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Stiefvateradoption ja oder nein?

11. November 2013 um 20:13

Es geht viel mehr um meinen Freund als um mich.
Um es kurz zu machen: Er hat mittlerweile zwei 6-jährige Kinder (Zwillinge) die durch einen Unfall entstanden sind. Die Kindesmutter wollte trotz der gerade erst ein Monate alten Kennenlernphase zwischen den beiden die Kinder bekommen.
Seitdem bezahlt er fast 500 Unterhalt jeden Monat und fährt alle 4-6 Wochen zu den Kindern, die seit ca. 4 Jahren etwa 4-5 Stunden entfernt wohnen.An einem Tag hin und zurück um sie für ein paar Stunden zu sehen. Er darf nicht in die Wohnung, sondern muss mit ihnen immer in den Zoo. Hat immer nur Stress mit der Kindesmutter. tiefvater wird als "richtiger Papa" betitelt.
Nun ist er an dem Punkt angelangt die Kinder vom Stiefvater adoptieren zu lassen, um nicht als Geldesel ausgenutzt zu werden um dafür von den Kindern als Babysitter dargestellt zu werden.....
Die Kindesmutter hat allerdings schon klargemacht, dass mit seinen Pflichten auch die Rechte verloren gehen würden... Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass sie ihm verbieten wird die Kinder zu sehen...
Was würdet ihr ihm raten? Es sei dazu gesagt, dass er keinen weiteren Stress möchte in Form von Anwälten etc. er ist glaube ich am Ende seiner Kräfte was Stress anbelangt....

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11. November 2013 um 20:41

Wie
ist denn das Verhältnis zwischen ihm und den Kindern?
Freuen die sich wenn er Sie abholt?
Telefonieren sie auch mal?
Verbringen sie mal die Ferien zusammen?
Das ging jetzt nicht so ganz aus Deinem Text hervor!

Da ist guter Rat teuer... Irgendwie hat es ein bisschen was von Kinder "verkaufen", was jetzt nicht vorwurfsvoll gemeint ist, denn ich kann den Gedanken schon nachvollziehen.

Es ist total schwierig dazu was zu sagen.
Vielleicht könntest Du mal doch erst die Fragen beantworten bzw. mehr über die emotionale Seite erzählen?

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11. November 2013 um 21:14
In Antwort auf florina911

Wie
ist denn das Verhältnis zwischen ihm und den Kindern?
Freuen die sich wenn er Sie abholt?
Telefonieren sie auch mal?
Verbringen sie mal die Ferien zusammen?
Das ging jetzt nicht so ganz aus Deinem Text hervor!

Da ist guter Rat teuer... Irgendwie hat es ein bisschen was von Kinder "verkaufen", was jetzt nicht vorwurfsvoll gemeint ist, denn ich kann den Gedanken schon nachvollziehen.

Es ist total schwierig dazu was zu sagen.
Vielleicht könntest Du mal doch erst die Fragen beantworten bzw. mehr über die emotionale Seite erzählen?

...
Ich war einmal mit ihm zusammen die Kinder besuchen. Und ja sie freuen sich wenn sie ihn sehen und man sieht auch, dass er die kleinen Knirpse lieb hat und sich für nichts zu schade ist.
Telefonieren und Ferien verbringen ist bis jetzt noch nicht zustande gekommen... Ich denke weil sie noch ziemlich klein sind, andererseits, weil die Situation dauernd angespannt ist und er schon Angst haben muss, dass wenn er nicht pünktlich ist, sie die Polizei ruft...
Allerdings hatte er vor nächstes Jahr mit den Kleinen mal wegzufahren... Wenn er Geld sparen könnte durch die Stiefvateradoption wäre das auch möglich. Andernfalls sieht es eher schlecht aus, weil er selbst schon sehr sparsam sein muss. Er hat auch nicht vor die Kinder finanziell nicht weiter zu unterstützen. Nur sind 500 viel Geld monatlich. Gerade wenn man nur Ärger erntet....

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7. Dezember 2013 um 8:29
In Antwort auf franinchen

...
Ich war einmal mit ihm zusammen die Kinder besuchen. Und ja sie freuen sich wenn sie ihn sehen und man sieht auch, dass er die kleinen Knirpse lieb hat und sich für nichts zu schade ist.
Telefonieren und Ferien verbringen ist bis jetzt noch nicht zustande gekommen... Ich denke weil sie noch ziemlich klein sind, andererseits, weil die Situation dauernd angespannt ist und er schon Angst haben muss, dass wenn er nicht pünktlich ist, sie die Polizei ruft...
Allerdings hatte er vor nächstes Jahr mit den Kleinen mal wegzufahren... Wenn er Geld sparen könnte durch die Stiefvateradoption wäre das auch möglich. Andernfalls sieht es eher schlecht aus, weil er selbst schon sehr sparsam sein muss. Er hat auch nicht vor die Kinder finanziell nicht weiter zu unterstützen. Nur sind 500 viel Geld monatlich. Gerade wenn man nur Ärger erntet....

Sorry, dass ich mich
erst so spät wieder melde

Also, die Überlegung Geld zu sparen durch die Stiefvateradoption...
So wie Du über die Mutter schreibst, bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr euch das abschminken könnt.
Ich meine, ihr Gedanke ist bestimmt, kein Geld mehr und kein Kontakt mehr...

