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Kündigung / wird kita

2. Februar 2013 um 17:25

Wir sind eine junge Familie und wohnen im Herzen von Berlin Pankow in einer alten Stadtvilla in der eigentlich 5 Familien mit Kinder Platz hätten. Es ist sehr schön gelegen und bietet kurze Wege in die Schule / Kita / zum einkaufen und auch in die City! Das Haus verfügt über 2 große gärten in denen alle Mieter ihr eigenes Stück hätten! Eine tolle Nachbarschaft und ein sehr gutes soziales Umfeld!
Nun ist der fall eingetreten das dieses Haus verkauft wurde und die neuen Eigentümer hieraus eine Kita machen wollen! In dem Zuge würden alle Mieter gekündigt. Einige Parteien haben eine hohe Abfindung erhalten und sind ausgezogen.
Für uns ist eine sehr geringe Abfindung geboten würden die nicht einmal die kosten eines Umzuges decken würde! Mal abgesehen davon das wir massive Probleme haben eine neue Wohnung in bezahlbarer miethöhe zu finden! Unser Kind kommt im Aug. In die Schule und wir möchten den Schulweg auch so Kurz wie möglich halten. Auch um zu unserer jeweiligen Arbeit zu kommen ist es von hieraus eine gute Anbindung. Das ist sehr wichtig für uns! ( die Betreuung unseres Kindes ist so optimal gesichert!)
Wir sind erschüttert darüber das es so einfach ist ein Mietshaus zu kaufen und daraus ein Gewerbe zu machen!
Es gibt hier eine Menge Gewerbeflächen an denen man hätte bauen können!
Das Problem das wir jetzt haben ist das wir noch kein neues Zuhause gefunden haben und die letzten im Haus sind!
Nun werden wir mit Schikanen wie kein Wasser zeitweilig, keine Beleuchtung mehr im Haus , Hof und Gehweg, große Müllcontainer im Garten und ein von hinten weggebaggertes Haus zu kämpfen haben!
Dazu kommen jetzt noch Drohungen des Bauleiters die uns mit unserem Kind echt Angst machen!( ich Hacke die Gasleitung an dann sparen wir uns das abreißen ) und einiges andere!

Was können wir tun oder wie sollten wir uns verhalten um hier möglichst unbeschadet eine Einigung zu finden?


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4. Februar 2013 um 8:02

Verhandelt mit dem Eigentümer
lasst euch den Umzug finazieren und handelt eine ordentliche Abfindung aus. Kauf bricht nicht Mite. Allerdings müsst ihr euch im Klaren sein dass ihr letztendlich raus müsst. Allerdings könnt ihr das (sehr) lange hinziehen. Dem Eigentümer ist aber daran gelegen euch schnell raus zu bekommen. Bis dahin müsst ihr eben durchahleten und die Schiaknen ertragen. Diese protokolliern und dem Vermieter meitteilen. Eventuelle eine Mietminderung geltend machen.

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4. Februar 2013 um 12:08

Kita will junger Familie ihr Zuhause nehmen.
Hallo Ariane

Ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und ich kenne einen ganz ähnlichen Fall, auch in Pankow.
Vielleicht kann ich Dir mit unseren Erfahrungen weiterhelfen ?

Wir wohnen nicht selbst in Berlin,aber wir sind die Besitzer eines vermieteten Hauses, neben dem ebenfalls eine Kita gebaut werden soll.
In unserem Haus wohnen seit vielen Jahren drei nette Mietparteien : 2 Familien mit Kindern, und ein älteres Ehepaar.
Einer der Mieter arbeitet regelmäßig nachts und kommt erst gegen 4 Uhr morgens zurück. Alle drei Familien haben ihre Wohnungen damals ausgesucht, weil sie, auch teils aus gesundheitlichen Gründen, unbedingt eine ruhige Lage mit Garten brauchten.

Plötzlich wurde das Nachbarhaus verkauft an eine Firma namens Pankower Früchtchen , Inhaberin Frau Carmen Urrutia.
Das Nachbarhaus soll entkernt werden und eine Kita gebaut werden.
Mir wurde damals von Frau Urrutia gesagt, es kämen ca. 80 Kinder, unseren Nachbarn sagte sie, es seien ca. l20 Kinder, aber auf ihren Bauplänen steht eine dreistellige Zahl, sieht aus wie 185 Kinder.

