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Schwanger und weiter bewerben???

31. Mai 2010 um 14:04

Hallo ihr Lieben,

ich bin in der 8 SSW und leider arbeitslos.

Habe natürlich weiter Bewerbungen geschrieben und nu hab ich morgen tatsächlich ein Vorstellungsgespräch und ein schlechtes Gewissen.

Ist es nicht ganz schön link, das Vorstellungsgespräch zu führen mit dem Wissen die Firma zu bescheissen???

Vielleicht kann mir ja jemand von euch einen Rat geben.


Ab wann muss ich eigentlich eine Schwangerschaft meinem Arbeitgeber mitteilen???


Danke

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2. Juni 2010 um 13:30

Hallo,
erstmal herzlichen Glückwunsch!!!

So ganz die feine englische Art wäre das nicht, da hast du recht. Du solltest dem Chef von deiner Schwangerschaft erzählen, denn wenn hinterher rauskommt, dass du zum Zeitpunkt des Vorstellungsgesprächs bereits schwanger warst, kannste das ja gleich vergessen. Er kann dich zwar nicht kündigen, aber der findet dann andere Wege, um dich loszuwerden. Wer will schon SO einen Arbeitnehmer bzw. wer will schon SO ein Arbeitsumfeld haben? KÖNNTE jedenfalls so laufen...

Andererseits wäre das schon ein sehr verzweifelter Chef, der eine Schwangere einstellt, die ja in absehbarer Zeit ausfallen wird...

So oder so ist doof. Ich persönlich bin immer für die ehrliche Variante.

Du musst deinem Arbeitgeber BIS zur 12. Woche mitteilen, dass du schwanger bist. Eigentlich sofort, wenn du es weißt (aber es kann dir ja keiner in den Kopf kucken, nech?). Das ist gesetzlich so geregelt, damit der Arbeitgeber eventuelle für Schwangere ungünstige Arbeiten (schweres Heben, mit Chemikalien arbeiten usw.) anderweitig vergeben kann und du und das Ungeborene nicht geschädigt werden. Also eigentlich nur zu deinem Besten.

Viel Glück & alles Gute

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3. Juni 2010 um 18:09

Nein,
es stimmt nicht, daß man bis zur 12 ssw dem AG es mitzuteilen hat, sicher heißt es laut gesetzt unverzüglich,
allerdings "kriegt man keine strafe", wenn man es erst im 16 ssw z.b. mittielt...allerdings klar wenn das kindswohl durch chemie, schichten , etc. gefähret, tut die schwanger schon oft in der 5 ssw mitteilen, dies kann im vertrauen geschehen, so daß andere davon noch nicht erfahren müssen.

willst du nochmal arbeiten vor geb urt, dann verschweige die SS, willst du nicht mehr arbeiten, sag die wahrheit

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5. Juni 2010 um 16:11

Du mußt es überhaupt nicht sagen!
Hallo,

also im Mutterschutzgesetz steht, man SOLL es dem AG sagen. Man ist nicht verpflichtet es zu einem bestimmten Zeitpunkt zu tun. Wenn man es nicht sagt, kann man natürlich auch nicht vor Gefährdung am Arbeitsplatz geschützt werden.

Ich finde es ist nicht verwerflich die Schwangerschaft zu verschweigen, denn wer weiß, ob die Schwangerschaft gut geht? Dann stehst Du weiterhin ohne Job da.

Und überhaupt eine Schwangerschaft ist ja normalerweise kein Beinbruch wenn Du einen normalen Beruf hast. Du kannst dis zum Mutterschutz ganz normal arbeiten und nach der Schwangerschaft auch wieder einsteigen. Und für Deinen Lebenslauf macht es sich auch besser, wenn Du möglichst kurz arbeitslos bist.

Außerdem zählt das Arbeitslosengeld nicht für das Elterngeld! Wenn Du also mehr Elterngeld bekommen willst, mußt Du dafür arbeiten...

Grüße
Wasa

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7. Juni 2010 um 9:12
In Antwort auf wasa28

Du mußt es überhaupt nicht sagen!
Hallo,

also im Mutterschutzgesetz steht, man SOLL es dem AG sagen. Man ist nicht verpflichtet es zu einem bestimmten Zeitpunkt zu tun. Wenn man es nicht sagt, kann man natürlich auch nicht vor Gefährdung am Arbeitsplatz geschützt werden.

