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Kündingungsfrist bei solchen mängeln???

10. Februar 2006 um 4:39

Hallo,

ich habe seid juni 05 meine erste eigene wohung.ich war damals froh überhaupt eine wohung bekommen zu haben denn ich habe geglaubt als hartz 4 empfänger hat man schlechtere karten bei der wohnungsuche,also waren mir kleine mengel mehr oder weniger egal.dazu kam noch das ich keine kaution zahlen musste (kam mir damals sehr gelegen.die wohnung war ziemlich heruntergekommen (wie das ganze wohnhaus) also war auch eine renovierung notwendig d.h streichen,laminat usw.ich war ersteinmal zufrieden mit der wohnung und dann fing es damit an das der vermieter mir bewusst nicht gesagt hatte wieviel heizkosten und strom für die wohnung zu zahlen sind (denn ich habe geglaubt dass wie der vermieter mir sagte ''alles'' im preis/miete drinn ist).nach drei monaten kam dann die vormieterin und wollte plötlich 330 euro von mir da sie vergessen hatte strom u. gas bei den stadtwerken abzumelden.die ich natürlich nich gezahlt hatte.habe dann alles richtig angemeldet usw.

Die Mängel:

die nachbarn stellten sich als wahre tyrannen raus:
jeden tag betrunken,krach bis in die nacht (bis 5.00h),schlägereinen,türeneintreten,hundegebell.nu-n bin ich echt nich spießig (bin 21j) aber das geht dann doch zu weit.
als es kälter wurde viel mir auf das trotz heizung auf volle bude (25.c) es trotzdem kalt blieb dann entdeckte ich ein riesen loch im fensterahmen.
hinzu kam das sich die abstellkammer tür nicht mehr öffnen lies (wohl verzogen wegen der kälte).
als es dann das erstemal regnete bemerkte ich ein riesen wasserfleck an der küchendecke.
ich kann meine wohungstür nicht abschließen denn das schloss ist defekt.
kaum eine steckdose funktioniert oder ragt samt kabel aus der wand.
in den türen sind faustgroße löcher (die vorher mit weißen aufklebern vertuscht wurden)
wichtige post wird bewusst mitgenommen ,bevorzugt amtliche schreiben und ich finde sie geöffnet 1-2 wochen später im hausflur (ich kann nur vermuten das es die mieterin ist die ich wegen lärmbelästigung angezeigt habe aber ich kann es nicht beweisen)denn briefkästen gibt es hier nicht.
der nachbar gegenüber ist ein aktenkundiger spanner (er kann ganau in mein w.z schauen)

also lebe ich z.z in einer kalten feuchten wohnung.der zwangsverwalter (denn der vermieter ist mittlerweile insolvent) weigert sich die mängel zu beheben bzw ich werde immer wieder vertröstet.ich werde den mietvertrag in den nächsten tagen kündigen.

Hier nun meine frage:
ist es möglich die 3 monatige kündigungsfrist zu umgehen oder zu verkürzen (wegen der mängel)?????ich habe zu lange gezögert und gehofft das sich jemand kümmert aber da war ich wohl ziemlich naiv ich bin ziemlich verzweifelt und werde wohl auch den mieterschutzbund aufsuchen bzw beitreten (müssen).aber ich dachte vieleicht bekomme ich ja hier im vorfeld ein paar brauchbare antworten.

danke schon im voraus


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12. Februar 2006 um 17:01

Fristlose Kündigung
Hallo, ich bin ziemlich sicher, dass du angesichts all der aufgezählten Mängel die Wohnung fristlos, also ohne Einhaltung der Kündigungsfrist schriftlich kündigen kannst.
Eines verstehe ich nicht, dass du bis auf die schrecklichen Nachbarn, offenen Auges in diese Wohnung eingezogen bist. Das waren doch alles sichtbare Mängel.
Die Mängel hast Du hoffentlich auch alle schriftlich der Hausverwaltung mitgeteilt und eine Frist zu deren Behebung gesetzt unter Androhung einer heftigen (mindestens 50%) Mietminderung, die ich schon längst durchgesetzt hätte.
Die Idee mit dem Mieterbund ist gut, aber etwas spät, denn erst nach drei Monaten Zugehörigkeit bekommst du auch Rechtschutz. Aber es ist nie zu spät. Gegen Gebühr bekommt man aber auch so eine Auskunft und ich denke als Hartz IV-Empfängerin bekommst du auch kostenlose Rechtsbereatung beim Anwalt über Dein Bezirksamt, Gemeinde o.ä. .
Ich hatte ähnliche Geschichten durchzustehen und habe sie alle mit Hilfe der Bau- udn Wohnungsaufsicht und meiner langen Geduld sowie meiner Zugwehörigkeit zum Berliner Mieterverein gelöst.
Ich wünsche Dir viel Erfolg jedenfalls
rosaberg

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12. Februar 2006 um 17:52

Hi
Du musst hier ein bisschen aufpassen. Eine fristlose Kündigung ist zwar grundsätzlich bei den von Dir beschriebenen Mängeln möglich.
ABER:
1) Du musst diese Mängel vorher beweisfest Deinen Vermieter mit Fristsetzung zur Abhilfe gemeldet haben. Das heißt Einschreiben.
2) Du kannst Dich dabei nur auf die Mängel berufen, die Du nicht erkennen konntest. Was also nicht geht, ist - übertrieben formuliert - in eine Bruchbude einzuziehen und dann das Hilton zu verlangen. Deine Kündigung kann sich also nur auf die Mängel beziehen, die für Dich selbst in dieser Bruchbude nicht bei der Besichtigung erkennbar waren.
3) Du musst natürlich auch diese Mängel dokumentieren. D.h. Fotos machen, Lärmprotokolle führen etc.

Insgesamt gesehen denke ich, dass Du weniger Ärger hast, wenn Du normal kündigst. Das sind nur noch drei Monte Kündigungsfrist, so dass es absehbar ist.

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