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Schwanger, selbständig und privat versichert

1. Januar 2014 um 12:28

Hallo

Meine Frau und ich sind im 6 Monat. Wir freuen uns riesig, dass es nun endlich geklappt hat. Am Anfang hatten wir etwas Probleme aber nun wird unser Kinderwunsch doch noch war.

Jedoch überlegen wir gerade, wie wir die nächsten Monate/Jahre finanziell am besten bewältigen. Meine Frau lebt seit 11 Jahren hier in Deutschland aber bei der Regelwut der Deutschen versuche ich sie ab und zu zu unterstützen. Ich selbst bin Angestellter. Deswegen habe ich nur wenig Ahnung von dem was selbständige und privat versicherte so durchmachen müssen. Für uns ist das der reinste Dschungel. Ich habe aber hier schon mal etwas Hilfe gefunden:
http://www.gruenderlexikon.de/serie/wie-ihnen-waehrend-der-elternzeit-als-selbstaendiger-das-geld-aus-der-tasche-gezogen-wird

Welche Arte von Unterstützung kann man bei Selbständigkeit (Freiberufler) der Mutter und privater Krankenversicherung in Anspruch nehmen bzw. wo sollte man sich informieren. Ich liste einfach mal auf, was ich bisher so recherchiert habe. Wenn ihr Tipps und Anmerkungen habt, wäre das echt super.

1. Mutterschaftsgeld - Gibt es wohl bei privat Versicherten nicht?

2. Elterngeld - 67% kann man wohl bekommen wenn weniger als 30h pro Woche gearbeitet wird. Bei den meisten privaten Versicherungen bleibt man jedoch Beitragspflichtig. Der Verdienst aus der Selbständigkeit wird auf das Elterngeld angerechnet, jedoch gibt es einen Anspruch auf einen Mindestsatz von 300. Ist das so richtig?

3.Teilselbständigkeit - Ich habe den Tipp bekommen, dass dies Sinn machen könnte. Hat hier jemand eine Idee wann und wie das Sinn macht?

4. Arbeitslos melden - Wenn man sich entscheiden sollte die Selbständigkeit aufzugeben, wäre man dann automatisch gesetzlich versichert und beitragsbefreit? Kann man dann Arbeitslosengeld oder Elterngeld als Unterstützung beantragen?

Eure Hilfe wäre uns echt viel wert.

Grüße und ein schönes neues Jahr

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2. Januar 2014 um 0:37

Hallo!
Also, Deine Frau ist selbständig.
Für die Berechnung des Elterngeldes ist ausschlaggebend, was sie in den zwölf Monaten vor der Geburt verdient hat.

Von dem Durchschnittseinkommen der letzten zwölf Monate gibts die 67%.
Ich schreibe das, weil nicht deutlich wird, ob ihr das so richtig verstanden habt.

Zu 1. und 3. kann ich nichts sagen und bei 4. stellt sich die Frage, ob sie in die Arbeitslosenversicherung gezahlt hat, also ob die Anwartschaft erfüllt ist.
Sonst kann man Punkt 4 definitiv vergessen!

Euch auch ein tolles, ganz besonderes Neues Jahr!

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2. Januar 2014 um 7:56

Zu 1 kann ich etwas sagen
bei einer privaten Krankenversicherung bekommt man GENAU DAS was man versichert hat.
Habt ihr ein Mutterschaftsgeld versichert (findet man in den Unterlagen, Versicherungsklauseln), dann bekommt man das auch. Bei mir war das damals ein Einmalbetrag.

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4. Januar 2014 um 14:13

Aber warum
will sie sich das antun?? Sie kann doch viel mehr finanziell erreichen, wenn sie sich, wie jede andere Selbständige eine Haushälterin und ein Au-pair Mädchen nimmt und schaut das ihre Firma am Laufen bleibt. Gerade als Selbständige kann man das Kind bzw. das Stillen sehr gut integrieren.

Ich kenne keine Unternehmerin, die wegen 67% so ein Behördenaufriss macht. Da rechnet sich ja nicht einmal die Zeit zum Ausfüllen der Formulare.

Deine Frau soll es machen wie alle anderen Unternehmer auch, entweder Kind mit nehmen oder betreuen lassen.

Außerdem könntest du, als Arbeitnehmer viel besser in Elternzeit gehen.

Saraa

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5. Januar 2014 um 11:41
In Antwort auf florina911

Hallo!
Also, Deine Frau ist selbständig.
Für die Berechnung des Elterngeldes ist ausschlaggebend, was sie in den zwölf Monaten vor der Geburt verdient hat.

Von dem Durchschnittseinkommen der letzten zwölf Monate gibts die 67%.
Ich schreibe das, weil nicht deutlich wird, ob ihr das so richtig verstanden habt.

Zu 1. und 3. kann ich nichts sagen und bei 4. stellt sich die Frage, ob sie in die Arbeitslosenversicherung gezahlt hat, also ob die Anwartschaft erfüllt ist.
Sonst kann man Punkt 4 definitiv vergessen!

Euch auch ein tolles, ganz besonderes Neues Jahr!

Danke
Ja das mit dem Elterngeld haben wir so verstanden. Vielen Dank noch mal.

Ich glaube nicht, dass wir uns eine Haushälterin und ein Au-pair Mädchen leisten könnten. Mitnehmen des Kindes ist definitiv nicht möglich.

Momentan überlegen wir, ob es Sinn macht die Selbständigkeit stark zu reduzieren, so dass meine Frau nur noch ein paar Stunden in der Woche arbeitet. Dadurch wäre dann ein Wechsel in die private Krankenversicherung meiner Krankenkasse möglich.

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