Home / Forum / Recht & Unrecht / Schwanger, wie läuft es mit der Arbeit?

Schwanger, wie läuft es mit der Arbeit?

26. April 2013 um 0:45 Letzte Antwort: 30. März 2015 um 13:22

Hallo,
Ich habe paar rechtliche Fragen...
Ich arbeite in der Gastronomie, und es gibt ja Gesetzte wo festgelegt ist, wie lange man ab welchen Monat nur noch arbeiten. Aber wenn ich meine 169 Stunden im Monat nicht mehr arbeiten kann, bekomme ich doch die restlichen Monate nicht das volle Gehalt oder? Kann ich da Gelder beantragen. Wieviel Geld bekomme ich im Mutterschutz? Und was genau ist Erziehungsurlaub bzw. erhalte ich da Geld? Oder weiterhin Geld vom Arbeitgeber? Ich verdiene 1800 Brutto plus Zuschläge und habe ab 1.10. einen unbefristeten Vertrag, die restlichen Monate sind Probezeit...

Vielleicht hat jemand Antworten für mich...

Mehr lesen

26. April 2013 um 14:02

Mutterschutz
Und im Mutterschutz bekomme ich auch mein volles Gehalt?

Gefällt mir
26. April 2013 um 18:56
In Antwort auf an0N_1235700399z

Mutterschutz
Und im Mutterschutz bekomme ich auch mein volles Gehalt?

Ja,
die 6 Wochen vorher und 8 Wochen nachher gibts volles Gehalt, ein Teil zahlt der Arbeitgeber, den anderen die KK.

Gefällt mir
26. April 2013 um 19:25
In Antwort auf florina911

Ja,
die 6 Wochen vorher und 8 Wochen nachher gibts volles Gehalt, ein Teil zahlt der Arbeitgeber, den anderen die KK.

Probezeit
Und die 5 Monate Probezeit die ich noch habe... Wenn ich dem Arbeitgeber im 3.Monat sage das ich schwanger bin, kann er mich dann kündigen?

Gefällt mir
2. Mai 2013 um 14:24

Heißes Eisen...
erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! wie weit bist du denn genau?

wieso solltest du denn deine 169 Stunden nicht mehr leisten können? prinzipiell ist eine Schwangerschaft im Allgemeinen ja nur ein vorübergehender Zustand, keine Krankheit - immer vorausgesetzt, man hat keine schlimmen Begleiterscheinungen oder sucht sich seine Wehwechen im Internet

solltest du nicht arbeiten können, bleiben dir AU oder BV. ein BV kann vom Arzt oder vom AG ausgestellt werden.

laut MuSchGe darfst du keine Nacht- und Feiertagsarbeit mehr leisten, bis zum Ende des 4. Monats bis 22:00, danach nur noch bis 20 Uhr arbeiten. Sonntagsarbeit ist in der Gastronomie zulässig - sofern dein Arbeitgeber dir in der darauffolgenden Woche einen 18h-Ausgleich gewährleistet.

was deinen befristeten Vertrag bis 30.09. angeht... eine Befristung kann völlig regulär auslaufen, auch bei einer Schwangeren und ist im Allgemeinen auch nicht unüblich. auch wenn du das sicherlich nicht gern hörst. kündigen darf man dich nicht so einfach, es sei denn, du tust etwas geschäftsschädigendes - dann ist es eine völlig zulässige Kündigung, vor der auch die Schwangerschaft nicht schützt.

hoffe, dass hilft dir ein wenig
liebe Grüße!

Gefällt mir
30. März 2015 um 13:22

Das ist ....
... direkte Anstiftung zum Sozialbetrug!

"Solltest Du nun aber kürzer treten WOLLEN, kann Dir Dein Arbeitgeber ein sog. Beschäftigungsverbot ausstellen mit der Begründung dass er Dich unter Berücksichtigung der Schutzgesetze nicht brauchen kann.
Dann bekommst Du weiterhin das volle Gehalt und das Tolle, der Arbeitgeber bokommt den "Schaden" von der KK ersetzt!"

Das ist vom Gesetz nicht gedeckt, und bedeutet einen Mißbrauch der Umlagekasse, der dann von der Allgemeinheit bezahlt werden muss.

Der Arbeitgeber hat kein solches Recht per se. Sondern er muss dich eben mit leichten körperlichen Arbeiten innerhalb der erlaubten Zeiten und Fristen weiter beschäftigen.

Erlaubt sind 8,5 Stunden täglich, bis 90 Stunden in der Doppelwoche, bis zum Ende des vierten Monats bis 22 Uhr in der Gastronomie, und auch sonntag ist erlaubt!!

Es muss lediglich ein Ersatzruhetag für den Sonntag eingelegt werden.

Sollte der AG auf solch ein Ansinnen nach einem BV tatsächlich eingehen und es fliegt auf, dann riskiert er dass die Umlagekasse die Erstattung verweigert. Also nicht ratsam, sich sorglos aus der Umlagekasse bezahlen zu lassen.

Gefällt mir