehalt für Dich dann erstattet bekommt.
Also sprich ihn ruhig drauf an...

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18. März 2015 um 19:50
In Antwort auf florina911

Ich hab mich jetzt nochmal erkundigt,
und es ist wichtig dass Du zumindest EINEN tag dazwischen nicht krankgeschrieben bist, damit die 6 Wochen von vorne beginnen.
Egal ob es blöd ist, da einen Tag zu arbeiten dwischendurch, aber es lohnt sich definitiv, denn da gehts echt um viel Geld.

Übrigens kann Dein Arbeitgeber auch ein Beschäftigungsverbot aussprechen, das wäre für ihn dann natürlich auch von Vorteil, da er das Gehalt für Dich dann erstattet bekommt.
Also sprich ihn ruhig drauf an...

Also
EINEN Tag dazwischen arbeiten und dann eine andere Diagnose...

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18. März 2015 um 22:12
In Antwort auf florina911

Ich hab mich jetzt nochmal erkundigt,
und es ist wichtig dass Du zumindest EINEN tag dazwischen nicht krankgeschrieben bist, damit die 6 Wochen von vorne beginnen.
Egal ob es blöd ist, da einen Tag zu arbeiten dwischendurch, aber es lohnt sich definitiv, denn da gehts echt um viel Geld.

Übrigens kann Dein Arbeitgeber auch ein Beschäftigungsverbot aussprechen, das wäre für ihn dann natürlich auch von Vorteil, da er das Gehalt für Dich dann erstattet bekommt.
Also sprich ihn ruhig drauf an...

?
Weist du vielleicht auch von wem das dann erstattet wird? Weil dann kann ich den Arbeitgeber mal darüber informieren wäre natürlich besser für den Arbeitgeber

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18. März 2015 um 22:53
In Antwort auf haley_12119892

?
Weist du vielleicht auch von wem das dann erstattet wird? Weil dann kann ich den Arbeitgeber mal darüber informieren wäre natürlich besser für den Arbeitgeber

Klar,
wird von der Krankenkasse erstattet.
Und so ein Beschäftigungsverbot wird von den Kassen auch einfach so hingenommen ohne groß die Gründe zu hinterfragen.
Kannst ihm ja vielleicht Infos ausdrucken "BV durch Arbeitgeber" oder so ähnlich googeln.

Klar, für ihn ist es viel besser. Melde Dich bitte wieder wenn du ihn informiert hast, mich interessiert seine Reaktion!!

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20. März 2015 um 21:56

Hmmm
Hier kommen einige Dinge zusammen. Der Arzt wird dich sicherlich bei anhaltender Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufproblemen nicht zurück zur Arbeit schicken. Ob er eine Arbeitsunfähigkeit oder ein Beschäftigungsverbot ausstellt, liegt in seinem Ermessen. Jedenfalls wird er immer nur für eine kurze Zeit ein Attest ausstellen.
Ich würde das Mobbingproblem parallel dazu angehen. In jedem Betrieb muss es jemanden geben, der ein offenes Ohr hat für solche Probleme. Entweder der Chef, die Personalabteilung, der Betriebsrat .... oder auch eine externe Beratungsstelle für Mobbing. Wenn du sagst, dass dich das sehr belastet und dass du deswegen auch oft psychosomatische Beschwerden hast, wird man dir hoffentlich helfen.
Verlaß dich lieber nicht ausschließlich auf die ärztlichen Krankschreibungen. Es kommt nämlich umgekehrt auch oft nicht gut bei Kollegen und Chef an, wenn die Schwangere häufig krank ist. Immerhin müssen andere die liegengebliebene Arbeit zusätzlich erledigen, und wenn die Krankmeldung kurzfristig kommt, muss jemand anders sofort einspringen. Das kann das Arbeitsklima auch belasten.
Ein offener Umgang mit den vorhandenen Problemen wird i.d.R. besser als Flucht.

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21. März 2015 um 11:41


Danke für die Antwort erstmal,

Da ich Azubine bin bekomme ich immer die Arbeit die gerade nicht von den Kollegen in der Abteilung gemacht werden wollen also nur so zur Beschäftigung eigene Kunden habe ich nicht somit hat jeder erstmal wieder sein Normales Geschäft zu machen das mit dem Mobbing ist eben speziell weil ich mun schwanger geworden bin eine andere azubine ist damit eben unzufrieden und klärt das mit mobbing der chef und der Personalchef wissen bescheid doch dagegen tun liegt nicht in ihrem Interesse habe ich das Gefühl

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21. März 2015 um 12:00

Beschäftigungsverbot
Ein Beschäftigungsverbot kann nur das letzte Mittel sein, nachdem alles andere ausgeschöpft wurde. Immerhin muss jemand den Lohn weiterbezahlen, und d.h. diese Kosten schlagen sich auf Dauer für alle Arbeitnehmer in Form von Lohnnebenkosten nieder. Eine offene Aussprache wäre allen Beteiligten dienlich. Immerhin sind auch Azubis gesuchte Fachkräfte, und es wird im Interesse des Betriebes sein, einen Azubi zu halten, auch trotz Schwangerschaft. Dazu kommt noch, dass die Ausbildung ja nicht weitergehen kann, wenn dauerhaft Krankschreibungen oder B.V. vorgelegt werden. Damit fällt dann auch der Berufsabschluß ins Wasser, oder verschiebt sich auf unbestimmte Zeit. Hast du schon die IHK (oder ähnliches) kontaktiert?

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25. Oktober 2015 um 20:53
In Antwort auf florina911

Also
EINEN Tag dazwischen arbeiten und dann eine andere Diagnose...

Funktioniert nicht
da innerhalb eines Jahres die selbe Diagnose insgesamt 6 Wochen bestehen muss. Und wenn du 2 Wochen arbeiten warst, egal, dann kommt man ins Krankengeld! Und irgendeine Diagnose ist auch nicht richtig, wenn nämlich 2 Diagnosen aus einem ähnlichen Bereich kommen (rückenschnerzen und verspannungen oder Depression und Angst...) wird das zusammen gezählt. Und wenn pünktlich alle 6 Wochen eine andere Diagnose kodiert wird,merkt es die Kasse spätestens beim 3. mal und dann viel Spaß beim Stress als Betrügerin, Vortanzen beim medizinischen Dienst und tschüß lieber Arzt....

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