Ich finde es ist nicht verwerflich die Schwangerschaft zu verschweigen, denn wer weiß, ob die Schwangerschaft gut geht? Dann stehst Du weiterhin ohne Job da.

Und überhaupt eine Schwangerschaft ist ja normalerweise kein Beinbruch wenn Du einen normalen Beruf hast. Du kannst dis zum Mutterschutz ganz normal arbeiten und nach der Schwangerschaft auch wieder einsteigen. Und für Deinen Lebenslauf macht es sich auch besser, wenn Du möglichst kurz arbeitslos bist.

Außerdem zählt das Arbeitslosengeld nicht für das Elterngeld! Wenn Du also mehr Elterngeld bekommen willst, mußt Du dafür arbeiten...

Grüße
Wasa

Doch
Von deiner Schwangerschaft MUSST du schon irgendwann mal deinem Chef was sagen. Es geht nicht nur um den Schutz der Schwangeren, schließlich muss der Chef ja auch an die betriebliche Zukunft denken und ggfs. umdisponieren.

Hättet ihr denn gar kein schlechtes Gewissen, euren Chef so festzunageln? Immerhin kann sie -wenn sie möchte- drei Jahre zu Hause bleiben und der Chef muss ihr auch noch eine Stelle freihalten... abgebrüht, wenn ihr mich fragt...

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21. Juni 2010 um 19:12

Man darf es verschweigen
Es ist gesetzlich festgelegt, dass man bei einer Bewerbung keine Auskunft über eine SS geben muss. Egal in der wievielten Woche man ist.
Ich finde es total korrekt, dass man es verschweigen darf, da man als schwangere sehr schwer eine Arbeit bekommt, weil man der Firma finanziell zur Last fallen würde. Wie sich das schon anhört ist sehr geschlechterfeindlich.
Und selbst als Mutter hat man es schwer, eine Arbeit zu finden, weil es natürlich zu Ausfällen kommt. Den Job, den der AG während der Elternzeit freizuhalten hat, steht einen auch solange zu, bis sie endlich mal auf die Idee kommen, Kinderstuben anzubieten.
Norwegen ist seit Jahren ein gutes Vorbild und haben auf jedenfall keine finanziellen Schwierigkeiten, was das betrifft.
Also, mach dir deswegen keine Gedanken, sie scheren sich normal ja dann auch nicht, wenn sie dir schaden würden und sie eine gesetzliche Grauzone dafür verwenden.
LG, Eileen
Glückwunsch übrigens!

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7. Juli 2010 um 15:50
In Antwort auf shaddzilein

Doch
Von deiner Schwangerschaft MUSST du schon irgendwann mal deinem Chef was sagen. Es geht nicht nur um den Schutz der Schwangeren, schließlich muss der Chef ja auch an die betriebliche Zukunft denken und ggfs. umdisponieren.

Hättet ihr denn gar kein schlechtes Gewissen, euren Chef so festzunageln? Immerhin kann sie -wenn sie möchte- drei Jahre zu Hause bleiben und der Chef muss ihr auch noch eine Stelle freihalten... abgebrüht, wenn ihr mich fragt...

Abgebrüht...
Der Ausdruck Abgebrüht schockiert mich in diesem Zusammenhang, schwanger sein bedeutet ja nicht dass man plötzlich seinen Lebensunterhalt finanziert bekommt, eine Schwangere hat genau so Anrecht auf Arbeit wie jeder.
Schwangersein dauert 9 Monate, da kann man sich doch nicht auf "stand by" stellen. Eine Schwangerschaft beim Bewerbungsgespräch mitzuteilen hat diskriminierende Wirkung.
Was ist das nur für eine Einstellung, Schwangere Frauen so hinzustellen, quasi als Betrügerinnen.
Wenn eine Schwangere arbeiten gehen will finde ich das gut und sie braucht ihre Schwangerschaft NICHT bekanntzugeben, man wird es ja sowiso irgendwann nicht mehr übersehen können.


STOPP DISKRIMINIERUNG VON SCHWANGEREN!

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