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Schwanger, Wahl zwischen Kündigung/befristeten Vertrag

8. Mai 2014 um 10:24

Hallo ihr lieben,

ich habe ein riesen Problem und wäre echt froh wenn ihr mir weiterhelfen könntet:
in 23 Tagen läuft meine Probezeit aus einem unbefristetetn Arbeitsvertrag ab. Nun wurde mir vor einer Woche im Mitarbeitergespräch gesagt, dass der Betrieb mich gerne behalten möchte, aber nur wenn ich bereit bin, meinen unbefristeteten Vertag zu kündigen und einen neuen auf ein Jahr befristeteten annehme. Grund: ich habe mich am Anfang der Probezeit schwer in den Betrieb einfinden können, zudem kann mich die stellvertretende Chefin einfach nicht leiden. Meine anderen Kollegen haben sich dann anscheinend für mich stark gemacht und gesagt, dasss sie mich weiter im Team behalten wollen.
Nun habe ich vor drei Tagen meiner Chefin gesagt, dass ich mit dem Angebot einverstanden bin, also den neuen befristetetn Vertag annehmen werde.
Gestern habe ich dann aber völlig unerwartet erfahren, dass ich in der 4. Woche schwanger bin.
Was soll ich nun tun?
Neuen Vertag unterschreiben oder mich auf meine Unkündbarkeit berufen??
Habe Angst, dass ich in den 3 Wochen eine Fehlgeburt erleide und dann weder das eine noch das andere habe.
Was meint ihr??

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8. Mai 2014 um 12:15

Hallo!
Na das ist ja mal ein Wirrwarr!

Also, ich gehe stark davon aus, dass es sinnvoller ist, wenn Du Dich auf den Kündigungsschutz berufst und es bei dem unbefristeten Vertrag belässt.

Wie gerne würdest Du denn nach der Elternzeit wieder dort arbeiten? Das Problem ist, da Du ja so ein "Wackelkandidat" zu sein scheinst, wird der Vertrag vermutlich ohnehin nach dem einen Jahr nicht mehr verlängert.
Insofern hättest Du mit unbefristetem Vertrag zumindest bis zu drei Jahren Elternzeit, was (falls Du nicht verheiratet bist) ein Vorteil zwecks Versicherung wäre.

Also ich würde Dir stark empfehlen, auf Dein Recht des unbefristeten Vertrags zu pochen !

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8. Mai 2014 um 16:23
In Antwort auf florina911

Hallo!
Na das ist ja mal ein Wirrwarr!

Also, ich gehe stark davon aus, dass es sinnvoller ist, wenn Du Dich auf den Kündigungsschutz berufst und es bei dem unbefristeten Vertrag belässt.

Wie gerne würdest Du denn nach der Elternzeit wieder dort arbeiten? Das Problem ist, da Du ja so ein "Wackelkandidat" zu sein scheinst, wird der Vertrag vermutlich ohnehin nach dem einen Jahr nicht mehr verlängert.
Insofern hättest Du mit unbefristetem Vertrag zumindest bis zu drei Jahren Elternzeit, was (falls Du nicht verheiratet bist) ein Vorteil zwecks Versicherung wäre.

Also ich würde Dir stark empfehlen, auf Dein Recht des unbefristeten Vertrags zu pochen !

Hallo
Hallo Florina,
danke für deine Antwort!!
Ich weiß nicht, ob ich nach der Elternzeit bzw. jetzt dort noch arbeiten möchte. Komme mit meinen Kollegen gut zurecht, die Arbeit gefällt mir, aber da ist das große Problem mit der stellvertretenden Chefin die ja auch meine Kollegin ist. Derzeit weiß ich auch noch nicht, ob ich ggf. von der Arbeit freigestellt werden muss.
Derzeit bin ich von meiner Ärztin eine Woche krankgeschrieben und laut Chefin wird der neue Vertrag inkl. Kündigung des alten in den nächsten Tagen per Post kommen.
Ich denke, ich werde es wirklich so machen, dass ich mich auf meine Unkündbarkeit berufe und versuche, den unbefristeten Vertag "abzusahnen". Ist übrigens nicht irgendein kleiner Betrieb, der auf jeden Mitarbeiter angewiesen ist.
Vielen Dank für deinen Rat!

