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Privatinsolvenz ja od nein

6. September 2013 um 0:32

Hallo zusammen,

ich benötige dringend Rat. Leider habe ich vor vier Jahren den Fehler gemacht und eine Eigentumswohnung gekauft bzw. zu 100% finanziert auf anraten eines Finanzberaters zur Altersvorsorge. Die Wohnung wurde an einen Mieter vermietet; doch ist die ganze Sache wg. diversen Gründen schief gelaufen. Hatte auch einen Anwalt eingeschalten, der mich leider noch mehr in die Misere reingerissen und unnötige Kosten verursacht hat. Akut sieht meine Situation wie folgt aus: Bank hat den Darlehensvertrag (124.000 ) gekündigt und macht mit Vorfälligkeitsentschädigung nun 140.000 geltend. Am 08.10.2013 findet die Zwangsversteigerung statt. Der gerichtlich bestellte Sachverständige hat den Wert der Wohnung mit 63.000 festgesetzt. Dh ich bleibe mindestens auf 80.000 sitzen. Zudem kommt noch ein Kredit bei meiner Hausbank in Höhe von 15.000 und mein finanziertes Fahrzeug i.H.v. 8000 . Um überhaupt noch angemessen leben zu können, arbeite ich zusätzlich auf 450-Basis, doch nach Abzug aller Rechnungen, Kreditraten, Miete bleiben mir mit Nebenjob nur noch 550 zum Leben (Essen, Kleidung, Sparen). Den Nebenjob mach ich nun schon seit 3 Jahren und weiß nicht, ob ich das auf Dauer (evlt. noch weitere 10 Jahre) durchhalten kann. Derzeit überlege ich mit einem Bekannten einen Finanzplan zu erstellen, um die Bank umzustimmen, den Kredit weiterzufinanzieren, da die Miete seit April erhöht wurde. Doch müsste ich von meinen übrigen 550 zusätzlich noch was abgeben. Momentan versuch ich, dass ich alle laufenden Versicherungen bis auf weiteres stillege, bis sich meine finanzielle Lage etwas bessert. Habe auch schon bei der Schuldnerberatung angerufen, doch dort habe ich eine Wartezeit von 5 Monaten! Wenn ich den Nebenjob aufgebe und in die Privatinsolvenz gehe, bleiben mir nach Abzug des Pfändungsbetrages netto noch ca. 1200 abgzl meiner Rechnungen ca. 450 . Wozu würdet Ihr mir raten?

Vielen Dank vorab!

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6. September 2013 um 10:23

RE:
Hallo,

nach Zwangsversteigerung der Eigentumswohnung bestehen demnach weiterhin insgesamt mehr als 100.000,00 Schulden.
Mit einem Restgehalt von 550,00 (abzüglich aller weiteren Kosten) ist diese Schuldsumme nicht zu stemmen. Nehmen wir an, dass Sie 300,00 monatlich aufbringen möchten, Sie zahlen mehr als 21 Jahre dafür. Das Haus ist aber trotzdem weg.
Hier sind weder Zinsen noch weitere Kosten inbegriffen.
Selbst eine günstigere Umschuldung macht meines Erachtens keinen Sinn.

In der Verbraucherinsolvenz können Sie sich nach 6 Jahren (Wohlverhaltensperiode) bzw. 5 Jahren vollständig entschulden.

Sie sollten sich dringend, kompetent beraten lassen. Im Internet kann Ihnen niemand eine genaue Auskunft geben. Die Sachlage kann nur mit Sichtung der Unterlagen exakt analysiert werden.

Versuchen Sie bei weiteren Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen einen kurzfristigen Termin zu erhalten.

MfG

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