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Polizeiliches Führungszeugnis???

18. Juni 2005 um 22:57

Hallo
eine Frage an euch:

Steht im Pol. Führungszeugnis immer noch was obwohl alte "taten" schon über 10 JAhre zurück liegen??

weiss da jemand was drüber?
Dringend!
Oder verjährt sowas nicht allgemein nach 10 JAhren und wird demzufolge auch nicht mehr im pol. Führ.zeugnis aufgeführt??

danke für jede Antwort!

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20. Juni 2005 um 11:11

Nach 10 jahren
dürfte nichts mehr drin stehen, aber VORSICHT, DU musst es löschen lassen!!!!!!!

ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!


coco

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11. Juli 2005 um 13:07

Führungszeugnis-ich bin verzweifelt
Hallo,

ich habe einen Eintrag im Bundesregister wegen Diebstahl, der erst nach einer Frist von 5 Jahren gelöscht wird. Ich würde gerne bei einer Versicherung arbeiten. Diese verlangt von den Bewerbern ein Führungszeugnis, ist dort aber ein Eintrag vorhanden wird man nicht eingestellt. Mit dem Personalchef traue uch mich nicht darüber zu sprechen, da er zu meinem Freundeskreis gehört, nachher wissen alle Freunde bescheid! Vor solch einer Situation fürchte ich mich. Ich bin total verzweifelt, was soll ich machen? Habe schon mit einem Rechtsanwalt gesprochen, der mir sagte, daß solche Einträge nicht zu löschen sind.

danke für eure Antworten!

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30. Juli 2005 um 23:39

Je nach dem wo
du arbeiten willst, brauchst du sogar ein polizeiliche führungszeugnis null
das heiß von geburt an und da gibts nichts zu löschen.
selbst wenn du den antrag zur löschung stellst, wird es immer drin bleiben und sichtbar sein für die polizei!

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7. August 2005 um 17:34
In Antwort auf cocochanel1974

Nach 10 jahren
dürfte nichts mehr drin stehen, aber VORSICHT, DU musst es löschen lassen!!!!!!!

ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!


coco

Sorry, beides falsch!
Hallo,

Der Beitrag von Maus133 ist Unsinn. Sämtliche Führungszeugniseinträge unterleigen einer Löschfrist ( 34 BZRG)

Am Beitrag von coco ist nicht richtig, daß man die Löschung nicht beantragen muß, sondern sie automatisch erfolgt.

@ hexle:

Ich hatte bereits in dem anderen von Ihnen erstellten Beitrag geantwortet. Einen Eintrag im BZR (Bundeszentr.Reg.) zu haben, heißt nicht zwingend, daß auch im Führungszeugnis was steht. Beantworten Sie bitte die Beiden Fragen in dem anderen Thread, dann kann ich Ihnen Auskunft geben.

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7. August 2005 um 19:04

Hallo juras
du glaubst wohl selber nicht, dass die strafkartei der polizei lückenaufweißt? wenn di reingehen sehen die trotzdem alles und ich mene alles!

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7. August 2005 um 21:32
In Antwort auf maus133

Hallo juras
du glaubst wohl selber nicht, dass die strafkartei der polizei lückenaufweißt? wenn di reingehen sehen die trotzdem alles und ich mene alles!

Erstmal Begriffe klären.
Hallo Maus133

Zu der Frage was ich glaube, glaube ich in Bezug auf dieses Thema das, was in den entsprechenden Gesetzen steht.

Von "Strafkartei der Polizei" war i.Ü. nie die Rede, sondern vom Führungszeugnis und vom Bundeszentralregister. Ganz abgesehen davon daß auch Einträge dort (in den Datenbanken der Polizei) Löschfristen unterliegen (geregelt in den Polizeigesetzen der Bundesländer, für NRW z.B. 38 PolG-NW)bekommt KEIN Arbeitgeber Einsicht in polizeiliche Datenbanken.

Du hast behauptet daß Einträge im Führungszeugnis 0 nie wieder gelöscht werden. Ich habe bereits den 34 BZRG genannt, in dem die Löschfristen der Führungszeugnisse N und 0 festgelgt sind. Auch im Bundeszentralregister, daß viel umfangreicher ist als die FZ N und 0, unterliegen die Einträge Löschfristen (nachzulesen in 46 BZRG). Aber auch dort haben nur bestimmte Behördliche Arbeitgeber Einblick (geregelt in 41 BZRG) und KEINE Versicherung.

