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Nach monaten verlangt gericht nachweis,habe aber mein konto gelöscht->keine auszüge möglich

26. August 2006 um 14:06

das alles ist schon lange her.
ich habe jemandem aus versehen die jacke verunreinigt und wurde dazu aufgefordert die kosten für die reinigung gemeinsam mit meinem cousin zu tragen,der auch mitschuld hatte. das opfer hat 15 reinigungskosten angegeben (es gab allerdings keine bestätigung oder einen beleg von der reinigung) aber das war damals auch nicht so wichtig,weil ich und mein cousin angst hatten dass wir die ganze jacke notfalls erstatten müssen.
kurz nach der verhandlung ist ein brief gekommen vom gericht,dass ich GEMEINSAM mit meinem cousin 15 bezahlen soll.
wir haben die kontonummer nachgefragt und jeder von uns hat bis zum fristtermin 7,50 überwiesen.

danach ist einige zeit vergangen und ich bin seit tagen im umzugsstress ,weil ich am ersten september in eine neue wohnung ziehe. deshalb habe ich auch mein konto bei der sparkasse vor 2 tagen löschen lassen und ein neues bei einer anderen bank in meinem neuen wohnort eröffnen lassen.

so, und nun ist heute ein brief vom amsgericht gekommen, dass sie von mir einen nachweis für die 15 verlangen.
(ich farge mich wie sie auf 15 euro kommen, weil ich 7,50 nur zahlen musste).
naja, das problem ist nun, dass ich mein konto beendet habe und nun keine auszüge als beweise holen kann (per online-banking).
die ausdrücke habe ich auch nicht mehr, weil sie im umzugsstress verloren gangen sind und das gericht sich auch 2 monate nicht gemeldet hat wo ich dachte,dass alles geklärt sei.

wie gehts nun weiter????

also, ich gehe montag zur sparkasse und frage nach ob ich den auszug erneut haben kann (meint ihr es ist möglich????).

es geht wirklich nur um bisschen geld,aber mich regt der ganzen mist sowas von auf...
vor allem dass die sich erst nach 2 monaten melden!!!!

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26. August 2006 um 15:23

Hallo gina,
die Sparkassenfiliale bestimmt noch was Schriftliches, und sei es auf einem Mikrochip. Kann sein, dass du dafür was zahlen musst, aber besser als nichts...
Und: Zwei Monate sind fürs Gericht ein Wimpernschlag!

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26. August 2006 um 21:31

Hi
erstmal zu den 15 Euro: Ihr seid wohl verurteilt worden, "gesamtschuldnerisch" 15 Euro zu zahlen. D.h. jeder für sich ist verpflichtet, 15 Euro zu zahlen, die Gegenseite kann aber nur einmal Zahlung verlangen. Zu kompliziert? Ich versuche es einfacher:

A und B verunstalten die Jacke. Das kostet 15 Euro insgesamt. Wenn nun A und B jeweils verurteilt werden, 7,50 Euro zu bezahlen, kann es passieren, dass A zahlt und B nicht. D.h. der Geschädigte hat immer noch nicht 15 Euro, sondern eben nur 7,50. Um ihn davor zu schützen, verurteilt das Gericht "gesamtschuldnerisch". D.h. A und B sind jeder dafür verantwortlich, dass der Geschädigte 15 Euro bekommt. Zahlt B nicht (oder verschwindet spurlos oder stirbt), haftet A nach wie vor für die gesamten 15 Euro.
Nun müssen natürlich nicht A und B beide 15 Euro zahlen, denn sonst hätte der Geschädigte ja plötzlich 30 Euro. Sie können sich also einigen, dass sie beide 7,50 zahlen (oder A überweist halt die ganzen 15 Euro und B zahlt A wieder 7,50 zurück).

Wenn Ihr Euch also geeinigt habt und auch beide 7,50 gezahlt habt, müsste alles okay sein. Da Ihr aber eben beide für die 15 Euro haftet, müsst Ihr im Zweifel auch den Beweis erbringen, dass der Geschädigte die 15 Euro auch bekommen habt. Es sollte dafür reichen, wenn Ihr beide den entsprechenden Kontoauszug vorlegt.

Zum Kontoauszug: Bei der Sparkasse bekommst Du sicher noch mal einen Kontoauszug - aber vermutlich nur gegen Gebühr.

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