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Mit 25 Jahren Schulden.

22. Februar 2017 um 12:43

Hallo, ich bin 25 Jahre alt & bin seit beinem halben Jahr ausgelernt.
Alles fing damit an, das ich dringend eine neue Wohnung brauchte, ich habe schon in meiner Ausbildung alleine gewohnt allerdings war die kleine wohnung auch nur ein Zeitmietvertrag den ich nicht verlängern konnte.
ich hatte also kein Geld musste mir ein Dispo einrichten, damit ich die kaution für die neue Wohnung Zahlen konnte, so nun war es so das ich kein Bett hatte also musste ich mir ein Bett kaufen, ich rbaquchte dringend einen Führerschein sonst hätte ich den job nicht weiter machen können. mein konto ist sage und schreibe 2500 euro im Minus.
Ich habe natürlich ein furchtbar schlechtes gewissen, und meine Träume gehen den Bach runter.. und verschieben sich immer mehr nach hinten.
ich will aus dem Dispo raus, habt ihr da vllt tipps für mich ??. ich spare schon wo ich nur kann. mein hauptproblem ist einfach das dass Dispo ja auch ne Menge geld kostet, könnte ich mir vllt einen Kredit aufnehmen so das mein Konto im Plus ist & den nach und nach abbezahlen ?  hat da jemand erfahrung mit ? ich könnte natürlich auch meine Eltern fragen die haben momentan aber auch genug probleme und will sie nicht noch zusätzlich belasten.
dazu kommt das ich bald wieder umziehen muss und das finanziell auch stämmen muss.

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24. Februar 2017 um 12:49
In Antwort auf okapi91

Hallo, ich bin 25 Jahre alt & bin seit beinem halben Jahr ausgelernt.
Alles fing damit an, das ich dringend eine neue Wohnung brauchte, ich habe schon in meiner Ausbildung alleine gewohnt allerdings war die kleine wohnung auch nur ein Zeitmietvertrag den ich nicht verlängern konnte.
ich hatte also kein Geld musste mir ein Dispo einrichten, damit ich die kaution für die neue Wohnung Zahlen konnte, so nun war es so das ich kein Bett hatte also musste ich mir ein Bett kaufen, ich rbaquchte dringend einen Führerschein sonst hätte ich den job nicht weiter machen können. mein konto ist sage und schreibe 2500 euro im Minus.
Ich habe natürlich ein furchtbar schlechtes gewissen, und meine Träume gehen den Bach runter.. und verschieben sich immer mehr nach hinten.
ich will aus dem Dispo raus, habt ihr da vllt tipps für mich ??. ich spare schon wo ich nur kann. mein hauptproblem ist einfach das dass Dispo ja auch ne Menge geld kostet, könnte ich mir vllt einen Kredit aufnehmen so das mein Konto im Plus ist & den nach und nach abbezahlen ?  hat da jemand erfahrung mit ? ich könnte natürlich auch meine Eltern fragen die haben momentan aber auch genug probleme und will sie nicht noch zusätzlich belasten.
dazu kommt das ich bald wieder umziehen muss und das finanziell auch stämmen muss.

Ich würde auch sagen, dass du einen normalen Kredit aufnehmen solltest, damit du dein Konto ausgleichst. Und diesen Kredit dann eben abzahlen. Dispozinsen bewegen sich schnell im zweistelligen Bereich, wobei ein normaler Kredit bei 2-4 % vielleicht liegt. Also nur ein Bruchteil.
Und du solltest natürlich keine neue Schulden mehr machen. Achte aber darauf, dass du dir nicht mit der Rückzahlung den Hals zuziehst, sondern noch genug zum Leben bleibt. Und du dir auch mal was gönnen kannst und nicht gleich wieder die nächsten Schulden machst. 
Bist du denn sonst sparsam oder gibst du dein Geld ganz aus?

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26. Februar 2017 um 8:08

Dispo war wirklich das Dümmste, was du machen konntest. (Sorry.)
Der Dispo ist da um mal ganz kurzfristig ein paar Tage zu überbrücken, wenn man weiß, dass man genug Geld in der Hinterhand hat, das man nur nicht von einem auf den anderen Tag aktivieren kann. AUF GAR KEINEN FALL plant man einen Dispo dauerhaft ein. Komme was wolle.

Geh sofort zu deiner Bank und vereinbare ein Gespräch mit deinem Berater (hat jeder mit einem Konto bei einer Bank mit Filialen vor Ort). Der kann auch direkt dein Konto einsehen. Nimm alle finanziellen Unterlagen mit, die du hast, also Einkommensnachweise, laufende Verträge (Miete, Nebenkosten, Handy, bestehende Finanzierungen etc.), anstehende Anschaffungen (Umzug).

