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Tochter ist einem Betrüger aufgesessen

18. August um 12:57 Letzte Antwort: 20. August um 19:01

Mir ist es sicher nicht leicht gefallen, mich mitzuteilen, weil ich mir die Reaktionen schon ausmalen kann. Dennoch hoffe ich möglicherweise auch auf eine fachlich fundierte Auskunft.
Meine Tochter lernte im März einen 30 Jahre älteren Mann kennen, der ihr vor achte, er besäße mehrere Hotels und mehrere Millionen! Ich habe sofort gemerkt, dass es nur Show war, meine Tochter leider erst, als er sie um 12000 E erleichtert hatte! Ein Mädchen, welches sich noch in der Ausbildung befindet!!! Nun möchte ich, dass sie ihn anzeigt, sie meint aber, dass es nichts bringen wird! Wie ist eure Meinung dazu? Würde mich freuen, wenn sich jemand meldet! 

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18. August um 13:52

Straftaten immer zur Anzeige bringen. Deine Tochter soll bitte zur Polizei gehen.
Ob das etwas bringt, im Hinblick auf eine Bestrafung des Typen und insbesondere einen Rückerhalt des Geldes, wird sich zeigen.
Aber eines ist sicher - versucht sie es nicht, kommt definitiv nichts rum.

Darf ich fragen, warum sie dem Mann so viel Geld gegeben hat? Einfach so, oder hat der erzählt, er bräuchte es für eine bestimmte Investition? Und hat sie ihn schon aufgefordert, es ihr zurück zugeben?
Das wäre eigentlich das Erste - rückfordern, mit Fristsetzung. Name und Anschrift des Mannes wird sie doch sicher haben.
 

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18. August um 14:08

Hallo wachsperle3, 
vielen Dank für deine Reaktion! Das ist ja das Fatale, den Namen weiß sie, aber die Adresse nicht, angeblich wohnt er in nHolland und hat ihr immer erzählt, seine holländische Kreditkarte funktioniere hier nicht! Dummerweise war sie so naiv und hat ihm geglaubt. Sie haben in Hotels gewohnt, sich Autos geliehen und alles hat sie bezahlt bzw. hat ihr Konto und ihre Kreditkarte überzogen. Er verstand es auch, Mitleid zu erregen, indem er als Diabetiker dringend seine Medikamente brauchte und als Privatpatient in Vorkasse treten müsse. Diese würden 400 E kosten! Da sie Angst um sein Leben hatte, hat sie ihm diese gegeben. Er hat sie bis vor kurzem noch per SMS vertröstet, nun hat sie ihn jedoch gelöscht, weil er immer wieder eine andere Ausrede hatte! 

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18. August um 15:26

Das klingt ziemlich ungünstig. Auch, dass sie ihn jetzt gelöscht hat; Nummern, Kontakte?

Hinzu kommt, dass sie ihm offenbar weniger Geld zu seiner Verfügung "geschenkt" hat, als vielmehr für ihn und sich den Unterhalt bestritten hat. Bloß auf Kosten eines anderen zu leben, ist ansich aber nicht ohne weiteres strafbar. Die Chancen, dass sie viel von ihrem Geld wiedersieht, dürften da tatsächlich eher gering sein.

Nichtsdestotrotz sollte sie sich an die Polizei wenden. Vielleicht hat sie ja ein Foto von dem Typen, das bei der Identifizierung (wer weiß, ob überhaupt der Name stimmt) und Auffindung des Mannes helfen kann.

Und - sie hat keinen Grund, sich zu schämen; falls das ein Gedanke sein sollte, der sie vom Gang zur Polizei abhält. Sie hat vertraut und ihrem Freund geglaubt. Schämen muss sich hier nur dieser Schmarotzer
 

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18. August um 15:37

Vielen lieben Dank nochmal! Ja, ein Foto hat sie und mittlerweile hat sie auch erfahren, dass er mindestens noch 3 (in dem Fall) Männer um ihr Geld betrogen hat! 

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20. August um 16:35
In Antwort auf tor_20728253

Vielen lieben Dank nochmal! Ja, ein Foto hat sie und mittlerweile hat sie auch erfahren, dass er mindestens noch 3 (in dem Fall) Männer um ihr Geld betrogen hat! 

Hallo, 

na, das klingt doch gar nicht so schlecht.
Mehrere Geschädigte, die sich zusammenschließen können, haben sicherlich bessere Chancen straf- aber auch zivilrechtlich etwas zu erreichen.

Zum einen kann man man sich austauschen, je mehr Infos man über den "Täter" hat - Namen, Anschriften, Telefonnummern, Kontakte in den sozialen  Medien, Arbeitgeber, Banken - um so eher wird man der betreffenden Person habhaft.

Außerdem lassen sich Verhaltens- und Vorgehensmuster aufzeigen und erkennen.
Und wenn jemand immer wieder die selbe Masche bei verschiedenen Personen/Geschädigten abzieht, spricht schon einiges für ein vorsätzliches planvolles Vorgehen.

Deine Tochter sollte sich hier, wenn irgendmöglich, mit den anderen in Verbindung setzen und austauschen.

Alles Gute und viel Erfolg

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20. August um 19:01
In Antwort auf wachsperle3

Hallo, 

na, das klingt doch gar nicht so schlecht.
Mehrere Geschädigte, die sich zusammenschließen können, haben sicherlich bessere Chancen straf- aber auch zivilrechtlich etwas zu erreichen.

Zum einen kann man man sich austauschen, je mehr Infos man über den "Täter" hat - Namen, Anschriften, Telefonnummern, Kontakte in den sozialen  Medien, Arbeitgeber, Banken - um so eher wird man der betreffenden Person habhaft.

Außerdem lassen sich Verhaltens- und Vorgehensmuster aufzeigen und erkennen.
Und wenn jemand immer wieder die selbe Masche bei verschiedenen Personen/Geschädigten abzieht, spricht schon einiges für ein vorsätzliches planvolles Vorgehen.

Deine Tochter sollte sich hier, wenn irgendmöglich, mit den anderen in Verbindung setzen und austauschen.

Alles Gute und viel Erfolg

Vielen lieben Dank!!! 😊

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