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Seit 12 Monaten krankgeschrieben und nun schwanger

21. März 2016 um 10:28

Ich habe da gerade ein Riesenproblem: ich bin Angestellte und bin aber nun mehr seit Februar 2015 wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben, beziehe also Krankengeld.Letzte Woche wurde die Schwangerschaft festgestellt. Mein Betriebsarzt würde mir sofort ein Beschäftigungsverbot ausstellen, daber ich in einem kleinen Seniorenheim angestellt bin und dort keine Möglichkeit für eine Schonstelle existiert. Jetzt frage ich mich natürlich, wie sich das mit der Bezahlung verhält, sofern ich ins Beschäftigungsverbot gehe. Ich will ja nicht schwanger und ohne Geld dastehen. Ich hoffe, es kennt sich hier jemand mit solchen rechtlichen Fragen aus!????

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22. März 2016 um 8:23

Ich denke mal
Du wirst nur die 300 Mindestsatz bekommen, da Krankengeld ein "Lohersatzleistung" ist und kein einkommenssteuerpflichtiges Einkommen.

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24. März 2016 um 16:52

Betriebsarzt
Der Betriebsarzt ist nicht berechtigt dir ein solches Beschäftigungsverbot auszustellen. Körperliche Einschränkungen sind Sache des behandelnden Arztes, der deinen Bandscheibenvorfall behandelt. Er könnte dir ein Beschäftigungsverbot für jede Tätigkeit mit Rückenbelastung ausstellen, wenn du wieder arbeitsfähig wärst. Aber da du ja krankgeschrieben bist, ist das Beschäftigungsverbot überhaupt nicht notwendig und nachrangig. Die Krankschreibung geht vor. D.h. dass du weiter im Krankengeld bleibst, auch als Schwangere. An deiner Bezahlung ändert sich nichts. Ein Anspruch auf Mutterschutzlohn (das ist das was du im Beschäftigungsverbot erhalten würdest) besteht nur bei Arbeitsfähigkeit.

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24. März 2016 um 16:56

Übrigens
... ist der Betriebsarzt auch nicht berechtigt, dich freizustellen, diese Entscheidung trifft der Arbeitgeber. Ob er eine Schonstelle hat oder nicht entscheidet er selber. Der Betriebsarzt kann lediglich medizinisch begründete Empfehlungen an den Arbeitgeber weitergeben. In einem Seniorenheim gibt es immer auch Tätigkeiten für Schwangere, und wenn auch nur für einen Teil deines Beschäftigungsumfang. Das ist aber nur relevant, wenn die Arbeitsfähigkeit wieder hergesstellt ist.

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7. April 2016 um 17:13
In Antwort auf petrabaur

Übrigens
... ist der Betriebsarzt auch nicht berechtigt, dich freizustellen, diese Entscheidung trifft der Arbeitgeber. Ob er eine Schonstelle hat oder nicht entscheidet er selber. Der Betriebsarzt kann lediglich medizinisch begründete Empfehlungen an den Arbeitgeber weitergeben. In einem Seniorenheim gibt es immer auch Tätigkeiten für Schwangere, und wenn auch nur für einen Teil deines Beschäftigungsumfang. Das ist aber nur relevant, wenn die Arbeitsfähigkeit wieder hergesstellt ist.

Doch natürlich
Der Betriebsarzt kann ein generelles BV erteilen. Natürlich nur, wenn der Arbeitgeber keinen geeigneten arbeitsplatz für eine Schwangere findet.

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7. April 2016 um 17:56
In Antwort auf joey1404

Doch natürlich
Der Betriebsarzt kann ein generelles BV erteilen. Natürlich nur, wenn der Arbeitgeber keinen geeigneten arbeitsplatz für eine Schwangere findet.

Solange man krank geschrieben ist ...
also nicht arbeitsfähig, ist jedes BV irrelevant. Man braucht kein BV und wird auch nicht danach bezahlt werden. Also muss weder der BV noch der Arbeitgeber noch ein anderer Arzt irgendein BV ausstellen.

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9. April 2016 um 9:21

Wie lange gibt es überhaupt Krankengeld?
12 oder 18 Monate?
Ich würde da schauen, dass Du offiziell nicht mehr krankgeschrieben bist und somit ins BV rutscht. Ja, Asche auf mein Haupt, hier ist definitiv die Trickkiste angesagt!
Ich denke ja, dass so ein Bandscheibenvorfall nach einem Jahr auch mal durch sein dürfte

Alles Gute!

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9. April 2016 um 10:30
In Antwort auf florina911

Wie lange gibt es überhaupt Krankengeld?
12 oder 18 Monate?
Ich würde da schauen, dass Du offiziell nicht mehr krankgeschrieben bist und somit ins BV rutscht. Ja, Asche auf mein Haupt, hier ist definitiv die Trickkiste angesagt!
Ich denke ja, dass so ein Bandscheibenvorfall nach einem Jahr auch mal durch sein dürfte

Alles Gute!

Offiziell ...
Wir wissen ja nicht was die TE hat. Aber um ein BV zu bekommen muss man arbeitsfähig sein. Alles andere ist Betrug, was du verharmlosend "Trickkiste" nennst. Wenn andere betrogen werden sollen, ist es "Trickkiste", wenn man selber betrogen würde, wäre es nicht so harmlos.

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11. April 2016 um 12:21

Um noch auf Deine Frage einzugehen:
BV ist das Beste das Du machen kannst, denn da wirst Du so behandelt als würdest Du arbeiten. Du bist also ohne jeglichen finanziellen Nachteile von der Arbeit freigestellt.
Was besseres gibt es nicht!

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