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Rechnung der Auto-Werkstatt

23. Mai 2006 um 22:00

Mein Auto war zur Inspektion, ich hatte einen Kostenvoranschlag der Werkstatt erhalten. Als ich gestern das Auto holen wollte, war es noch nicht fertig - man müsse erst noch eine Delle in der Tür ausbügeln... Diese Delle war zuvor nicht da!?!

Jetzt habe ich das Auto mit einem Tag Verspätung wiederbekommen - und siehe da, auf einmal hat man noch die Türdichtung ausgewechselt in besagter Tür mit der Delle - Kostenpunkt 50 (nie beauftragt, ohne Rücksprache mit mir eingebaut), es gab neue Scheibenwischer (nie beauftragt!) und die Batterie war auch fast 25% teurer als ursprünglich veranschlagt. Wie kann ich am besten reklamieren bzw. diese Zusatzkosten nicht tragen?

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24. Mai 2006 um 8:16

Die Mehrkosten einfach nicht bezahlen....
Unter einem Kostenvoranschlag verstehe ich einen rechtsverbindliches Angebot. Wenn Du dieses Angebot angenommen hast bzw. die aufgeführten Arbeiten in Auftrag gegeben hast udn die Werkstatt mehr gemacht hat, als sie sollte bzw. die Kosten höher sind, würde ich die Mehrkosten nicht bezahlen.

Bei der Batterie könnte ich noch verstehen, wenn die günstigere nicht mehr auf Lager war. Aber die Beule und die Türdichtung hast Du nicht in Auftrag gegeben.

Gehe mit dem Voranschlag hin und sage, dass Du mit der Rechnung nicht einverstanden ist; dass Du einen Teil der Arbeit nicht in Auftrag gegeben hat. Du hast ja schließlich einen Kostenvoranschlag machen lassen, damit Du die Rechnugnshöhe unter Kontrolle hast und nicht bereit bist Arbeiten zu bezahlen, die Du nicht wolltest.


LG Pluster

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24. Mai 2006 um 9:01
In Antwort auf Pluster

Die Mehrkosten einfach nicht bezahlen....
Unter einem Kostenvoranschlag verstehe ich einen rechtsverbindliches Angebot. Wenn Du dieses Angebot angenommen hast bzw. die aufgeführten Arbeiten in Auftrag gegeben hast udn die Werkstatt mehr gemacht hat, als sie sollte bzw. die Kosten höher sind, würde ich die Mehrkosten nicht bezahlen.

Bei der Batterie könnte ich noch verstehen, wenn die günstigere nicht mehr auf Lager war. Aber die Beule und die Türdichtung hast Du nicht in Auftrag gegeben.

Gehe mit dem Voranschlag hin und sage, dass Du mit der Rechnung nicht einverstanden ist; dass Du einen Teil der Arbeit nicht in Auftrag gegeben hat. Du hast ja schließlich einen Kostenvoranschlag machen lassen, damit Du die Rechnugnshöhe unter Kontrolle hast und nicht bereit bist Arbeiten zu bezahlen, die Du nicht wolltest.


LG Pluster

Soviel ich weiß..
..darf die tatsächliche Rechnung immer bis zu max. 15 % höher sein, als ein Kostenvoranschlag. Am besten lässt man in der Werkstatt immer auf dem Auftrag dazuschreiben, dass bei jeglichen, vom Kostenvoranschlag abweichenden Vorkommnissen/Schäden/Reparaturen zuerst mit Dir Rücksprache zu halten ist. Das mit den Wischern, Waschflüssigkeit nachfüllen, Fernbedienungsbatterie ersetzen usw. lasse ich immer explizit aufschreiben, dass ich es nicht gemacht haben will. Sonst machen sie das automatisch ohne zu fragen.
Aber was da mit der Tür passiert sein soll, ist mir ein Rätsel. Da hast Du ja unter Umständen noch eine Wertminderung! Also spätestens da sollten sie ruhig auch etwas kulanter sein, schließlich haben sie Dein Auto beschädigt. Sieht man denn noch was davon?
Ally

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24. Mai 2006 um 19:51
In Antwort auf ally0704

Soviel ich weiß..
..darf die tatsächliche Rechnung immer bis zu max. 15 % höher sein, als ein Kostenvoranschlag. Am besten lässt man in der Werkstatt immer auf dem Auftrag dazuschreiben, dass bei jeglichen, vom Kostenvoranschlag abweichenden Vorkommnissen/Schäden/Reparaturen zuerst mit Dir Rücksprache zu halten ist. Das mit den Wischern, Waschflüssigkeit nachfüllen, Fernbedienungsbatterie ersetzen usw. lasse ich immer explizit aufschreiben, dass ich es nicht gemacht haben will. Sonst machen sie das automatisch ohne zu fragen.
Aber was da mit der Tür passiert sein soll, ist mir ein Rätsel. Da hast Du ja unter Umständen noch eine Wertminderung! Also spätestens da sollten sie ruhig auch etwas kulanter sein, schließlich haben sie Dein Auto beschädigt. Sieht man denn noch was davon?
Ally

Hallo Ally,
nein, man sieht eigentlich nichts davon, was mit der Tür passiert ist, ausserdem ist es ein etwas älteres Modell - solange die Werkstatt es wieder ausbügelt, ist dies OK. Nur eine Extra-Berechnung eben nicht. Mal sehen, der Zuständige ist am Freitag erst wieder da, bin auch mal gespannt auf seine Antwort

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24. Mai 2006 um 22:12

Wenn man
an der Tür nicht sieht, würde ich zunächst mal einen Beweis verlangen, dass überhaupt was geschehen ist.

Bei Kostenvoranschlägen ist es so: Wenn bestimmte Leistungen vereinbart sind und dafür ein Kostenvoranschlag vorliegt, darf die Rechnung etwas drüber liegen, wenn es nachvollziehbar begründet ist.

Aber das gilt natürlich nur für die Leistungen, die Du beauftragt hast. D.h. die Leistungen, die eben bei einer normalen Inspektion anfallen (da gibt es genaue Checklisten). Und wenn mehr gemacht wird als in dieser Inspektion enthalten, liegt dafür schlicht und einfach kein Auftrag vor. Und kann dann nur abgerechnet werden, wenn Du dem zustimmst.

Wenn Du bereits bezahlst hast, solltest Du diese Kosten zurückfordern.
Wenn Du nicht bezahlst, kann es schwierig werden. Denn die Werkstatt kann das Auto behalten, wenn die Rechnung nicht bezahlt wird (sog. Werkunternehmer-Pfandrecht). Dann solltest Du nur unter Vorbehalt zahlen und anschließend Dein Geld zurückfordern.

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29. Mai 2006 um 19:42

Das Ergebnis:
Mein Auto hatte ich bereits erhalten, die Rechnung habe ich nun bezahlt, wie sie ist (inklusive Türgummi, das ich nicht bestellt hatte). Dafür erhalte ich eine andere Leistung, die noch aussteht und nicht berechnet wurde, gratis. Ist zwar mühsam gewesen, aber fair.

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