Ich habe die Besitzerin dieser Firma, Frau Urrutia, schon vor Monaten schriftlich gebeten, mir zu sagen, wie viele Kinder denn nun geplant seien.
Frau Urrutia hat meine Frage, wie alle anderen Fragen auch, bis heute einfach nicht beantwortet.

Ich habe darauf hingewiesen, daß unsere Mieter, teilweise auch aus gesundheitlichen Gründen, Ruhe brauchen, aber auch das war anscheinend für die Pankower Früchtchen unwichtig.

Die Kita soll ab 6 Uhr morgens geöffnet sein.
Unser Mieter, der zusätzlich aus gesundheitlichen Gründen bei offenem Fenster schlafen muß, hätte dann gerade mal 2 Stunden Zeit zu schlafen, bevor dann 185 (?) Kinder an seinem Schlafzimmer vorbei in das Haus gebracht werden.

Die Strasse ist sehr eng und es gibt schon jetzt ständig Verkehrsprobleme. ( Herrmann-Hesse-Straße, nähe Pastor-Niemöller-Platz, Du kannst ja mal googeln und Dir dieses schmale Straße ansehen.)
Wenn ich mir vorstelle, daß da morgens und abends zusätzlich über 100 Autos, Fahrräder usw. parken wollen, dann gute Nacht.

Unsere Mieter haben bereits wegen einer Lärmschutzlösung bei Frau Urrutia nachgefragt, aber bis jetzt vergeblich. Auch keine Antwort von den Pankower Früchtchen bekommen.

Alle drei Familien haben sich ihre kleinen Gärten mit viel Liebe und Arbeit selbst angelegt, aber wenn da 185 Kinder, nur durch einen Maschendrahtzaun getrennt, im Kita-Garten spielen, dann wars das mit der Erholung.

Eine junge Familie mit Kind in dem Nachbarhaus, das Kita werden soll, ist schon total fertig mit den Nerven : ihnen wurde gekündigt und sie wurden mit Methoden, die ich hier nicht veröffentlichen möchte, zum Auszug gedrängt, obwohl sie unbedingt wohnen bleiben wollen.

Um es ganz klar zu sagen:
Ich habe selbst 2 Kinder, die auch in einer Kita waren, und es ist schön, wenn es viele Kinder gibt, sie sind unsere Zukunft.
Natürlich sind Kitas absolut notwendig.
Und Kinder müssen toben und schreien können, das ist normal und wichtig für ihre gesunde Entwicklung.

Aber: nur ein paar Häuser weiter ist bereits eine große Kita, also ist der Bedarf in dieser Straße schon gedeckt.

Inwieweit die übliche Subventionierung von Kitaplätzen hier eine Rolle spielt, weiß ich nicht, dazu möchte ich mich auch nicht äußern.

Was mich ärgert : da werden die berechtigten Interessen der Nachbarn und auch der jungen Familie in dem entsprechenden Haus hinweggefegt und rücksichtslos die Baupläne durchgezogen, ob eine junge Familie ihr Dach über dem Kopf verliert oder nicht.

Nach außen heißt es dann, ach wie schön und sozial, da kümmert sich jemand um die Kinder und schafft Kitaplätze und in Wirklichkeit werden Geschäfte gemacht auf Kosten der Familien in der Nachbarschaft.

Ich möchte noch mal betonen, daß wir nicht selbst in unserem Haus wohnen und daher von den zukünftigen Problemen nicht selbst betroffen sind.
Aber wir haben sehr nette Mieter in unserem Haus und ich finde es persönlich einfach total unsozial, wie durch die Firma Pankower Früchtchen über die Interessen der Nachbarn hinweggegangen wird.

Eure Fälle sind sehr ähnlich.

Die junge Familie hat einen Anwalt eingeschaltet, und das würde ich Dir auch dringend raten.
Wenn Du willst, kann ich gerne den Kontakt zwischen Dir und unseren Nachbarn herstellen, vielleicht könnt Ihr Euch gegenseitig unterstützen.

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