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Mißhandeltes Kind, wie wird es reagieren?

20. November 2008 um 9:23

Hallo, ich brauche dringend Eure Hilfe bei diesem heiklen Thema. Mein Cousin aus Frankreich, hat einen Sohn, heute 7 Jahre alt. Die Mutter des Kindes ist gebürtige Brasilianerin und kam vor 10 Jahren mit ihrer ersten Tochter nach Frankreich. Mein Cousin und sie haben einige Zeit später einen Sohn bekommen. Die Situation ist nicht einfach, und die genauen Gegebenheiten kann ich leider auch nicht zu 100 % widergeben. Die Beziehung ging auseinander mein Cousin zog vom Ursprungswohnort in einen 400 km entfernten Ort wo er sich dann auch selbstständig machte und wieder bei seinen Eltern wohnte.Seinen Sohn holte er regelmäßig ab. Sei es für die Ferien oder Wochenenden. Der kleine war in der Zeit die er bei seinem Vater und Großeltern verbringen durfte sehr glücklich. Bis der Tag kam an dem meine Tante immer mehr bemerkte dass der kleine sich sehr verändert hat, aggresiv wurde, Angst hatte und immer wieder Blutergüsse und blaue Flecken aufwies, wenn er von seiner Mutter kam.Und er wollte nie zurück zu seiner Mutter und Schwester. Es kam wie es kommen sollte, der kleine, damals etwa 2 1/2 malte Bilder die einen das fürchten lehrte. Die Zusammenhänge waren eindeutig, Sexuelle und körperliche Gewalt. Mein Cousin hat alles getan um den kleinen da raus zu holen, er hat den ersten Prozess auch gewonnen, 100% Beweise gab es allerdings nie, das Urteil wurde auf die Erzählungen der Großmutter und des Kindsvaters gefällt. Er durfte nach diesem Urteil nur unter Aufsicht des Jugendamtes zu seiner Mutter, die ihn aber die letzten 2 Jahre nicht holte. Nun, wie das Schicksal so spielt: Mein Onkel, also der Großvater des kleinen, verstarb nach kurzer Krankheit dieses Jahr im Februar, meine Tante kurz darauf im September an Krebs. Der kleine Mannmusste schon soviel durchmachen, nun kam auch noch der Tod seiner geliebten Großeltern dazu. Als ob dies nicht genügen würde, hat seine Mutter Berufung gegen das bestehende Urteil eingelegt, und nun ratet mal: Sie hat die Berufung doch tatsächlich gewonnen. Der kleine muss laut Urteil am 27 Dezember, nach fast 6 Jahren, zurück zu seiner Mutter und Schwester, die ihm soviel Leid angetan haben. Die einzige Möglichkeit das ganze abzuwenden wäre, wenn der kleine vor einem Psychologen endlich redet und sagt was passiert ist, denn bislang hat er kein Wort rausgelassen weil er Angst hat deswegen ins Gefängnis zu kommen. Das hat ihm scheinbar , wie er sagt, seine Schwester eingeredet, diese sagte: Wenn Du jemals erzählst was passiert ist, kommen die Gendarme und sperren dich in Gefängnis ein. Der kleine hat panische Angst davor. Der Anwalt meines Cousins hat gesagt, die einzige Möglichkeit, dass der kleine bei ihm bleiben kann sei, wenn er redet und endlich erzählt was alles passiert ist. Mein Cousin hat Angst, dass der kleine weiterhin schweigt. Er wird ihm morgen die Nachricht, im Beisein der Betreuerin und eines Psychologen , mitteilen, dass er zu seiner Mutter zurück muss, wenn er nicht sagt was passiert ist, und das dies die letzte Chance wäre wenn er redet.
Meine Frage nun: Kennt sich jemand mit Kinderpsychologie aus? Wie wird der kleine reagieren, wird er verstehen, dass er sich öffnen muss? Ich habe solche Angst um den kleinen Mann. Mein Sohn und er sind die besten Freunde, wenn wir dort im Urlaub sind, sind sie unzertrennlich. Wer kann mir helfen, vielleicht einen Tip geben den ich meinem Cousin weiterleiten kann. Vielen Dank. Eure Bigmama0812

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21. November 2008 um 14:48

Doofe Situation
Hallo! Ich bin Erzieherin und kann dir leider nur mittelen, dass man Kind mit solchen Erlebnisse gar nicht von außen so weit beeinflussen kann, dass es über seine schlimmen Erfahrungen spricht. Gerade nicht in so einer kurzen Zeit. Vor allem das Sprechen ist schwierig, also das alles zu formulieren und zu benennen. Kinderpsychologen arbeiten häufig mit Rollenspielen (Puppen) oder über das Malen mit den Kindern. Aber das kann auch wirklich nur ein Kinderpsychologe. Wird der Junge nicht pyschologisch betreut? Generell ist das einfach ein Unding. Vor allem, wenn es einnen vorherigen Gerichtsbeschluss gibt.
Statt zu reden könnte man dem Jungen anbieten es zu malen. An Hand eines Bildes fangen die Kinder eher an über das Erlebte zu sprechen.

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