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Müssen wir für den Rest unseres Lebens zahlen?

5. Februar 2011 um 9:36

Hallo,
ich hoffe irgendjemand hat in dieser Sache Ahnung, wie das läuft.
Die mittlere Tochter (21 Jahre) meines Lebensgefährten war schon zu Schulzeiten häufig "krank" - es waren immer "Magenschmerzen". Auch in der Lehre (sie lebte damals noch bei ihrer Mutter) ging das so weiter und aan dem Tag als mein Freund zu ihr sagte: "Kind du kannst doch nicht ständig, wegen Bauchweh zu hause bleiben" ging es los, dass sie sich selbst verletzte. Trat mit dem Fuß so heftig gegen die Wand, dass der verstaucht war, schlug sich selber blaue Augen. Mein Freund und seine Ex gingen schließlich mit ihr zu einem Psychologen, der sie sofort in eine geschlossene Klinik einwies. Dabei kam heraus, dass sie auch schwerst alkoholabhängig war und auch Drogen nahm. Sie war damals 16 Jahre alt und der Mutter war das nicht aufgefallen. Seither folgten erst eine Drogenklinik, dann ein paar Wochen betreutes wohnen, dann wollte sie wieder zuhause wohnen, dort gefiel es ihr nach kurzer Zeit aber auch nicht mehr so gut und sie haute für ein paar Wochen ganz ab, war angeblich in Holland, aber man weiß es nicht so genau. Seitdem war sie dann wieder in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik in der sie allerding nur mit Tabletten vollgepumpt wurde und seit etwa eineinhalb Jahren ist sie nun in einer anderen Klinik. Nun, nachdem es ihr besser ging, sollte sie eigentlich wieder in ein betreutes Wohnen umziehen und im Herbst tatsächlich eine Lehre anfangen. Allerdings hat sie nun ihre Tabletten eigenmächtig abgesetzt und fing wieder an sich zu verletzen. Jetzt ist sie natürlich wieder in der geschlossenen Klinik. Diese Kliniken kosten natürlich ein horredes Geld und wir bekamen schon als sie volljährig war, Formulare in denen mein Freund seine Einnahmen offen legen mußte. Da er aber selber nicht soviel verdient und noch für zwei weitere Kinder Unterhalt zahlen muß, mußte er für die Klinikaufenthalte nichts bezahlen. Allerdings stand an, dass er alles bis auf einen kleinen Eigenbehalt auf Sozialhilfeniveau abgeben muß. Auch der jüngste Sohn (18 Jahre) hat keine Lust zum arbeiten, die älteste Tochter studiert. Irgendwann wird er wohl keinen Unterhalt mehr zahlen müssen, aber was ist mit den Klinikaufenthalten - wird man uns den Rest unseres Lebens sein Einkommen abnehmen für die Klinikaufenthalte seiner Tochter? Ist er lebenslang für sie zahlungspflichtig?

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6. März 2011 um 18:52

Danke erstmal für deine Antwort.
Bin grade im Ausland und komme nicht so oft in Internet - deshalb melde ich mich erst jetzt.
Ja wir leben in Deutschland. Die Tochter wird in einer psychiatrischen Klinik betreut und das Jugendamt kam zu meinem Lebnsgefährten und verlangte von ihm die Offenlegung aller seiner Einkünfte (obwohl die Tochter inzwischen schon 21 Jahr alt ist). Er zahlt noch für die beiden anderen Kinder Unterhalt (die eine studiert und der Sohn hat keine arbeitet nicht, geht auch nicht mehr in die Schule, er tut gar nichts, wohnt aber noch bei seiner Mutter). <dadurch bleibt meinem Lebensgefährten auch nicht besonders viel und deshalb muß er derzeit für die Tochter in der Psychitrie nur 30 Euro im Monat zahlen. Spätestens aber, wenn die beiden anderen irgendwann keinen Unterhalt mehr kriegen, wird er dann wohl dafür mehr für die Pychiatrie-Tochter zahlen müssen. Ich hatte eben auch gedacht, dass in Deutschland solche Aufenthalte von der KK bezahlt werden, andererseits muß man ja auch für die Eltern aufkommen, wenn die die Kosten z.B. fürs Heim nicht aufbringen können...

Bin grade im Ausland und komme nicht so oft in Internet - deshalb melde ich mich erst jetzt.

LG
Sabine

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7. April 2011 um 10:50
In Antwort auf ramiye_12533544

Danke erstmal für deine Antwort.
Bin grade im Ausland und komme nicht so oft in Internet - deshalb melde ich mich erst jetzt.
Ja wir leben in Deutschland. Die Tochter wird in einer psychiatrischen Klinik betreut und das Jugendamt kam zu meinem Lebnsgefährten und verlangte von ihm die Offenlegung aller seiner Einkünfte (obwohl die Tochter inzwischen schon 21 Jahr alt ist). Er zahlt noch für die beiden anderen Kinder Unterhalt (die eine studiert und der Sohn hat keine arbeitet nicht, geht auch nicht mehr in die Schule, er tut gar nichts, wohnt aber noch bei seiner Mutter). <dadurch bleibt meinem Lebensgefährten auch nicht besonders viel und deshalb muß er derzeit für die Tochter in der Psychitrie nur 30 Euro im Monat zahlen. Spätestens aber, wenn die beiden anderen irgendwann keinen Unterhalt mehr kriegen, wird er dann wohl dafür mehr für die Pychiatrie-Tochter zahlen müssen. Ich hatte eben auch gedacht, dass in Deutschland solche Aufenthalte von der KK bezahlt werden, andererseits muß man ja auch für die Eltern aufkommen, wenn die die Kosten z.B. fürs Heim nicht aufbringen können...