Wenn Du jetzt immer noch anderer Meinung bist, bitte ich Dich entsprechende Quellen, Vorschriften etc. zu nennen, die Deine Aussagen stüzten, anstatt auf den "Glauben" zu setzen.

Ich meinte das mit dem "Unsinn" nicht wirklich böse, aber versuch doch mal nachzuvollziehen, daß die Fragesteller hier Deine Antwort evtl. für bare Münze nehmen, weil sie denken Du kennst Dich aus. Im Extremfall würde sich vielleicht die Fragestellerin nicht um den Job bewerben, weil sie aufgrund Deiner Auskunft glaubt, daß es eh nichts bringt.

Deswegen sollte man -so denke ich- auf solche Fragen nur antworten, wenn man sich entweder auskennt (was man im Registerrecht als Normalbürger keineswegs muß, ich würde es auch nicht, wenn ich nicht beruflich damit zu tun hätte) oder aber dazu schreiben, daß es sich um eine MEINUNG handelt, und man es nicht genau weiß.



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7. August 2005 um 21:38
In Antwort auf juras

Erstmal Begriffe klären.
Hallo Maus133

Zu der Frage was ich glaube, glaube ich in Bezug auf dieses Thema das, was in den entsprechenden Gesetzen steht.

Von "Strafkartei der Polizei" war i.Ü. nie die Rede, sondern vom Führungszeugnis und vom Bundeszentralregister. Ganz abgesehen davon daß auch Einträge dort (in den Datenbanken der Polizei) Löschfristen unterliegen (geregelt in den Polizeigesetzen der Bundesländer, für NRW z.B. 38 PolG-NW)bekommt KEIN Arbeitgeber Einsicht in polizeiliche Datenbanken.

Du hast behauptet daß Einträge im Führungszeugnis 0 nie wieder gelöscht werden. Ich habe bereits den 34 BZRG genannt, in dem die Löschfristen der Führungszeugnisse N und 0 festgelgt sind. Auch im Bundeszentralregister, daß viel umfangreicher ist als die FZ N und 0, unterliegen die Einträge Löschfristen (nachzulesen in 46 BZRG). Aber auch dort haben nur bestimmte Behördliche Arbeitgeber Einblick (geregelt in 41 BZRG) und KEINE Versicherung.

Wenn Du jetzt immer noch anderer Meinung bist, bitte ich Dich entsprechende Quellen, Vorschriften etc. zu nennen, die Deine Aussagen stüzten, anstatt auf den "Glauben" zu setzen.

Ich meinte das mit dem "Unsinn" nicht wirklich böse, aber versuch doch mal nachzuvollziehen, daß die Fragesteller hier Deine Antwort evtl. für bare Münze nehmen, weil sie denken Du kennst Dich aus. Im Extremfall würde sich vielleicht die Fragestellerin nicht um den Job bewerben, weil sie aufgrund Deiner Auskunft glaubt, daß es eh nichts bringt.

Deswegen sollte man -so denke ich- auf solche Fragen nur antworten, wenn man sich entweder auskennt (was man im Registerrecht als Normalbürger keineswegs muß, ich würde es auch nicht, wenn ich nicht beruflich damit zu tun hätte) oder aber dazu schreiben, daß es sich um eine MEINUNG handelt, und man es nicht genau weiß.



Nachtrag
"...du arbeiten willst, brauchst du sogar ein polizeiliche führungszeugnis null"

Das stimmt i.Ü. auch nicht. Private Arbeitgeber bekommen das Führungszeugnis N. Das Führungszeugnis 0 bekommen nur behördliche Arbeitgeber.

Wenn die die registerrechtlichen Vorschriften interessieren kann ich Dir www.fuehrungszeugnisse.de empfehlen. Dort ist es relativ verständlich dargestellt.

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8. August 2005 um 12:40

Doch, auch im BZR
Hallo sugaly,

Doch, auch im Bundeszentralregister (BZR beim Generalbundesanwalt) werden Einträge nach einer gewissen Frist gelöscht. Diese Fristen sind in Paragraf 46 BZRG (Bundeszentralregistergesetz) genannt. Sie betragen 5 bis 20 Jahre. Die einzige Ausnahme sind Verurteilungen zu lebenslanger Freiheitsstrafe, die Anordnung der Sicherungsverwahrung (Par. 66 StGB) und die Einweisung nach Par. 63 StGB.

Eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen wird z.B. nach 5 Jahren, eine Freiheitsstrafe (z.B. wegen Raubes) von 5 Jahren wird nach 20 Jahren gelöscht.

Ein wesentl. Kriterium für die Löschung ist, daß keine neuen Verurteilungen dazukommen. Wenn also z.B. eine Geldstrafe kurz vor der Löschung steht, und eine neue dazukommt, wird auch die erste Strafe erst gelöscht, wenn die zweite die Löschreife erreicht hat.

Zum "Beweis" dafür, daß auch Einträge im BZR gelöscht werden, hier der entspr. Paragraf im Wortlaut:

45 BZRG
[Tilgung nach Fristablauf]
(1) Eintragungen über Verurteilungen ( 4) werden nach Ablauf einer bestimmten Frist getilgt.

(2) Eine zu tilgende Eintragung wird ein Jahr nach Eintritt der Tilgungsreife aus dem Register entfernt. Während dieser Zeit darf über die Eintragung keine Auskunft erteilt werden.

(3) Absatz 1 gilt nicht

1.bei Verurteilungen zu lebenslanger Freiheitsstrafe,

2.bei Anordnung der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung oder in einem psychiatrischen Krankenhaus.

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11. März 2007 um 16:46

Vorherige Löschung des Pol.führ.Zeugnis
Ich habe eine Frage, sehr wahrscheinlich wurde die schon gestellt, ich finde den Thread nicht.

Also: ich habe wegen nicht bezahlter Rechnungen (jeweils 3x) Einträge wegen Betruges erhalten es waren Beträge wie 148,- u.ä. da ich mit meinem Studio Bankrott ging.

Ich möchte gerne etwas neues machen, mir sind die Hände gebunden, den das was ich machen möchte wird ein PFZ gebraucht.

Kann ich nicht eine vorherige Löschung erbitten es ist 1 Jaht her.

danke Eule2003

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8. August 2007 um 15:33
In Antwort auf juras

Doch, auch im BZR
Hallo sugaly,

Doch, auch im Bundeszentralregister (BZR beim Generalbundesanwalt) werden Einträge nach einer gewissen Frist gelöscht. Diese Fristen sind in Paragraf 46 BZRG (Bundeszentralregistergesetz) genannt. Sie betragen 5 bis 20 Jahre. Die einzige Ausnahme sind Verurteilungen zu lebenslanger Freiheitsstrafe, die Anordnung der Sicherungsverwahrung (Par. 66 StGB) und die Einweisung nach Par. 63 StGB.

Eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen wird z.B. nach 5 Jahren, eine Freiheitsstrafe (z.B. wegen Raubes) von 5 Jahren wird nach 20 Jahren gelöscht.

Ein wesentl. Kriterium für die Löschung ist, daß keine neuen Verurteilungen dazukommen. Wenn also z.B. eine Geldstrafe kurz vor der Löschung steht, und eine neue dazukommt, wird auch die erste Strafe erst gelöscht, wenn die zweite die Löschreife erreicht hat.

Zum "Beweis" dafür, daß auch Einträge im BZR gelöscht werden, hier der entspr. Paragraf im Wortlaut:

45 BZRG
[Tilgung nach Fristablauf]
(1) Eintragungen über Verurteilungen ( 4) werden nach Ablauf einer bestimmten Frist getilgt.

(2) Eine zu tilgende Eintragung wird ein Jahr nach Eintritt der Tilgungsreife aus dem Register entfernt. Während dieser Zeit darf über die Eintragung keine Auskunft erteilt werden.

(3) Absatz 1 gilt nicht

1.bei Verurteilungen zu lebenslanger Freiheitsstrafe,

2.bei Anordnung der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung oder in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Eintrag löschen bei Bewährung
Wenn ich da noch mal genauer nachfragen darf:

Wie sieht den das mit der Löschung aus dem Bundeszentralregister bei Bewährungsstraffen aus wenn z.B. die Bewärungsfrist 5 Jahre beträgt?

Oder ist das auch wieder abhänging von der Tat die man Begangen hat ?

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Getrennt lebend + werdende Eltern= Elterngeld?
Von: nothing2lose
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24. Juli 2007 um 11:30

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