2.500€ sind noch kein Beinbruch.
Du brauchst überhaupt kein schlechtes Gewissen haben, auch wenn ich grade sehr harsch klinge. Es gibt Leute, die starten mit viel größeren Schulden ins Leben oder verbocken viel mehr. Ich kenne dein Einkommen und deine Beschäftigungsart nicht, aber du hast ne abgeschlossene Ausbildung und nen Job. Gratulation. Ohne Scheiß, du bist wer und du leistest was, vergiss das nicht. Du bist kein Versager und Bittsteller, sondern hattest halt Pech und hast ungünstige Finanzierungsentscheidungen getroffen. Das kann jedem passieren, insbesondere da wir in der Schule über sowas ÜBERHAUPT NICHTS beigebracht bekommen. (Das Bildungssystem ist in der Hinsicht eine Schande, und das ist noch ne freundliche Formulierung.)
Wenn du jetzt ordentlich planst, hast du diese kleine Schuldensumme schnell wieder im Griff und kannst wieder glücklich sein.

Es gibt zur Zeit auch viele Lockangebote der Kreditinstitute und Kreditportale. Smava macht sogar Fernsehwerbung und hat immer wieder Aktionen mit Krediten über 1.000 ... 1.500€ zu 0...1% eff. Die Bank of Scotland ist auch immer nen Blick wert.
Bei einer Bank vor Ort kannst du auch deine Eltern als Bürgen unterschreiben lassen und günstigere Kreditkonditionen zu bekommen, sprich den Bankberater darauf an.

Geh zum Arbeitsamt! Die zahlen nicht nur Geld, wenn man nicht arbeitet, sondern haben auch ein Budget für Eingliederungshilfe. Aus der Arbeitslosigkeit kommend zahlen die Zuschüsse zu Umzugskosten und Fahrtkosten (mindestens im 1. Monat, teils länger). Sprich auch mit deinem Arbeitgeber darüber, wenn er dir erst kündigen muss, damit du dich beim Amt für so eine Unterstützung melden kannst, ist das und dann sofort wieder einstellen mitunter sehr lohnend. Auch der Arbeitgeber kann davon profitieren, denn dann zahlt das Amt unter Umständen einen Teil deines Gehaltes.
Für den vergangenen Umzug und den Führerschein ist es wahrscheinlich leider schon zu spät dafür, frag trotzdem nach, ob es eine nachträgliche Möglichkeit gibt. In aller Regel muss man sowas VORHER beantragen. Für den neuen Umzug ist die Chance aber sehr hoch, dass du da eine Unterstützung bekommst.

Fang sofort an, ein Haushaltsbuch zu führen. Nicht morgen, heute. Jede Einnahme und jede Ausgabe rein schreiben. Dafür gibt's auch kostenlose Computerprogramme, ich benutze gnucash. Wenn du einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben hast, kannst du auch besser sehen, wo du sparen kannst und wie viel Geld du im Monat überhaupt übrig hast (um den Kredit abzubezahlen ohne dabei wieder in den Dispo zu rutschen). Vergiss dabei nicht die unregelmäßigen Ausgaben, wie Fahrzeugwartung oder Rechnungen die nur 1x im Jahr kommen (KFZ-Steuer, Versicherungen, Jahresendzahlungen bei den Nebenkosten). Vergiss auch nicht, dir etwas Geld für unvorhergesehene Dinge wie Reparaturen oder kaputte Haushaltsgeräte bei Seite zu legen. Es ist besser, etwas Geld auf dem Konto zu haben und den Kredit langsamer abzubezahlen als das Konto immer leer zu räumen und im Fall der Fälle dann doch wieder in den Dispo zu rutschen.


Halt dich an ein paar Grundregeln wie die von mir genannten und lebe sparsam (da sind andere als ich bessere Ansprechpartner). Geh sofort zur Bank und zum Arbeitsamt.
Dann kriegst du das schnell hin.
Denk dran, du hast ne Ausbildung und nen Job. Damit bist du wer (in finanzieller Hinsicht, menschlich wärst du auch ohne das wer). Schulden sind nichts wofür man sich schämen muss, sondern genau darum, um Menschen über schwere Zeiten zu helfen, gibt es Kredite, zumindest ist das einer der Gründe. Viele Menschen nehmen weitaus höhere Kredite auf als die 3.000€ die du brauchst. So lange man die Raten bedienen kann, ist das völlig in Ordnung.

P.S.:
Aus dem Nähkästchen geplaudert:
Ich hab sobald ich aus der Probezeit in meinem unbefristeten Arbeitsvertrag raus war einen deutlich höheren 0%-Kredit für's Fahrzeug aufgenommen. Teile meines PC und meiner Motorradbekleidung sind ebenfalls zu 0% finanziert, genau so eine IKEA Rechnung (das wäre bei deinem Bett einen Blick wert gewesen) und grade jetzt im Herbst wieder einen Kredit für's Fahrzeug, noch mal höher als der erste und viel viel höher als deine Schulden.
Damit lebt's sich nicht schlechter und ich brauch mich für nichts schämen. Man muss nur vorher rechnen, ob man's sich jeden Monat leisten kann. Der einzige Unterschied: Ich konnte mir leisten zu rechnen, ob ich's mir auch im Falle einer Arbeitslosigkeit leisten kann, wenn ich einige Einschränkungen im Leben hinnehme. Diese Wahl hast du grade nicht mehr. Das ist aber in den meisten Fällen eine psychologische Sache und sollte dich nicht mental blockieren.

 

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