Home / Forum / Recht & Unrecht / Umgangsproblem

Umgangsproblem

2. November 2012 um 21:29 Letzte Antwort: 16. November 2012 um 16:59

Hallo zusammen,
Ich schreibe aus folgendem Anliegen
Ich bin (noch) nicht Sorgeberechtigter Kindsvater eines 10 Monate alten Babys.
Ich habe mit der Kindsmutter folgende Umgangsvereinbarung vorm Jugendamt erkämpft:
Ich habe jeden Donnerstag von 16-19Uhr Umgangszeit, Die Mutter bringt hin und ich zurück. Und dass wir die Vereinbarung selbstständig mit der Zeit erweitern sollen (Im August getroffen).
Gestern hatten wir aufgrund des Feiertages den Umgang eher begonnen obwohl wir uns am Telefon nicht einig waren.
Erst haben wir ausgemacht, dass ich von 14-19Uhr Umgang bekomme, dann aufgrund knapper Zeit 15-19Uhr dadrinnen waren wir uns sogar einig, auch wenn die KM zu bemängeln hatte das sie dann ihre Termine "Umpacken" müsse.
Keine 15Minuten später hieß es von der Kindsmutter Sie hätte gerade eine Verabredung für 17Uhr gemacht und dann müsse Sie das Kind wieder haben, womit ich nicht einverstanden war, da es die Zeit wieder um 2 Stunden verkürzt hätte.
Ich teilte ihr also entschieden mit, dass ich entweder bis 19 Uhr umgang haben wolle oder denselben am nächsten Tag. Sie war mit beidem nicht einverstanden, jedoch war die Vereinbarung ja schon getroffen und damit bindend.
Sie fing an zu drohen das Sie ihn mir dann einfach erst am Montag bringen würde usw.
Irgendwann lenkte Sie ein und sagte "Gut, ich bring ihn dir um 15Uhr" was ich annahm.
Als ich das Kind am Bahnhof in empfang nahm sagte Sie "bis 17 Uhr" rannte zum Gleis hoch und sprang in die dort stehende S-Bahn.

Ich schrieb ihr per Handy sofort das 17Uhr immer noch nicht in frage kommt aufgrund das sie eine Verabredung trifft und diese dann eben absagen müsse, zumal es so oder so meine Umgangszeit gewesen ist.

Während des Umgangs hat der kleine sich leider aufgrund durchfalls so eingeschissen das die Windel nicht ausreichte und der Buddy versaut wurde. Ich rief sie also an und teilte ihr das mit und fragte ob sie irgendwo Wechselklamotten hätte. Sie sagte "Dafür bist du zuständig. bis 17Uhr"

Ich bin dann doch um 17Uhr zurückgefahren, teilte ihr aber mit das ich ihn erst zur vereinbarten Zeit zurück geben will, aber bereit bin darüber zu reden.

Im Bahnhof ihrer heimatstadt nahm sie mir direkt den Kinderwagen ab und wollte abhauen, wodraufhin ich das Kind aus dem Wagen genommen habe.
Ich sagte Ihr "So nicht, ich habe bis 19Uhr Umgang, dann bring ich ihn dir wieder wenn du dich nicht einigen willst."

Daraufhin ging ich zum Gleis hoch um mit dem kleinen Züge zu gucken, dass findet er nämlich richtig toll.

Die KM rannte hinterher und ihre mutter hinzu.
Die Kindsoma versuchte dann den kleinen mit gewalt an sich zu reißen und als der kleine das Gesicht verzog wurde es mir zu bunt und ich schrie zum ersten mal mit einem Kind auf den Arm die Kindsoma an das sie von dem Kleinen ablassen solle und ihm wehtäte.

Daraufhin rief diese die Polizei.
Zur Situationsbeschwichtigung einigte ich mich mit der Polizei dann erstmal so, dass die KM den kleinen doch eher wieder mit nimmt damit ruhe eingeht (angebot kam von mir, da ich für den tag auch die schnauze von der KM voll hatte). Auch wenn die Polizei mir ebenfalls recht gab.

Heute morgen rief mich dann eine Sehr aufgebrachte Jugendamt angestellte an, die mich erst anmachte vonwegen das es so nicht geht.
Daraufhin versuchte ich ihr zu schildern das die KM den Umgang widerrechtlich vorzeitig beenden wollte und es sich in meinem Rechtmäßigen Erziehungsbereich abspielte und die KM in der Zeit ohne gravierenden Grund kein Recht hat das Kind vorzeitig an sich zu nehmen wenn ich damit nicht einverstanden bin.

