Forum / Recht & Unrecht

Namensänderung nach Scheidung + Kind

28. September 2020 um 22:38 Letzte Antwort: 9. Februar um 14:06

Hallo ihr lieben, 
ich habe ein Anliegen, welches mir seit geraumer Zeit Kopfzerbrechen bereitet. 
2017 heiratete ich den Vater meiner Tochter der mich 2 Monate danach über ein halbes Jahr betrogen hat. Die Ehe scheiterte nach der besagten Zeit, mein Kind und ich tragen den Nachnamen des Ex. Die Ehe wurde geschieden. Schon vor der Hochzeit überlegte ich einen Doppelnamen anzunehmen, da der angenommene Name wirklich gewöhnungsbedürfrig ist. Mein ex Mann war dagegen, also nahm ich seinen Namen an. 
seit Anfang an bereitet mir dieser Name Schwierigkeiten, da er oft (fast immer!) belächelt wird oder sich jeder berufen fühlt, einen Witz daraus zu machen. Mein Kind und ich haben keinerlei Berührungspunkte zur Familie des Vaters, es besteht kein Kontakt zum Kind (Fam. 300km entfernt). Der Erzeuger sieht das Kind 1x im
jahr, höchstens zu Feiertagen. Dieser wird beim Vornamen genannt, da mein neuer Partner lange bei uns ist und als Papa angenommen wurde. 
Ich wünsche mir sehr, den angeheirateten Namen abgeben zu können und meinen Mädchennamen anzunehmen, welchen auch mein Kind bekommen soll. Mich als Erwachsene treffen manche Kommentare zum Nachnamen oft sehr, ich wünschte ich könnte es einfach ungeschehen machen. Ich möchte diese piesakerei meinem Kind um jeden Preis ersparen!!!
vielleicht kennt sich jemand damit aus und kann mir evtl. Chancen aufzeigen... 
danke !! 

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29. September 2020 um 21:43
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Hallo ihr lieben, 
ich habe ein Anliegen, welches mir seit geraumer Zeit Kopfzerbrechen bereitet. 
2017 heiratete ich den Vater meiner Tochter der mich 2 Monate danach über ein halbes Jahr betrogen hat. Die Ehe scheiterte nach der besagten Zeit, mein Kind und ich tragen den Nachnamen des Ex. Die Ehe wurde geschieden. Schon vor der Hochzeit überlegte ich einen Doppelnamen anzunehmen, da der angenommene Name wirklich gewöhnungsbedürfrig ist. Mein ex Mann war dagegen, also nahm ich seinen Namen an. 
seit Anfang an bereitet mir dieser Name Schwierigkeiten, da er oft (fast immer!) belächelt wird oder sich jeder berufen fühlt, einen Witz daraus zu machen. Mein Kind und ich haben keinerlei Berührungspunkte zur Familie des Vaters, es besteht kein Kontakt zum Kind (Fam. 300km entfernt). Der Erzeuger sieht das Kind 1x im
jahr, höchstens zu Feiertagen. Dieser wird beim Vornamen genannt, da mein neuer Partner lange bei uns ist und als Papa angenommen wurde. 
Ich wünsche mir sehr, den angeheirateten Namen abgeben zu können und meinen Mädchennamen anzunehmen, welchen auch mein Kind bekommen soll. Mich als Erwachsene treffen manche Kommentare zum Nachnamen oft sehr, ich wünschte ich könnte es einfach ungeschehen machen. Ich möchte diese piesakerei meinem Kind um jeden Preis ersparen!!!
vielleicht kennt sich jemand damit aus und kann mir evtl. Chancen aufzeigen... 
danke !! 

Also, deinen Mädchennamen/Geburtsnamen kannst du relativ unkompliziert wieder annehmen. Dazu hat jeder nach einer Scheidung das Recht.

Problem ist aber deine Kleine.
Die hängt zunächst mal auf dem Namen deines Ex/ihres Vaters fest. Und wird den Namen auch nicht so einfach los.

Ausnahme - wenn der Name jetzt wirklich so "daneben" ist, dass das Kind tatsächlich darunter leiden könnte. Das musst du einfach probieren.

Ansprechpartner für beide Anträge ist das Standesamt.

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9. Februar um 14:06

Hallo,

ist zwar etwas verspätet, aber vielleicht hilft es ja noch jemandem. Das Verfahren zur Änderung des Namens des Kindes nennt sich Einbenennung und ist jedenfalls dann, wenn der Vater mit der Namensänderung nicht einverstanden leider nicht ohne weiteres möglich. Wie hoch die Erfolgsausschichten für die Einbenennung ist hängt stark von den Umständen des Einzelfalles ab, je schlechter das Verhältnis zwischen dem Namensgebenden Elternteil und dem Kind ist, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Jedoch werde durch die Gerichte strenge Anforderungen an die Namensänderung gestellt, denn heutzutage sind unterschiedliche Namen innerhalb einer Familie nichts ungewöhnliches mehr und eine Änderung des Namens kann auch immer eine Belastung für ein Kind darstellen, denn ggfs. muss es erklären, warum es plötzlich einen anderen Namen hat.

Lass dich am besten bei einem auf Familienrecht spezialisierten Anwalt beraten.

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