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Mieterhöhung

9. Januar 2012 um 20:33

Bin ich hier richtig?
Mal sehen ob mir jemand helfen kann.
Okay.ich suchte eine Wohnung vor einem Jahr.Ich fand sie.Mein Vermieter bot mir die Wohnung für 230 Euro brutto an.Ich kündigte daraufhin meine bisherige Wohnung.Dann kam der neue Vermietr und meinte mit 230 Euro kommt er nicht hin er muß 400,-brutto haben.Meine Wohnung war gekündigt und ein Nachmiter da,also kein zurück.Ich willigte ein.Nach 2 Monaten kam der neue Vermieter und meinte ein Jahr lang könne er das machen mit den 400 Euro,doch dann nach Ablauf eines Jahres müßte ich 430 zahlen.Nun ist das Jahr um und er will jetzt 485 Euro.Das klingt nicht gut und verrückt,aber wenn das jemand verstanden hat,so bin ich gespannt auf die Meinungen.
MFG

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10. Januar 2012 um 7:24

Dein Vermieter kann gerne verlangen was er will,
allerdings ist der Mietmarkt kein Wunschkonzert.

Er muss eine Mieterhöhung begründen. Dies kann er z.B dadurch dass er einen qualifizierten Mietspiegel vorlegt aus dem hervor geht, dass für Wohnungen wie deine eben der Preis angebracht ist denn er verlangt. Er kann auch ein Gutachten eines Sachverständigen vorlegen, drei Vergleichswohnungen angeben oder eine Mietdatenbank bemühen. In allen Fällen musst du dieser Erhöhung zustimmen. Wenn du n icht zustimmt, muss er auf deine Zustimmung klagen. Eine Kündigung wegen Mieterhöhung von Seiten des Vermieters ist ausgeschlossen. Darüber hinaus darf die Erhöhung innerhalb von rei Jahren 20% nicht übershreiten. bereits die Erhöhung von 400,- auf 485,- liegt über dieser Grenze. Von der ersten Erhöhung will ich gar nicht reden.

Wenn du noch Fragen hast melde dich gerne auch per PN.

Heiner

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10. Januar 2012 um 8:04
In Antwort auf heiner9999

Dein Vermieter kann gerne verlangen was er will,
allerdings ist der Mietmarkt kein Wunschkonzert.

Er muss eine Mieterhöhung begründen. Dies kann er z.B dadurch dass er einen qualifizierten Mietspiegel vorlegt aus dem hervor geht, dass für Wohnungen wie deine eben der Preis angebracht ist denn er verlangt. Er kann auch ein Gutachten eines Sachverständigen vorlegen, drei Vergleichswohnungen angeben oder eine Mietdatenbank bemühen. In allen Fällen musst du dieser Erhöhung zustimmen. Wenn du n icht zustimmt, muss er auf deine Zustimmung klagen. Eine Kündigung wegen Mieterhöhung von Seiten des Vermieters ist ausgeschlossen. Darüber hinaus darf die Erhöhung innerhalb von rei Jahren 20% nicht übershreiten. bereits die Erhöhung von 400,- auf 485,- liegt über dieser Grenze. Von der ersten Erhöhung will ich gar nicht reden.

Wenn du noch Fragen hast melde dich gerne auch per PN.

Heiner

Mieterhöhung
Vielen Dank für die schnelle Antwort.Was ist PN ?
Mein Vermieter hat ja bisher nur von Erhöhung gesprochen und mir nur ein Schreiben vorgelegt in dem steht,dass er die Miete (Brutto) auf 485 Euro legt.Bisher ist unklar was er als Miete will und was als Vorauszahlung der Nebenkosten.Ich habe einen Mietvertrag von ihm in dem etwas von 400 Brutto steht und davon sind 60 Euro Nebenkosten,die Heizung trage ich selber.Von wiederkehrenden Mieterhöhungen keine Rede.Ich glaube,dass er mehr Nebenkosten will.Rechnungen über die Nebenkosten habe ich noch keine gesehen.Er erzählte was von teuerer Versicherung und Grundsteuern.Was da noch anfallen kann weiß ich nicht.Mit den Abrechnungen für Wasser wird es auch Probleme geben.Ich habe zwar eine Wasseruhr,doch hat er erzählt,dass er die Hauptwasseruhr nutzen will und auf alle seine Mieter teilen will,ich würde da besser fahren.Von meiner Nachbarin habe ich gestern gehört,dass sie Hausmeisterkosten aufgedrückt bekommen hat obwohl wir hier alles selber machen.
Was mir Magenschmerzen macht,da ich mich eigendlich mit niemanden mehr anlegen wollte,ist was kann er machen wenn ich bis zur endgültigen Klärung meine Miete so weiterbezahle wie bisher?

