Home / Forum / Recht & Unrecht / Mutterschaftsgeld niedriger als Elterngeld - was wird angerechnet?

Mutterschaftsgeld niedriger als Elterngeld - was wird angerechnet?

21. September 2011 um 14:59

hallo ihr lieben,

ich bin für meine Krankenkasse ein sehr komplizierter Fall weil ich als Studentin versichert bin, aber nebenbei einer Tätigkeit nachgehe. Obwohl ich nicht gesetzlich versichert bin, würde mir meine Krankenkasse das Mutterschaftsgeld von ihrer Seite voll auszahlen, also ca. 390 euro im Monat.
leider konnte mir mein Arbeitgeber nicht sagen, ob er mir das auf mein Nettogehalt aufstockt (wären für den Zeitraum ca. 550 euro)
Elterngeld würde ich 500 euro bekommen (bekam immer meine Stunden ausgezahlt, war kein einheitlicher Lohn).

jetzt habe ich mit der Familienkasse telefoniert, da meinte die Dame am Telefon, dass das Mutterschaftsgeld anteilig angerechnet wird, aber sie konnte mir auch nicht sagen wieviel nur dass ich wahrscheinlich dann auf einen ähnlichen Betrag wie beim Elterngeld kommen würde - also habe ich auch hier wieder keine sichere Aussage.

War's bei jemandem ähnlich, oder kennt sich endlich jemand besser aus als meine Kranken-/ Familienkasse/ Arbeitgeber ???

Mehr lesen

24. September 2011 um 23:34

Mutterschaftsgeld wird verrechnet mit dem Elterngeld
Das Mutterschaftsgeld wird anteilig von der Krankenkasse und dem Arbeitgeber gezahlt, so dass im Prinzip das gleiche Nettogehalt herauskommt wie vor der Geburt = 100 %.
Das Elterngeld beträgt 67% (bzw. 65% bei durchschnittl. Einkommen von mehr als 1200EUR netto) vom durchschnittl. Nettogehalt der letzten 12 Monate vor der Geburt. D.h. auch die 3monatige Zahlung des Mutterschaftsgeldes wird anteilig auf das später auszuzahlende Elterngeld verrechnet. Demzufolge bekommst du nur noch 9 Monate Elterngeld basierend auf den o.g. Berechnungen.

Hoffe das hilft dir weiter.

Grüße
Traene09

Gefällt mir

2. Oktober 2011 um 16:28
In Antwort auf traene09

Mutterschaftsgeld wird verrechnet mit dem Elterngeld
Das Mutterschaftsgeld wird anteilig von der Krankenkasse und dem Arbeitgeber gezahlt, so dass im Prinzip das gleiche Nettogehalt herauskommt wie vor der Geburt = 100 %.
Das Elterngeld beträgt 67% (bzw. 65% bei durchschnittl. Einkommen von mehr als 1200EUR netto) vom durchschnittl. Nettogehalt der letzten 12 Monate vor der Geburt. D.h. auch die 3monatige Zahlung des Mutterschaftsgeldes wird anteilig auf das später auszuzahlende Elterngeld verrechnet. Demzufolge bekommst du nur noch 9 Monate Elterngeld basierend auf den o.g. Berechnungen.

Hoffe das hilft dir weiter.

Grüße
Traene09

Das stimmt so nicht
Es zählen die letzten 12 Monate vor der Geburt, ABER das Mutterschaftsgeld wird nicht mit eingerechnet und dieser Zeitraum ist durch das durchschnittliche Monateinkommen davor zu ersetzen.
Das gleiche hast du wenn du ein Individuelles Beschäftigungsverbot erhältst. Auch dieser Zeitraum ist durch das durchschnittliche Monateinkommen vor dem Verbot zu ersetzen.

Es gibt im Netz einen EG- rechner "www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator"

Schau da mal rein

Gruß Annie

Gefällt mir

2. Oktober 2011 um 21:32

Richtigstellung "anteilige Verrechnung Mutterschaftsgeld mit Elterngeld"
@annie0702,

-das eine ist die Berechnung für den Elterngeldanspruch. D.H. hier wird tatsächl. das durchschnittl. Nettogehalt der letzten 12 Monate herangezogen. Sollte in diesem Zeitraum Mutterschaftsgeld oder Elterngeld von ein vorherigen Kind bezogen worden sein, so nimmt man in der Tat vorangegangene Nettobezüge.

- Jedoch bei der Auszahlung gilt: auch über die Quelle von http://www.bmfsfj.de/Elterngeldrechner klar nachzulesen und deutlich erkennbar unter Punkt 3.1 unter den Hinweisen/2.Hinweis:
Mutterschaftsgeld: Bitte beachten Sie, dass das Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkassen zusammen mit dem Arbeitgeberzuschuss auf das Elterngeld angerechnet wird.

Desweiteren spreche ich hier aus Erfahrung denn ich habe bereits Elterngeld für mein 1stes Kind bezogen und da war es genau so!

Schönen Abend
traene09

Gefällt mir

3. Oktober 2011 um 14:59
In Antwort auf traene09

Richtigstellung "anteilige Verrechnung Mutterschaftsgeld mit Elterngeld"
@annie0702,

-das eine ist die Berechnung für den Elterngeldanspruch. D.H. hier wird tatsächl. das durchschnittl. Nettogehalt der letzten 12 Monate herangezogen. Sollte in diesem Zeitraum Mutterschaftsgeld oder Elterngeld von ein vorherigen Kind bezogen worden sein, so nimmt man in der Tat vorangegangene Nettobezüge.

- Jedoch bei der Auszahlung gilt: auch über die Quelle von http://www.bmfsfj.de/Elterngeldrechner klar nachzulesen und deutlich erkennbar unter Punkt 3.1 unter den Hinweisen/2.Hinweis:
Mutterschaftsgeld: Bitte beachten Sie, dass das Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkassen zusammen mit dem Arbeitgeberzuschuss auf das Elterngeld angerechnet wird.

Desweiteren spreche ich hier aus Erfahrung denn ich habe bereits Elterngeld für mein 1stes Kind bezogen und da war es genau so!

Schönen Abend
traene09


Ich weiß darum sind ja auch von den "12" Monaten schon 2 durch den Mutterschutz verbraucht.
Aber es ging um die Berechnung.

LG

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Beliebte Diskussionen

Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Long4Lashes

Teilen

Das könnte dir auch gefallen