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Ist das rechtens???

2. Juni 2015 um 17:51 Letzte Antwort: 7. September 2015 um 9:34

Ich war auf Wohnungssuche...
vor über einem Monat habe ich mir eine Wohnung angesehen, bei der ich ein paar Tage später auch eine Zusage für diese bekommen habe, ich habe per Telefon auch eingewilligt, die Wohnung zu nehmen. Doch ein paar Tage später habe ich noch eine Zusage für eine andere Wohnung bekommen. Ich beschloss die zweite zu nehmen. Von der ersten Wohnung wurde mir ein MIetvertrag zugeschickt, den ich eine Woche später nicht unterschrieben zurückgeschickt habe mit einem Schreiben, dass ich mich für eine andere Wohnung entschieden habe.
Von der Hausverwaltung hörte ich dann nichts mehr. Bis heute. Es kam ein Brief an, in dem steht, dass ich nun, weil ich die Wohnung nicht nehmen will, trotzdem Aufwendungen entstanden sind: Kauf eines Mietvertrages, Zeitaufwand, kopieren des Mietvertrages, Änderungen der Stammdaten. Für das alles soll ich jetzt 50 + MwSt. bezahlen.
Dabei habe ich nichts unterschrieben.
Darf man sich im nachhinein nicht mehr umentscheiden???
Muss ich die Rechnung für die sogenannten Aufwendungen bezahlen??? Oder wollen die es einfach nur versuchen, mir Geld aus der Tasche zu ziehen und sind sauer, dass ich mich im Nachhinein für eine andere Wohnung entschieden habe???

Bitte um HIlfe!

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5. Juni 2015 um 14:17

Kennen Sie sich damit aus?
Mir wurde zugetragen, dass auch mündliche Verträge oder eben Zusagen, wirksam sind.
Nun sollte ich die Aufwandsentschädigung dafür tragen, da hier Unkosten entstanden sind.
Daher würde ich gerne wissen, ob Sie vom Fach sind, oder es nur eine Meinung ist.

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15. Juni 2015 um 11:56

Schwierig
Also ich hab eauch noch nie gehört das man für sowas zahlen soll, aber ich würde mich evtl. beim Anwalt schlau machen oder beim Mieterschutzbund. Dann bist du auf der sicheren Seite und hast so nicht noch weiteren Ärger! Viel Erfolg

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19. Juni 2015 um 18:49
In Antwort auf philippa144

Kennen Sie sich damit aus?
Mir wurde zugetragen, dass auch mündliche Verträge oder eben Zusagen, wirksam sind.
Nun sollte ich die Aufwandsentschädigung dafür tragen, da hier Unkosten entstanden sind.
Daher würde ich gerne wissen, ob Sie vom Fach sind, oder es nur eine Meinung ist.

....
Naja, leider ist das so nicht richtig.

Natürlich ist ein mündlich geschlossener Vertrag genauso wirksam wie ein schriftlicher, solange keine Schriftformerfordernis vorliegt. Das Fehlen einer solchen ergibt sich bezüglich eines Mietvertrages schon aus 550 BGB.

Es ergibt sich natürlich die Frage der beweisbarkeit *hust*

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21. Juni 2015 um 23:35
In Antwort auf lotta_11969733

....
Naja, leider ist das so nicht richtig.

Natürlich ist ein mündlich geschlossener Vertrag genauso wirksam wie ein schriftlicher, solange keine Schriftformerfordernis vorliegt. Das Fehlen einer solchen ergibt sich bezüglich eines Mietvertrages schon aus 550 BGB.

Es ergibt sich natürlich die Frage der beweisbarkeit *hust*

So und wenn nun das schriftliche fehlt...
oder eben keine Unterschrift geleistet wurde, muss ich dann für die Kostenaufwendungen aufkommen?

Was könnte passieren, wenn man die Aufwendungen nicht bezahlt? Mahnung und dann?

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28. Juni 2015 um 21:18

Zivilrecht
Ich glaube, im Zivilrecht ist es so, dass leider du nun erstmal nachweisen musst, dass die gar keinen Aufwand durch dich hatten. Es ist wirklich schwierig. Grundsätzlich muss ein Mietvertrag für Wohnraum schriftlich geschlossen werden, das wurde er ja hier nicht. Aber er gilt tatsächlich mitunter auch, wenn kein schriftlicher Vertrag vorliegt....allerdings hast du ja schriftlich abgesagt. Was ja völlig in Ordnung ist.
Ich finde es eine Frechtheit, dass die dieses Geld von dir verlangen. Ich würde es jedenfalls nicht zahlen. Es ist wohl wirklich ratsam, mit einem Anwalt zu reden...wenn du ne Rechtsschutzversicherung hast. Ansonsten kostet der wohl mehr Geld als wenn du diese Hausverwaltung bezahlst....

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7. September 2015 um 7:38

Unfassbar
Na dann solen die mal rechtgültig beweisen können, dass du überhaupt zugesagt hast, was sie schwerlich können bei einer blossen vagen telefonischen Aussage. Da kann ja sonst jeder auch am Telefon gewesen sein.

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7. September 2015 um 9:34

Nicht rechtens!
Ich denke auch nicht, dass das rechtens ist! Ohne schriftliche Zusage bist du meiner Erachtens zu gar nichts verpflichtet! Gegen die Zahlung würde ich mich auf jeden Fall wehren! Finde das ziemlich dreist!

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