Was hätte sie davon, euch die Kohle zu schenken und alles andere bleibt gleich? So nett schätze ich sie Deiner Beschreibung nach ganz und gar nicht ein

Meine Überlegung dazu:
Jetzt sind die Kinder eigentlich alt genug um mal zu euch kommen zu können.
Also anders gesagt, so wie es jetzt läuft, ist es tatsächlich zu wenig Kind für soviel Kohle. Sorry, das klingt gemein, aber ich finde, es bringt's gut auf den Punkt.
Es sollte sich langsam eine Tendenz zeigen.
Kann man das Vater-Kinder-Verhältnis intensivieren, wie es zwischen Eltern und Kindern sein sollte?

Denn wenn Dein Freund nicht mehr als ein Pausenclown oder Babysitter ist, dann stimmt das Verhältnis (Kosten-Vaterrolle) nicht.
Ums nochmal platt und sachlich zu sagen: der Einsatz lohnt sich nicht, die Pflichten und Rechte halten nicht die Waage.

Jedenfalls wundere ich mich ein wenig, dass nie telefoniert wird. Für mich ein Zeichen, dass der Papa im Alltag keine Rolle spielt (es sei denn die Mutter verbietet es).

Also jetzt aber nochmal zur Kernfrage.
Jetzt einfach adoptieren zu lassen, wäre schade, weil die Kinder schon relativ groß sind. Wenn sich aber abzeichnet, dass das Verhältnis so oberflächlich bleibt - und die Kinder sind wie gesagt bereits in dem Alter wo man das "testen" kann - wäre es total nachvolziehbar!

Habt ihr demnächst mal Urlaub? Dann fragt doch die Kinder direkt, ob Sie mal drei Tage kommen möchten? An der Reaktion kann man dann schon einiges erkennen


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14. Januar 2014 um 13:00
In Antwort auf florina911

Sorry, dass ich mich
erst so spät wieder melde

Also, die Überlegung Geld zu sparen durch die Stiefvateradoption...
So wie Du über die Mutter schreibst, bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr euch das abschminken könnt.
Ich meine, ihr Gedanke ist bestimmt, kein Geld mehr und kein Kontakt mehr...

Was hätte sie davon, euch die Kohle zu schenken und alles andere bleibt gleich? So nett schätze ich sie Deiner Beschreibung nach ganz und gar nicht ein

Meine Überlegung dazu:
Jetzt sind die Kinder eigentlich alt genug um mal zu euch kommen zu können.
Also anders gesagt, so wie es jetzt läuft, ist es tatsächlich zu wenig Kind für soviel Kohle. Sorry, das klingt gemein, aber ich finde, es bringt's gut auf den Punkt.
Es sollte sich langsam eine Tendenz zeigen.
Kann man das Vater-Kinder-Verhältnis intensivieren, wie es zwischen Eltern und Kindern sein sollte?

Denn wenn Dein Freund nicht mehr als ein Pausenclown oder Babysitter ist, dann stimmt das Verhältnis (Kosten-Vaterrolle) nicht.
Ums nochmal platt und sachlich zu sagen: der Einsatz lohnt sich nicht, die Pflichten und Rechte halten nicht die Waage.

Jedenfalls wundere ich mich ein wenig, dass nie telefoniert wird. Für mich ein Zeichen, dass der Papa im Alltag keine Rolle spielt (es sei denn die Mutter verbietet es).

Also jetzt aber nochmal zur Kernfrage.
Jetzt einfach adoptieren zu lassen, wäre schade, weil die Kinder schon relativ groß sind. Wenn sich aber abzeichnet, dass das Verhältnis so oberflächlich bleibt - und die Kinder sind wie gesagt bereits in dem Alter wo man das "testen" kann - wäre es total nachvolziehbar!

Habt ihr demnächst mal Urlaub? Dann fragt doch die Kinder direkt, ob Sie mal drei Tage kommen möchten? An der Reaktion kann man dann schon einiges erkennen


Volle Zustimmung
Zu wenig Vater für zu viel Geld - Das bringts wirklich auf den Punkt. Auch wenn es sich, wie du auch schon sagtest, blöd anhört. Mittlerweile ist der Adoptionsgedanke von ihm aus völlig verworfen worden, weil er seine Kinder eben auch zukünftig noch sehen möchte.
Allerdings ist die Stimmung zwischen den beiden jetzt natürlich wieder sehr hitzig und er fährt nur noch alle 6 Wochen um sich keinen Stress einzufangen, aber trotzdem den Kontakt nicht zu verlieren.

Er würde denke ich gerne mit Ihnen telefonieren, ist aber nicht der Typ sein Recht einzufordern und die Stimmung so noch mehr einzuheizen. Er bekommt auch kein Dankeschön wenn er Pakete schickt zum Geburtstag und zu Weihnachten. Oder Zwischendurch wenn seine Mama den Kleinen einen Pullover gestrickt hat. Kein Dankeschön - Nicht mal eine Rückmeldung ob es angekommen ist oder ob die Kinder sich darüber gefreut haben. Er weiß also nicht mal ob die Sachen je bei den Kindern angekommen sind.

Seit dem letzten Mal kauft er jetzt mit den Kindern zusammen ein und die dürfen sich dann was aussuchen.

Wie dem auch sei, wir versuchen dieses Jahr einen kleinen gemeinsamen Urlaub/Ausflug zu organisieren und hoffen, dass uns kein Strich durch die Rechnung gemacht wird.

Man kann nur hoffen, dass die Kleinen bald groß genug sind um ihre eigene Meinung zu äußern und zu verstehen, dass ER der Papa ist und der andere ihr Siefpapi, 2. Papa oder wie auch immer man es nennen möchte ....und sich keinen Floh mehr ins Ohr setzen lassen von der Mutter.

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