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Mutter einer missbrauchten Tochter

10. Januar 2017 um 22:50 Letzte Antwort: 19. Februar 2017 um 3:39

Mein ehemals bester freund (9 Jahre lang)hat zugesehen wie meine heute 15 jährige Tochter aufgewachsen ist. Bis er irgendwann auf die Idee kam er wäre verliebt in meine damals 11 jährige Tochter. Ich bin in Panik ausgebrochen da der mann über 50 war. Ich habe meine Tochter in eine Einrichtung gebracht aus Selbstschutz. ..Als er das mitbekommen hat drohte er mir damit sich anzuzeigen das er meine Tochter missbraucht hätte und mich zeigt er auch an das ich eine sexuelle Beziehung zu ihm gefördert hätte. Dies hat er getan. In der Zwischenzeit bin ich weg gezogen in eine andere Stadt. Habe meine Tochter wieder zu mir geholt. Die Einrichtung sagte mir auch das meiner Tochter nichts passiert sei. Tolles Mädchen taff steht mit beiden Beinen im leben. Sodass mit Freunden usw. Gut nachdem .meine Tochter immerwieder ausgesagt hat das dort nichts war. Wurde ich ruhiger dachte mir ich habe das richtige gemacht. Sie war 2 m mal bei der Kripo hat gesagt da war nichts! Wahrscheinlich aus Angst. Ich habe vor kurzem eine Ladung für mich und meine Tochter fürs Gericht bekommen. Ich bin psychisch am ende schwer traumatisiert diese Diagnose. Die Frage habe ich was übersehen warum sollte ein erwachsener mann so etwas sagen wenn nichts dran ist? Heute kommt meine Tochter und sagt mir das er doch was gemacht hat das sie sich schämt. UND im nächsten Atemzug das sie Angst hat wen sie die Wahrheit sagt das sie ihm glauben das ich als Mutter das geduldet hätte. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. .ich habe ihr gesagt sie soll sagen was passiert ist. Das habe ich damals auch. .ich wurde als Kind missbraucht mehrfach. Ich bin wie gelähmt. Sie möchte nicht sagen was war weil sie Angst hat mich zu verlieren. Wohin kann ich mich wenden wir brauchen Hilfe. Es war zwar vor 4 Jahren nur ein Ermittlungsverfahren bis heute nichts mehr gehört .aber ich möchte das meine Tochter sagt was war. Habe angst das mir keiner glaubt das ich es nicht wusste. Ich habe versagt! !!ich bitte um Hilfe bitte! !!

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13. Februar 2017 um 16:54
In Antwort auf celine_12489548

Mein ehemals bester freund (9 Jahre lang)hat zugesehen wie meine heute 15 jährige Tochter aufgewachsen ist. Bis er irgendwann auf die Idee kam er wäre verliebt in meine damals 11 jährige Tochter. Ich bin in Panik ausgebrochen da der mann über 50 war. Ich habe meine Tochter in eine Einrichtung gebracht aus Selbstschutz. ..Als er das mitbekommen hat drohte er mir damit sich anzuzeigen das er meine Tochter missbraucht hätte und mich zeigt er auch an das ich eine sexuelle Beziehung zu ihm gefördert hätte. Dies hat er getan. In der Zwischenzeit bin ich weg gezogen in eine andere Stadt. Habe meine Tochter wieder zu mir geholt. Die Einrichtung sagte mir auch das meiner Tochter nichts passiert sei. Tolles Mädchen taff steht mit beiden Beinen im leben. Sodass mit Freunden usw. Gut nachdem .meine Tochter immerwieder ausgesagt hat das dort nichts war. Wurde ich ruhiger dachte mir ich habe das richtige gemacht. Sie war 2 m mal bei der Kripo hat gesagt da war nichts! Wahrscheinlich aus Angst. Ich habe vor kurzem eine Ladung für mich und meine Tochter fürs Gericht bekommen. Ich bin psychisch am ende schwer traumatisiert diese Diagnose. Die Frage habe ich was übersehen warum sollte ein erwachsener mann so etwas sagen wenn nichts dran ist? Heute kommt meine Tochter und sagt mir das er doch was gemacht hat das sie sich schämt. UND im nächsten Atemzug das sie Angst hat wen sie die Wahrheit sagt das sie ihm glauben das ich als Mutter das geduldet hätte. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. .ich habe ihr gesagt sie soll sagen was passiert ist. Das habe ich damals auch. .ich wurde als Kind missbraucht mehrfach. Ich bin wie gelähmt. Sie möchte nicht sagen was war weil sie Angst hat mich zu verlieren. Wohin kann ich mich wenden wir brauchen Hilfe. Es war zwar vor 4 Jahren nur ein Ermittlungsverfahren bis heute nichts mehr gehört .aber ich möchte das meine Tochter sagt was war. Habe angst das mir keiner glaubt das ich es nicht wusste. Ich habe versagt! !!ich bitte um Hilfe bitte! !!