MFG

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10. Januar 2012 um 10:10

Eine Mieterhöhung
muss nicht nur begründet sein, sondern auch angekündigt werden.
Aber eben wie schon Unterfranke meint...informiere dich und fechte es schriftlich an...vllt. mit Unterstützung eines Mietervereins?

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10. Januar 2012 um 11:05
In Antwort auf papafrank

Mieterhöhung
Vielen Dank für die schnelle Antwort.Was ist PN ?
Mein Vermieter hat ja bisher nur von Erhöhung gesprochen und mir nur ein Schreiben vorgelegt in dem steht,dass er die Miete (Brutto) auf 485 Euro legt.Bisher ist unklar was er als Miete will und was als Vorauszahlung der Nebenkosten.Ich habe einen Mietvertrag von ihm in dem etwas von 400 Brutto steht und davon sind 60 Euro Nebenkosten,die Heizung trage ich selber.Von wiederkehrenden Mieterhöhungen keine Rede.Ich glaube,dass er mehr Nebenkosten will.Rechnungen über die Nebenkosten habe ich noch keine gesehen.Er erzählte was von teuerer Versicherung und Grundsteuern.Was da noch anfallen kann weiß ich nicht.Mit den Abrechnungen für Wasser wird es auch Probleme geben.Ich habe zwar eine Wasseruhr,doch hat er erzählt,dass er die Hauptwasseruhr nutzen will und auf alle seine Mieter teilen will,ich würde da besser fahren.Von meiner Nachbarin habe ich gestern gehört,dass sie Hausmeisterkosten aufgedrückt bekommen hat obwohl wir hier alles selber machen.
Was mir Magenschmerzen macht,da ich mich eigendlich mit niemanden mehr anlegen wollte,ist was kann er machen wenn ich bis zur endgültigen Klärung meine Miete so weiterbezahle wie bisher?

MFG

PN = Private Nachricht
Dann soll er dir erst mal mitteilen was er genau erhöhen will, die Miete oder die Betriebskostenvorauszahlung. Eine höhere Vorauszahlung für die Betriebskosten macht durchaus Sinn wenn damit bei der Abrechnung eine saftige Nachzahlung verhindert wird. Allerdings sollte auch hier zumindest mal dargelegt werden wie die höhere Vorauszahlung zustande kommt.

Wenn für deine Wohnung eine sparate Wasseruhr vorhanden ist kann er zur Abrechnung nicht die Hautpwasseruhr heranziehen.

Wenn keine Hausmeister da ist können in der Betriebskostenabrechnung auch keine Kosten dafür geltend gemacht werden.

Heiner

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10. Januar 2012 um 13:50
In Antwort auf heiner9999

PN = Private Nachricht
Dann soll er dir erst mal mitteilen was er genau erhöhen will, die Miete oder die Betriebskostenvorauszahlung. Eine höhere Vorauszahlung für die Betriebskosten macht durchaus Sinn wenn damit bei der Abrechnung eine saftige Nachzahlung verhindert wird. Allerdings sollte auch hier zumindest mal dargelegt werden wie die höhere Vorauszahlung zustande kommt.

Wenn für deine Wohnung eine sparate Wasseruhr vorhanden ist kann er zur Abrechnung nicht die Hautpwasseruhr heranziehen.

Wenn keine Hausmeister da ist können in der Betriebskostenabrechnung auch keine Kosten dafür geltend gemacht werden.

