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Keine Rücksicht in der 13. SSW

4. Juli 2015 um 1:10

Hallo!
Eigentlich bin ich meist gerne auf Arbeit gegangen.
Mittlerweile aber komm ich mir einfach nur noch ausgenutzt vor:
Ich arbeite im Verkauf und da ich ja nicht mehr schwer heben darf, mache ich fast nur noch Kasse.
Nicht selten stehe ich dann da mal 5-6 Stunden am Stück, ohne Möglichkeit, mich hinzusetzen.
Als ich mir letzte Woche einen Stuhl holen wollte, wurde es mir verboten.

Wir haben keine Klimaanlage und selbst, wenn man nur da steht, läuft einem die Brühe, Durchzug gibt es keinen.

Meine Chefin lässt mir kaum Gelegenheit, mich mal hinten im Pausenraum auszuruhen, da sie ständig rauchen geht oder selbst hinten ist, so dass ich im Laden bleiben muss, da er ja nicht unbewacht bleiben kann.

Wir haben bis 20Uhr geöffnet. Und so wird auch unsere Arbeitszeit eingeben.
Obwohl in unseren Verträgen ausdrücklich steht, dass auch die Nachbearbeitungszeit angegeben werden muss.
Heute zum Beispiels bin ich erst um 20:45Uhr raus gekommen - und eigentlich darf ich ja nach 20 Uhr nicht mehr arbeiten - aber wie gesagt, das Problem wird elegant umschifft, indem dies einfach nicht mehr als Arbeitszeit gilt.

Und zu guter Letzt:
Meine "oberste" Chefin weiß seit ca. 8 Wochen, dass ich schwanger bin.
Allerdings hat sie es in der ganzen Zeit nicht geschafft, mit mir die Gefährdungsbeurteilung durch zu gehen.

Ich hatte letztes Jahr schon eine Fehlgeburt und ich möchte nicht, dass dieses Mal wieder etwas schief geht... aber ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll!

Meine Chefin ist genervt von mir und scheint es mir übel zu nehmen, dass ich schwanger bin. Sie hat absolut kein Verständnis für mich.
Manchmal fühle ich mich fast schon gemobbt und bin abends, wenn ich heim komme, fertig mit den Nerven.
Letzte Woche musste ich mich zusammen reißen, um nicht auf Arbeit los zu heulen...

Was würdet ihr an meiner Stelle tun oder habt ihr vielleicht sogar schon mal etwas Ähnliches erlebt?

Danke schon mal für eure Antworten!

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4. Juli 2015 um 8:56

Einfache Lösung
ich möchte nicht, dass dieses Mal wieder etwas schief geht... aber ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll!

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Es gibt dafür eine einfache Lösung. Jede Schwangerschaft muss der Aufsichtsbehörde (meist Gewerbeaufsicht) gemeldet werden, und die kümmert sich auch um die Einhaltung der mutteschutzrechtlichen Vorschriften.

Diese sind:

höchstens 8,5 Stunden tägliche Arbeitszeit
nicht nach 20 Uhr
Schwangere muss Gelegenheit haben sich jederzeit kurz hinzusetzen, sogar hinzulegen
kein Druck bezüglich Arbeitsleistung
Temperaturen max 26-29, je nach Luftfeuchte.

Der Arbeitgeber muss sofort bei Bekanntwerden der Schwangerschaft die Gefährdungsbeurteilung machen.

Wenn dies alles nicht klappt, rufst du einfach die Aufsichtsbehörde an und die werden sich dann kümmern.

Kein Grund sich zu quälen und zu ärgern! Spar dir die Nerven und Kräfte für die Geburt!!

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