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Mein Arbeitgeber kann mich nicht einstellen und erlaubt mir auch nicht wo anders zu arbeiten

21. Juli 2009 um 14:10

Hallo ihr lieben,
ich hoffe ihr könnt mir helfen. es ist so habe damals bei meinem arbeitgeber 3 jahre elternzeit beantragt und auch genehmigt bekommen. möchte aber jetzt nach 2 jahren wieder arbeiten. habe ihn gefragt ob das bei ihm möglich ist und er sagte nein, weil er ja eine vertretung hat. ist auch ok und sein recht.
so jetzt habe ich mich beim arbeitsamt arbeitssuchend gemeldet und alle unterlagen beigefügt. jetzt brauchen die noch eine bestätigung von meinem arbeitgeben, dass er mich für den arbeitsmarkt frei gibt, das heißt glaube ich "verzicht auf weisungsrecht" oder so.
nun ist das problem er möcht mir diese bescheinigung nicht ausstellen. er sagte mir persönlich und auch der dame vom arbeitsamt. wenn ich kündige zum abschluss der elternzeit, stellt er mir die bescheinigung aus. ich möchte aber nicht kündigen und will einfach nur arbeiten!
diese aktion macht er nur, weil er mir ein reindrücken will, weil ich damals schwager wurde und es ihm nicht passte. meine arbeitskollegin die ich als vertretung ihm gesucht habe, sagte mir, er sei sauer und desswegen will der dir ein auswischen. ich bin sooooo sauer.
toll und jetzt bekomme ich kein arbeitlosengeld und nichts.
kennt sich jemand damit aus? ist er denn nicht verplichtet mir die erlaubnis zu geben wo anders zu arbeiten wenn er mich nicht einstellen kann?

Mehr lesen

22. Juli 2009 um 7:12

Nicht zwangsläufig
das einzige was Dir dann bleibt, ist Arbeitslosengeld zu beantragen. Das kannst Du nachlesen in:
http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Elterngeld-und-Elternzeit,prop erty=pdf,bereich=bmfsfj,sprach e=de,rwb=true.pdf

"...Besteht ein Anspruch auf Teilzeitarbeit?
In Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten besteht ein
Anspruch auf Teilzeiterwerbstätigkeit zwischen 15 und
30 Wochenstunden, wenn keine dringenden betrieblichen
Gründe entgegenstehen. Der Anspruch auf Teilzeiterwerbstätigkeit
besteht, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
I Der Arbeitgeber beschäftigt, unabhängig von der Anzahl
der Personen in Berufsbildung, in der Regel mehr als
15 Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer;
I das Arbeitsverhältnis der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers
in demselben Betrieb oder Unternehmen besteht
ohne Unterbrechung länger als sechs Monate;
I die vertraglich vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit soll für
mindestens zwei Monate auf einen Umfang zwischen
15 und 30 Wochenstunden verringert werden;
I dem Anspruch stehen keine dringenden betrieblichen
Gründe entgegen und
I der Anspruch wurde der Arbeitgeberseite sieben Wochen
vor Beginn der Tätigkeit schriftlich mitgeteilt.
Im Antrag müssen auch der Beginn und der Umfang der
gewünschten Arbeitszeit mitgeteilt werden. Um eine bessere
Planbarkeit zu ermöglichen, soll außerdem die gewünschte
Verteilung der Arbeitszeit enthalten sein. Um den Teilzeitanspruch
während der Partnermonate des Elterngeldes geltend
machen zu können, muss für mindestens zwei Monate
Elternzeit beansprucht werden.
Ist die Arbeitgeberseite mit der Verringerung der Arbeitszeit
nicht einverstanden, kann sie die Zustimmung nur innerhalb
von vier Wochen aus dringenden betrieblichen Gründen
schriftlich ablehnen. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit,
Arbeitslosengeld während der Elternzeit zu beziehen, wenn
der Elternteil den Vermittlungsbemühungen des Arbeitsamtes
für eine versicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung zwischen
15 und 30 Wochenstunden zur Verfügung steht. Nähere Auskünfte
erteilt die zuständige Agentur für Arbeit. Auch wenn
ein Unternehmen nur eine Beschäftigung von weniger als
15 Stunden wöchentlich anbieten kann, obwohl der Elternteil
mehr arbeiten möchte, sollte dieser sich von der Agentur für
Arbeit über eventuell bestehende Ansprüche auf Arbeitslosenleistungen
informieren lassen.
Wenn die Arbeitgeberseite einverstanden ist, kann man auch
bei einem anderen Arbeitgeber oder als Selbstständige bzw.
Selbstständiger Teilzeitarbeit bis zu 30 Stunden wöchentlich
leisten.
In Unternehmen mit bis zu 15 Beschäftigten müssen sich die
Eltern mit der Arbeitgeberseite über die Teilzeitarbeit einigen;
einen Anspruch haben sie nicht nach diesem Gesetz. Auf eine
Teilzeiterwerbstätigkeit mit weniger als 15 Wochenstunden
besteht ebenfalls kein Rechtsanspruch. ..."

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