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Kindesunterhalt von studierendem neuverheirateten Vater

29. September 2015 um 13:24

Hallo zusammen. Ich bin mit meinem Latein am Ende und brauche dringend einen guten Rat. Ich bin vom Vater meines minderjährigen Kindes getrennt und wir sind beide neu verheiratet. Es gibt einen Titel über den Mindestunterhalt und der Unterhalt wurde auch gezahlt bis er seine Ausbildung verloren hat, weil er eine Sportprüfung nicht bestanden hatte. Danach erhielt ich Unterhaltsvorschuss bis er eine neue Stelle gefunden hatte und die Unterhaltszahlung weiter ging. Nun hat der Vater ein neues Studium begonnen und die Unterhaltszahlungen eingestellt. Als ich erneut Unterhaltsvorschuss beantragt hatte, wurde mir gesagt dass es sich um eine zweitausbildung handelt und nur unter besonderen Voraussetzungen möglich wäre. Als ich kurz darauf geheiratet habe wurde diese Zahlung natürlich eingestellt. Zeitgleich habe ich das Jugendamt darüber informiert dass der Vater auch heiraten wird. Mir wurde gesagt dass das irrelevant sei weil das Einkommen des Ehepartners nicht zur Berechnung zählen würde. Und die zweitausbildung wurde anerkannt dass weil er die erste wegen Verletzung verloren hätte. Der Unterhaltstitel wurde rückwirkend für die zeit des Studiums auf 0 herabgesetzt. Es bestand zwar eine Verletzung, aber das war erst nachdem er bereits 1 mal durchgefallen war. Das Studium des Vaters dauert 9 Semester, ich erhalte weder Unterhalt noch Unterhaltsvorschuss und das Jugendamt weigert sich das Familieneinkommen zu prüfen und das selbstverschulden des Vaters bzlg der nicht bestandenen Prüfung zu prüfen. Auch ein Anwalt konnte bisher nicht weiter helfen da ich nur einen beratungshilfeschein und keine Prozesskostenbeihilfe erhalten habe. Der Vater muss zudem die notwendigen Unterlagen nicht beim Anwalt einreichen weil ja das Jugendamt noch mit den Unterhaltsanliegen betraut ist. Entziehe ich dem Jugendamt seine Zuständigkeit ist der Titel aber auch ungültig. Was kann ich tun um das Jugendamt dazu zubewegen diese Prüfungen vorzunehmen? Oder wo kann ich rechtlichen Beistand erhalten, der sich bezahlen lässt?
Vielen Dank schon einmal im Voraus!

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5. Oktober 2015 um 20:03

schockierend
Um ehrlich zu sein bin ich geschockt, was du schreibst. Du soweit ich weiß, solltest du zumindest Prozesskostenbeihilfe erhalten.

Der Vater wird aber wahrscheinlich aus obigem Anlass nichts zahlen, da er ja selbst nichts verdient. Und daher kann er auch nichts abgeben. Er muss soweit ich weiß nur was von seinem eigenen Verdienst abgeben. Bei Studenten entsprechend schwirig

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8. Oktober 2015 um 11:41

Ich seh das irgendwie anders!
Selbst wenn er selbstverschuldet durch die Prüfung gefallen wäre - was dann? Soll er dann den Rest seines Lebens als Hiwi arbeiten?

Und dass das Einkommen des neuen Partners nicht zählt ist ja, mal ganz neutral betrachtet, auch gerecht.

Moralisch betrachtet lebt ihr eine Familie und du kannst dich ganz glücklich schätzen dass du dein Kind bei Dir hast. Du würdest sicherlich niemals mit ihm tauschen wollen, selbst wenn er der weltbeste Vater wäre.

Mütter oder auch Väter, die mit der Mutter liiert sind, werden nicht wie Schwerverbrecher behandelt, wenn sie ihre Kinder nicht selbst ernähren können.
Übrigens, auch wenn sich ein Vater aus dem Staub macht, ich glaube die meisten berührt es sehrwohl dass sie ein Kind haben, welches nicht bei Ihnen lebt. Ich jedenfalls würde niemals mit einem Unterhaltspflichtigen tauschen wollen, denn der ist meiner Meinung nach doppelt gestraft.

LG und alles Gute!

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