Bin grade im Ausland und komme nicht so oft in Internet - deshalb melde ich mich erst jetzt.

LG
Sabine

Also ...
wie lange er zahlen muss für die Klinik und Behandlung seiner Tochter weiß ich nicht. Vlt. mal über einen Anwalt klären, vor allem ob auch eine Rolle spielt, wenn sie immer wieder rückfällig wird. Für seinen Sohn, der ja wohl 18 ist und gar nichts macht, braucht er doch dann gar nicht mehr zahlen, wird es sicherlich auch kein KiG mehr vom Amt geben. KiG und Kindesunterhalt bis zum 18. Lj. Darüber hinaus nur, wenn da Kind sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet.

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10. April 2011 um 10:29

Hallo
ich habe das gleiche durch.

Ich habe meine Tochter verloren und um sie gekämpft. Jahrelang gezahlt. Sie hat nach dem ABI vieles angefangen und abgebrochen, nur damit ich zahle. Du bist verpflichtet eine Erstausbildung zu bezahlen!!!!

Meine Geschichte habe ich aufgeschrieben und am Ende des Buches meine Erfahrungen mitgeteilt.
Bei Amazon kannst Du das Buch: Ich will meine Kinder -Ehe, Scheidung, Katastrophe von Gerda Becker kaufen. Dort kannst Du mehr über mich erfahren.
Ich dachte mit dem Buch verarbeite ich meine Geschichte, doch es hat mehr aufgewühlt und mich wieder runter gerissen.

Mit meinem Buch wollte ich die Öffentlichkeit wach rütteln.

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28. November 2011 um 10:29

Ein wenig Anstand sollte er ja wohl noch haben.
Ich bin empört, wenn ich so etwas lese. Es ist doch SEINE Tochter!!!
Selbst wenn man ihn rechtlich nicht dazu zwingen kann (ich kenne mich da nicht aus) für seine arme, kranke Tochter zu zahlen, sollte er das von selbst tun.
Es sollte doch von seinem Interesse sein, das seinem eigen Fleisch und Blut geholfen wird.
Gut, Du bist die NEUE. Es stört Dich. Aber versetz Dich mal in die Lage seiner Familie.
Du wirst doch vorher gewusst haben, worauf Du Dich einlässt.

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1. Februar 2012 um 8:22

Ich bin total empört!
Ich habe durch Zufall gerade deinen Beitrag gesehen.... ich bin total empört!
Hat sich mal jemand darüber Gedanken gemacht wie es dem "Kind" geht?
Ich bin 45 Jahre und habe mich lange Zeit selbst verletzt!
Und dann habt Ihr Angst bzgl. des Geldes? Hat der Vater ausreichend muss er auch zahlen - aber keineswegs wird er bis Sozialhilfeniveau runter gestuft!
Ich finde es total traurig ... mir fehlen die Worte! und sorry - so schlecht kann es Euch doch garnicht gehen (Ausland?!)
Trotz allem viele Grüße und vorallem viel Kraft für die Tochter Deines Lebensgefährten!

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22. Januar 2013 um 2:04

Kinder sucht man sich nicht aus!!
Hallo Ohrschmuckfee (netter Nickname!!!)
Ich kann verstehen, dass die Situaton ALLES andere Als Toll ist aber ich muss schon sagen, dass ich den ein oder anderen Unterton absolut unpassend finde!
Wir reden über ein anscheinend sehr Krankes Kind, dass ist erstmal eine Katastrophe für ALLE Beteiligten- Egal ob Mutter oder Vater oder neue Partner!!
Du schreibst, dass das Kind mit 16 in eine Klinik kam und festgestellt wurde das Sie Alkohol- und Drogenabhängig war und es der Mutter NICHT aufgefallen sei!?- Na deinem Mann ja anscheinend auch nicht!!! Diesen Vorwurf finde ich Unsachlich und total daneben!
Das dein Mann Unterhalt für 3 Kinder bezahlen muss, die er Ja in die Welt gesetzt hat, ist ein Fakt und das hast auch du Gewusst, als du eine Beziehung mit Ihm eingingst!!
DAS jetzt ein Kind sehr Krank ist, dass ist nunmal Schicksal, ein Schlimmes wie ich finde und das man dann für sein Kind aufkommen muss, na was wäre den die Alternative???
Das muss die Mutter ja dann auch!!!
Und Ja, dein Mann muss zahlen, solange er es kann- Genauso wie Kinder rangezogen werden, wen Ihre Eltern im Pflegeheim leben und sich das von Ihrer Seite her nicht finanzieren lässt- vorrausgesetzt Sie können es!!!
Es tut mir Leid, aber meine Sorgeund mein Mitgefühl gilt hier dem Kind!!!

Lg sanchopancho

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