Schade, dass Dir bisher keiner geantwortet hat.

Ich hoffe sehr für Dich und Deine Tochter, dass Ihr inzwischen anderweitig Hilfe gefunden habt.

Falls nicht - wende Dich bitte umgehend an einen Anwalt.
Falls Du da keinen passenden findest oder weißt - wende Dich bitte an die Rechtsanwaltskammer Deines Bundeslandes; Adresse findest Du im Internet.
Dort bei der Kammer fragst Du dann nach einem Fachanwalt für Strafrecht /Anwalt für Opferrecht. bzw. am besten nach einer AnwältIN.
D.h. die Kollegin ist dann auf Strafrecht spezialisiert, verteidigt aber keine Täter, sondern begleitet die Opfer in der gesamten Sache.

Falls Du nicht gleich zu einem Anwalt gehen möchtest, versuche es bei einer Opferschutzorganisation.
Die bekannteste hier ist der Weiße Ring, der ist bundesweit tätig.
Eine andere, auf Sexualdelikte spezialisierte, wäre Wildwasser e.V.
Es gibt da, abhängig vom Bundesland, auch andere, da kann ich aber momentan nicht mit Namen weiterhelfen.
Wer hier helfen könnte - der Soziale Dienst der Justiz; den findest Du am Amtsgericht Deiner Stadt (oder auch am Landgericht); einfach mal beim Gericht fragen gehen. Der Soziale Dienst sollte Adressen von Opferschutzorganisationen vor Ort parat haben. 

Eine solche Opferschutzorganisation hilft dann bei der Vermittlung zu entsprechenden, im Rechtsgebiet tätigen, Anwälten/Anwältinnen, aber auch zu Psychologen und Therapeuten.
Der Weg ist wahrscheinlich sogar besser, als selbst gleich einen Anwalt zu suchen. Denn womöglich bedarf es hier zweier Anwälte - einen für Dich selbst, einen für Deine Tochter. Das lässt sich mit Hilfe eines Opferschutzvereines besser koordinieren, als alleine.


Und nein, Du hast nicht versagt!
Leider ist es bei Kindesmissbrauch sehr häufig so, dass die Kinder nichts sagen. D.h. aber nicht, dass die Eltern schweigender Kinder in der Erziehung versagt hätten oder die Kinder kein Vertrauen zu ihren Eltern hatten/haben.

Gerade Täter in dieser Deliktsgruppe gehen teilweise sehr manipulativ vor, auf eine Art und Weise, der sich viele Kinder nicht entziehen können. Das passierte hier ja auch Deiner Tochter. Der Täter droht mit einer schlimmen Folge für die Eltern - und da die Kinder ihre Eltern schützen möchten, schweigen sie. 
Wenn der Täter aus dem engeren Umfeld kommt, kommt hier eine Unsicherheit des Kindes hinzu - wem kann es noch vertrauen? Dem Täter, der ja eigentlich auch eine Art Vertrauensperson oder vertrauenswerte Person war, ja offenbar nicht, obwohl es das bis dahin ja auch dachte. 
Daher ist schweigen für die Kinder oft, aus deren Sicht, das sinnvollste. Sie schweigen, weil das etwas ist, was die Kinder selbst bewerkstelligen können, ohne dass sie sich da an jemanden wenden müssen. Etwas, was sie direkt in der Hand haben. 

Also rede Dir das bitte nicht ein. Du hast nichts falsch gemacht.


Alles Gute für Dich und Deine Tochter
 

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19. Februar 2017 um 3:39

sehr gute Antwort von Wachsperle.
Bitte mach dir keine Vorwürfe! 
Alles gute euch!

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