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Schwanger im 24 Stunden-Dienst? Wer hat Ahung?

3. Mai 2013 um 11:44

Hallo,
ich bin in der 5. Woche schwanger.
Ich arbeite aber in einem Kinder-Jugendheim im 24 Stunden-Dienst und würde nun einfach mal wissen wollen wie das dann ist. Man hört ja so einiges. Ich weiß das Schwangere nachts nicht arbeiten dürfen. Muss ich denn nun schon sagen das ich schwanger bin. Nein, oder? Ich kann doch noch bis zur 12/13 Woche warten, oder? Darf ich überhaupt mit "schwererziehbaren" Jugendlichen noch alleine arbeiten? Oder muss ich nun in Doppelschichten arbeiten. Ich bin in der Regel immer alleine im Dienst und werde nach 24 Stunden abgelöst.
Was steht mir zu wenn ich nicht mehr nachts arbeiten darf. Oder gar nicht mehr arbeiten darf. Bekomme ich dann mein Gehalt weiter?
Und nach der Geburt? Bekomme ich dann noch mein Gehalt?
Ab wann bekommt man Elterngeld? Und wie viel wäre das?
Fällt man mit einem Kind in eine andere Steuerklasse?

Wer hat Ahnung??

schon mal Danke für alle Antworten

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3. Mai 2013 um 15:39

Hallo!
Also müssen mußt Du gar nichts - natürlich kannst Du warten bis Du von der SS berichtest, sogar solange Du möchtest, da gibt es keine Frist!
Das Mutterschutzgesetz besagt, dass Du nicht sonntags arbeiten und auch nicht nach 20.00 Uhr arbeiten mußt. Aber wie überall gilt auch hier: wo kein Kläger da kein Richter - aber Du MUSST es eben nicht wenn Du nicht möchtest... Ausserdem sind nach diesem Gesetz nur noch Schichten bis 9 Stunden vorgesehen.

Ichwüßte nun nicht, warum Du nicht mehr alleine arbeiten könntest. Entweder ist eine Arbeit alleine möglich und zumutbar oder zu gefährlich und man muß zu zweit arbeiten.

Wenn Du schwangerschaftsbedingt nicht mehr nachts arbeiten kannst, kann Dir Dein Arzt oder Chef ein "Teil-Beschäftigungsverbot" aussprechen. So bekommst Du die Nachtzulage weiterhin wie bisher und der Arbeitgeber bekommt diese zusätzlichen Kosten komplett über die Krankenkasse erstattet.
Wenn Du gar nicht mehr arbeiten kannst, gibts ein uneingeschränktes Beschäftigungsverbot, genauer heißt es in diesem Fall "individuelles Beschäftigungsverbot"!
Da läuft es beenso, Arbeitgeber zahlt Dich wie gewohnt weiter und bekommt alles umgehend erstattet. Also ein tolle Sache für alle Beteiligten!

Während des Mutterschutzes, also 8 Wochen nach der Geburt bekommst Du noch volles Gehalt in Form von Mutterschaftsgeld.
Dann gibts Elterngeld, das sind 67% des Durschnittsgehalts (netto) der letzten 12 Monate vor Geburt!

Die Steuerklasse ändert sich nicht! Man bekommt nur einen Kinderfreibetrag. Damals wurde das auf der Karte eingetragen, heute denke ich macht man das
beim Finanzamt, indem man durch Vorlage der Geburtsurkunde einen neuen Lohnsteuernachweis ausstellen läßt!

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen!

Ganz liebe Grüße!

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3. Mai 2013 um 21:09
In Antwort auf florina911

Hallo!
Also müssen mußt Du gar nichts - natürlich kannst Du warten bis Du von der SS berichtest, sogar solange Du möchtest, da gibt es keine Frist!
Das Mutterschutzgesetz besagt, dass Du nicht sonntags arbeiten und auch nicht nach 20.00 Uhr arbeiten mußt. Aber wie überall gilt auch hier: wo kein Kläger da kein Richter - aber Du MUSST es eben nicht wenn Du nicht möchtest... Ausserdem sind nach diesem Gesetz nur noch Schichten bis 9 Stunden vorgesehen.