Heiner

Mieterhöhung
Ich sehe schon,dass ich in einer blöden Situation bin.
Als mein Vermieter mir damals die Wohnung für 230 Euro anbot mußte sie noch komplett modernisiert werden.Neue Türen oder überhaupt Türen rein,Bad bauen und Toilette,Laminat usw.Da ich Handwerker bin ließ er mich die Wohnung bauen.Ein damaliges mündliches Versprechen auch neue Fenster einzubauen stritt er im Zuge der Baumaßnahmen ab.Meine Frau stand aber daneben als er mir das sagte.Beim Bau mußte ich also die alten 50 jahre alten maroden fenster aufarbeiten.Die notwendige Zeit ließ er mir nicht dafür und drängelte.Jetzt habe ich also alte neue Fenster und dicht sind die nicht. Für 230 Euro hätte ich das ja alles hingenommen.Aber nun kam er und meinte er käme mit den 230 Euro nicht hin und er müßte 400 Euro haben inclusive der Nebenkosten.Doch das auch nur für ein Jahr und dann hätte ich 430 Euro zu bezahlen.Jetzt ist es eben auch nicht mehr 430 Euro denn er drückte mir einen zettel in die Hand wo er schrieb dass bei der erwarteten Nachzahlung der Betriebskosten eine Geamtmiete von 489 Euro auf mich zukommt.Eine detailierte Abrechnung habe ich noch nicht.
Ich zahle jetzt also 430 Euro und frage mich wie weit das noch geht.430 Euro auf 97 qm von ihm aufgerechnet, ohne detaliert zu wissen was alles in den Betriebskosten steckt.
Ich habe also die Wohnung erstmal allein nachgemessen und kam auf 84 qm.Ich dachte mir,dass das nicht stimmen konnte und habe mit meinem Vater noch mal nachgemessen.Wir kamen auf 85 qm.(Mansardenwohnung unter Berücksichtigung der mietfreien und 50%igen Mietflächen)Jetzt blicke ich gar nicht mehr durch was er berechnet.
Mir fiel dann aber auf nachdem ich meinen Mietvertrag nahm,dass ich aus irgendwelchen Gründen einen Mietvertrag habe mit Mietpreis Brutto von 400,-Euro und ausgestellt auf 60 qm.Ohne die Option auf Mieterhöhung.
Einen Mietvertrag über 97qm habe ich gar nicht.
Was nun?

MFG

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11. Januar 2012 um 7:36
In Antwort auf papafrank

Mieterhöhung
Ich sehe schon,dass ich in einer blöden Situation bin.
Als mein Vermieter mir damals die Wohnung für 230 Euro anbot mußte sie noch komplett modernisiert werden.Neue Türen oder überhaupt Türen rein,Bad bauen und Toilette,Laminat usw.Da ich Handwerker bin ließ er mich die Wohnung bauen.Ein damaliges mündliches Versprechen auch neue Fenster einzubauen stritt er im Zuge der Baumaßnahmen ab.Meine Frau stand aber daneben als er mir das sagte.Beim Bau mußte ich also die alten 50 jahre alten maroden fenster aufarbeiten.Die notwendige Zeit ließ er mir nicht dafür und drängelte.Jetzt habe ich also alte neue Fenster und dicht sind die nicht. Für 230 Euro hätte ich das ja alles hingenommen.Aber nun kam er und meinte er käme mit den 230 Euro nicht hin und er müßte 400 Euro haben inclusive der Nebenkosten.Doch das auch nur für ein Jahr und dann hätte ich 430 Euro zu bezahlen.Jetzt ist es eben auch nicht mehr 430 Euro denn er drückte mir einen zettel in die Hand wo er schrieb dass bei der erwarteten Nachzahlung der Betriebskosten eine Geamtmiete von 489 Euro auf mich zukommt.Eine detailierte Abrechnung habe ich noch nicht.
Ich zahle jetzt also 430 Euro und frage mich wie weit das noch geht.430 Euro auf 97 qm von ihm aufgerechnet, ohne detaliert zu wissen was alles in den Betriebskosten steckt.
Ich habe also die Wohnung erstmal allein nachgemessen und kam auf 84 qm.Ich dachte mir,dass das nicht stimmen konnte und habe mit meinem Vater noch mal nachgemessen.Wir kamen auf 85 qm.(Mansardenwohnung unter Berücksichtigung der mietfreien und 50%igen Mietflächen)Jetzt blicke ich gar nicht mehr durch was er berechnet.
Mir fiel dann aber auf nachdem ich meinen Mietvertrag nahm,dass ich aus irgendwelchen Gründen einen Mietvertrag habe mit Mietpreis Brutto von 400,-Euro und ausgestellt auf 60 qm.Ohne die Option auf Mieterhöhung.
Einen Mietvertrag über 97qm habe ich gar nicht.
Was nun?

MFG

Ich würde......
weiterhin erst einmal die 430,- zahlen. Wenn er mehr will soll er begründen warum.

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15. Februar 2012 um 10:16

Mieterhöhung
Also so einfach geht es nicht. Die Mieterhöhung darf die 20% (höchstens alle 2 Jahre) nicht überschreiten. Auch kommen noch viele andere Faktoren dazu (z.B. Begündung, Vergleichswohnungen). Am besten erkundigst du dich beim Mieterverein. Und er darf nur die Kaltmiete entspr. erhöhen. Die Betriebskosten darf er individuell anpassen.

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