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Kind mit Hilfe Samenspende - fianzielles

12. Februar 2013 um 1:22

Guten Abend liebe Forenmitglieder,

schon seit längerer Zeit spiele ich mit dem Gedanken mit Hilfe einer privaten Samenspende meinen langjährigen Kinderwunsch zu erfüllen. Ich habe dies auch mehrfach kritisch beleuchtet und bin nun zu dieser Entscheidung gelangt.

Ich bin berufstätig. Allerdings stellt sich mir nun die Frage, was für finanzielle Unterstützung es gibt, wenn das Kind da ist. Mir ist es selbstverständlich klar, dass man vom Spendervater kein Geld verlangt- somit hat man weder Anspruch auf Unterhalt noch Unterstützung vom Jugendamt. Sehe ich es richtig, dass demzufolge lediglich das Kindergeld übrigbleibt? Damit ist es aber doch recht schwer ein Kind abzusichern (okay, es gibt natürlich erspartes, aber..).

Wäre sehr lieb wenn ihr einige Informationen für mich hättet.

Liebe Grüße
Wunschmami

PS: Mir ist es klar, dass viele Menschen dem Thema Samenspende sehr kritisch gegenüber stehen und ich kann das durchaus nachvollziehen. Allerdings interessieren mich gerade eben die fianziellen Aspekte.

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27. Februar 2013 um 12:06


Es ist völlig egal, ob du dein Kind durch Samenspende oder durch den natürlichen Vorgang bekommst, da gilt natürlich das gleiche Gesetz. Du bekommst für das Kind Kindergeld sowie Elterngeld, sofern du Elternzeit nimmst. Sofern du nicht unter der Bemessungsgrenze verdienst, bekommst du kein ALG 2, Wohngeld oder sonstiges. Am Ende müssen alle Eltern sehen, wie sie ihr Kind ernähen und großziehen können.

Übrigens ist es theoretisch möglich, den Samenspender auf Unterhalt zu verklagen (du erfährst ja seine Identität). Habe dazu neulich eine interessante Radiosendung gehört. Allerdings kam es wohl noch nie zu so einer Klage.

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27. Februar 2013 um 12:36
In Antwort auf nerocorleone86


Es ist völlig egal, ob du dein Kind durch Samenspende oder durch den natürlichen Vorgang bekommst, da gilt natürlich das gleiche Gesetz. Du bekommst für das Kind Kindergeld sowie Elterngeld, sofern du Elternzeit nimmst. Sofern du nicht unter der Bemessungsgrenze verdienst, bekommst du kein ALG 2, Wohngeld oder sonstiges. Am Ende müssen alle Eltern sehen, wie sie ihr Kind ernähen und großziehen können.

Übrigens ist es theoretisch möglich, den Samenspender auf Unterhalt zu verklagen (du erfährst ja seine Identität). Habe dazu neulich eine interessante Radiosendung gehört. Allerdings kam es wohl noch nie zu so einer Klage.

Oh doch,
zu solchen Klagen ist es schon gekommen und zwar bei genau der "privaten Samenspende". Einzig bei Kindern die via anonymer Samenspende gezeugt wurden kam das bislang noch nicht vor, weil die Reproduktionsmediziner/Praxen dicht gehalten haben und die Daten teilweise vernichtet sind, sie also gar nicht mehr sagen können, wer nun der Vater ist.

Dazu kommt, daß die Kinder aus anonymen Samenspenden ja einen Vater haben und erstmal diese Vaterschaft anfechten müssten und aufheben lassen, damit sie Unterhalts- und Erbansprüche an den biologischen Vater stellen können. Das wird ein Kind/Jugendlicher eher nicht tun, denn der soziale Vater ist halt der Vater.

Aber wer weiss wie das jetzt in Zukunft aussieht, wenn Kinder das Recht haben ihren biologischen Vater genannt zu bekommen, wie neulich in einem Urteil ergangen. Als Mann würde ich alles, nur keinen Samen spenden. Allein die Vorstellung, daß da irgendwann mal ein Fremder vor meiner Tür steht, der mich "kennenlernen" will, würde mich abschrecken. Genau so das dieser/e (können ja mehrer Kinder sein) theoretische Erbansprüche gegen mich haben. Wie sollte ich das meiner ggf. existierenden Familie erklären. Nene, das wäre mir als Mann zu riskant, und hätte ich in er Vergangenheit Samen gespendet, dann würde ich die Vernichtung dieses Spermas beantragen.

Und an die TE: Wenn du unbedingt allein ein Kind möchtest, dann gehe nach Dänemark. Dort kannst du dich anonym befruchten lassen. Kostet zwar Geld, aber wenn du finanziell so abgesichert bist, daß du allein ein Kind großziehen kannst ohne staatliche Unterstützung und ohne Unterstützung eines zweiten Elternteiles, dann dürften die Kosten für die künstliche Befruchtung ein Klacks dagegen sein.

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27. Februar 2013 um 19:56

Dank
Guten Abend,

lieben Dank für Euere Antworten.

Okay, dann weiß ich nun auf welche finanziellen Aspekte ich Anspruch habe. Ich habe mir diesbezüglich nun auch Informationsmaterial zuschicken lassen, um wirklich genau informiert zu sein.
Weil ich finde man sollte schon über alles wie Finanzen gut Bescheid wissen bevor man sich für einen solchen Schritt entscheidet. Man möchte ja auch, dass das Wunschkind dann bestmöglich abgesichert ist. Und die Elternzeit werde ich für den Kleinen oder die Kleine auf jeden Fall in Anspruch nehmen.

Logischerweise ist es bei privaten Samenspendern theoretisch möglich den Spender auf Unterhalt zu verklagen: was ich allerdings nicht machen würde, weil der Spender ja einem auch eine gewisse Portion Vertrauen entgegnbringt. Das gehört nicht ausgenutzt!

Amylaia, das was Du berichtest haben auch Freunde von mir wiedergegeben als ich mit ihnen das Thema angesprochen habe. Auch kann ich diesen Gedankengang vollkommen nachvollziehen.

Das mit einer künstlichen Befruchtung in Dänemark habe ich auch bereits überlegt, bin aber für mich (nach über einem Jahr Überlegung) zu der Entscheidung gekommen, dass ich es besser finde den Spender (YES-Spender) persönlich zu kennen und zu schauen, dass die Person, die dann ja der biologische Kindesvater ist, auf mich einen sympathischen und für mich "passenden" Eindruck macht. Und auch nichts dagegen hat evtl das Kind später- wenn aus der Seite des Kindes Interesse besteht- kennen zu lernen.

Ich sende Euch liebe Grüße und wünsche noch eine schöne Woche,

Wunschmami

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