Ichwüßte nun nicht, warum Du nicht mehr alleine arbeiten könntest. Entweder ist eine Arbeit alleine möglich und zumutbar oder zu gefährlich und man muß zu zweit arbeiten.

Wenn Du schwangerschaftsbedingt nicht mehr nachts arbeiten kannst, kann Dir Dein Arzt oder Chef ein "Teil-Beschäftigungsverbot" aussprechen. So bekommst Du die Nachtzulage weiterhin wie bisher und der Arbeitgeber bekommt diese zusätzlichen Kosten komplett über die Krankenkasse erstattet.
Wenn Du gar nicht mehr arbeiten kannst, gibts ein uneingeschränktes Beschäftigungsverbot, genauer heißt es in diesem Fall "individuelles Beschäftigungsverbot"!
Da läuft es beenso, Arbeitgeber zahlt Dich wie gewohnt weiter und bekommt alles umgehend erstattet. Also ein tolle Sache für alle Beteiligten!

Während des Mutterschutzes, also 8 Wochen nach der Geburt bekommst Du noch volles Gehalt in Form von Mutterschaftsgeld.
Dann gibts Elterngeld, das sind 67% des Durschnittsgehalts (netto) der letzten 12 Monate vor Geburt!

Die Steuerklasse ändert sich nicht! Man bekommt nur einen Kinderfreibetrag. Damals wurde das auf der Karte eingetragen, heute denke ich macht man das
beim Finanzamt, indem man durch Vorlage der Geburtsurkunde einen neuen Lohnsteuernachweis ausstellen läßt!

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen!

Ganz liebe Grüße!

Vielen lieben Dank.
Ich bin nun um einiges schlauer

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9. Mai 2013 um 10:42

Mit Kind
kannst du in die Steuerklasse 2 wechseln (ledig, mind. 1 Kind), dann gibt's wohl noch ein paar Vergünstigungen...

liebe Grüße

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9. Mai 2013 um 18:19
In Antwort auf miaavo

Mit Kind
kannst du in die Steuerklasse 2 wechseln (ledig, mind. 1 Kind), dann gibt's wohl noch ein paar Vergünstigungen...

liebe Grüße

Aber NUR
wenn sie alleine lebt mit Kind!
Davon ist erstmal nicht auszugehen, da sie es nicht erwähnt hat!

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9. Mai 2013 um 18:31
In Antwort auf nora1451

Aber NUR
wenn sie alleine lebt mit Kind!
Davon ist erstmal nicht auszugehen, da sie es nicht erwähnt hat!

Danke
für die Belehrung

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22. Mai 2013 um 13:00
In Antwort auf miaavo

Danke
für die Belehrung

Bin nicht verheiratet.
lebe aber mit meinem Partner zusammen. Ist das ein Unterschied heutzutage?

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30. März 2015 um 12:40

Mutterschutzgesetz
sollte man einfach mal in Ruhe lesen.

"Ich arbeite aber in einem Kinder-Jugendheim im 24 Stunden-Dienst und würde nun einfach mal wissen wollen wie das dann ist. Man hört ja so einiges. Ich weiß das Schwangere nachts nicht arbeiten dürfen."

Das genau geregelt. Schwangere dürfen nur vn 6-20 Uhr und in den ersten vier Monaten in deinem Fall bis 22 Uhr arbeiten. Damit ist eine 24-Stunden-Schicht völlig ausgeschlossen.

"Muss ich denn nun schon sagen das ich schwanger bin. Nein, oder? Ich kann doch noch bis zur 12/13 Woche warten, oder?"

Du musst nichts sagen, aber es ist zu deinem Vorteil wenn du es sagst, weil dann die Rechte für dich in Kraft treten.

"Darf ich überhaupt mit "schwererziehbaren" Jugendlichen noch alleine arbeiten?"

Nein, dann wird der Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen müssen, die Gefährdungen durch agressive Jugendliche vermeiden. Dann wirst du vermutlich nur noch in Zweiergruppen (zwei Aufsichtspersonen gemeinsam) arbeiten oder ggf. im administrativen Bereich eingesetzt werden.

"Was steht mir zu wenn ich nicht mehr nachts arbeiten darf. Oder gar nicht mehr arbeiten darf. Bekomme ich dann mein Gehalt weiter?

Ja du bekommst dasselbe Gehalt weiter wie bisher.

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