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9. Mai 2014 um 12:46
In Antwort auf zoraida83

Hallo
Hallo Florina,
danke für deine Antwort!!
Ich weiß nicht, ob ich nach der Elternzeit bzw. jetzt dort noch arbeiten möchte. Komme mit meinen Kollegen gut zurecht, die Arbeit gefällt mir, aber da ist das große Problem mit der stellvertretenden Chefin die ja auch meine Kollegin ist. Derzeit weiß ich auch noch nicht, ob ich ggf. von der Arbeit freigestellt werden muss.
Derzeit bin ich von meiner Ärztin eine Woche krankgeschrieben und laut Chefin wird der neue Vertrag inkl. Kündigung des alten in den nächsten Tagen per Post kommen.
Ich denke, ich werde es wirklich so machen, dass ich mich auf meine Unkündbarkeit berufe und versuche, den unbefristeten Vertag "abzusahnen". Ist übrigens nicht irgendein kleiner Betrieb, der auf jeden Mitarbeiter angewiesen ist.
Vielen Dank für deinen Rat!

Hallo Zoraida!
Erstmal noch Glückwunsch zur Schwangerschaft, das habe ich gestern total verschwitzt!
Mal plump gefragt, wahrscheinlich konnte man ja noch keine "intakte" Schwangerschaft feststellen, oder?
Konnte man jedenfalls bei mir in der 4. Woche noch nicht.
Aber dennoch sollte man in solchen Fällen nach der Wahrscheinlichkeit gehen und wenn Du schwanger bist, wird das sicherlich auch alles gut gehen.

Denke nur daran, wenn die Kündigung kommt, zu widersprechen. Die Kündigung ist nicht automatisch unwirksam, man muß quasi widersprechen, die Schwangerschaft nachweisen, dafür gibts ne Bestätigung vom Arzt. Und dann sollte der Arbeitgeber bestätigen, dass er die Kündigung zurück nimmt. Dafür gilt die 3-Wochen-Frist.
Oder Du meldest Dich jetzt noch und berichtest von der SS, bevor die Kündigung kommt.

Weißt Du schon in etwa, wie lange Du in Elternzeit gehen möchtest?
Anschließend genießt Du dann zwar keinen Kündigungsschutz mehr, aber wenn das großer Betrieb ist, müßten sie ja erstmal einen guten Grund liefern, wenn sie einen unbefristeten Vertrag kündigen möchten.
"Betriebliche Gründe" ist da ja dann oft nicht möglich und einen anderen Grund muß man erstmal finden/haben.

Also ist diese Variante deutlich besser!



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9. Mai 2014 um 22:13

Danke
Hallo Florina,
danke erstmal für die Glückwünsche. Kann es selber noch garnicht richtig fassen, da ich überhaupt nicht damit gerechnet habe.
Derzeit bin ich erstmal bis mitte nächster Woche krank geschrieben, da ich Angst vor Ansteckungen habe und auch nicht arbeiten soll. Heute wurde mir deswegen Blut abgenommen.
Ob ich eine "intakte" SS habe weiß ich nicht. Der Arzt hat eindeutig eine Einnistung feststellen können, Urintest war positiv und meine Periode bleibt aus. Daher gehe ich schwer davon aus, dass sie intakt ist (weiß leider nicht genau, ab wann von "intakt" bzw. "unintakt" die Rede ist).
Ich habe zwar versucht mich im Inet schlau zu machen, aber immer noch nicht verstanden, ab wann man laut Arzt offiziell als "Schwanger" gilt, weißt du das vielleicht??

Bis heute (09.05.2014) habe ich noch kein Kündigungsschreiben im Briefkasten erhalten. Ich bin bis einschließlich 14.05.14 krank geschrieben. So wie ich das verstanden habe, dürfen die mir bis zum 31.05 kündigen.
Ich habe Angst, dass ich am 15.05 oder vorher da hin gehe, sage, dass ich schwanger bin, die ihre Kündigung zurücknehmen und ich, aus welchen Gründen auch immer, bis zum 31.05. eine Fehlgeburt erleide.
Diese müsste ich ja sofort mitteilen, der Betrieb würde mir sofort kündigen und dann wäre ja ganz sicher auch mein befristeter Vertag weg.
Somit wäre ich arbeitslos, und das schlimmste: ich hätte mein Kind verloren.
Ach Gott, ich werd grad noch Wahnsinnig wegen dieser komplizierten Situation.
Gedanken daran, ab wann und wieviel Elternzeit ich nehme, habe ich mir noch garnicht gemacht.
Habe es ja noch nichtmal richtig verstanden, dass ich schwanger bin. Ich glaube, so richtig freue ich mich erst ab der 12. Woche, habe derzeit wahnsinnige Panik vor einer Fehlgeburt, da ich mich noch nicht schwanger fühle.

Danke für deine Hilfe, ich habe grad das Gefühl, dass mein Kopf vor lauter Gedanken gleich Platzt

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