Jetzt ist die Frage, wer hat hier den entscheidenden Fehler gemacht?
Die Kindsmutter oder Ich?


Zusätzliche Informationen:
Die Telefonate waren über skype, ich besitze das Zusatz anrufbeantworter und Aufzeichnungsprogramm Pamela welches so eingestellt ist das es vor einer Aufzeichnung den Gesprächspartner informiert. Ich habe aufgrund vorangegangener Schwierigkeiten wo die Mutter versucht was rein zu würgen die Gespräche aufgezeichnet (worüber die KM wie gesagt wissen hatte) Und kann somit sowohl die Mündliche Absprache als auch das sie sich kurz danach verabredet hat und deswegen die vereinbarung wieder übern haufen werfen wollte nachweisen.
bin auch bereit es auf anfrage einzelnen leuten per PM zur verfügung zu stellen um besseren Rat zu geben, jedoch werde ich es nicht veröffentlichen da mir hierzu das einverständnis der KM fehlt.

Mehr lesen

6. November 2012 um 8:46

Schlimm, ...
... daß ein 10 Monate altes Kind unter diesem Beziehungskrieg zu leiden hat.

Ein Kleinkind durch die Gegend zu karren, nur damit irgendein Elternteil zu seinem vermeintlichen "Recht" kommt ist erbärmlich.

Hoffentlich bekommen Sie beide das Sorgerecht entzogen und das Kind in ein Heim.

Gefällt mir
16. November 2012 um 16:47
In Antwort auf lucius_12237905

Schlimm, ...
... daß ein 10 Monate altes Kind unter diesem Beziehungskrieg zu leiden hat.

Ein Kleinkind durch die Gegend zu karren, nur damit irgendein Elternteil zu seinem vermeintlichen "Recht" kommt ist erbärmlich.

Hoffentlich bekommen Sie beide das Sorgerecht entzogen und das Kind in ein Heim.


Weil es dem Kind im Heim ja dann auch so viel besser gehen wird.
Ehrlich, wie kann man einem Kind nur wünschen, oder auch Eltern, dass ein Sorgerechts-Entzug ausgesprochen wird.

Gefällt mir
16. November 2012 um 16:59

Rechtlich betrachtet
dürfte der Fehler hier auf Seiten der Kindesmutter liegen.
Wenn eine Umgangsregelung existiert, dann ist diese auch verbindlich, und deren Konditionen sind einzuhalten.

Ob hier ein Umgang bis 19 Uhr hätte stattfinden müssen/sollen - laß ich mal dahingestellt.
Allerdings sieht die Umgangsregelung jedenfalls wöchentlichen Umgang, immer Donnerstags, von - wenigstens - DREI Stunden vor.
Wenn Du das Kind 15 Uhr in Empfang genommen hast, stand Dir damit jedenfalls ein Recht auf Umgang mit dem Kind bis 18 Uhr zu.
Da die KM auch von diesem Umgangsrecht weiß, wäre es hier an ihr, ihre Termine so zu legen, dass sie der normalen Umgangszeit entsprechen, und in diesen Zeiten die Herausgabe und Entgegennahme des Kindes geregelt werden kann.
Wenn sie dann meint, während dieser Zeit irgendwelche privaten Verabredungen treffen zu müssen, ist das generell ihr Problem - und betrifft Dein Umgangsrecht, und die Dir zustehende Zeit von wenigstens drei Stunden nicht.


ABER
Was ich unvernünftig, um nicht zu sagen: unverantwortlich, finde - dass Du mit dem Kind, wenn Du die Absicht hattest, die Umgangszeit bis 19 Uhr auszunutzen, zu dieser Jahreszeit, mit nasser, schmutziger Windel/Sachen, in der Gegend herumfährst?!
Wozu?
Um mit der KM zu streiten?
Und dabei mit im Dreck liegenden Kind in der Kälte zu stehen?

Sorry, aber DAS geht wirklich nicht.
Hier wäre eine angemessene Reaktion/Verhaltensweise gewesen, die KM darauf hinzuweisen, dass Du beabsichtigst, den Umgang, wie nach der Umgangsregelung vorgesehen, bis 19 Uhr wahrzunehmen und Dich auch erst dann wieder mit Kind am Übergabeort einfinden wirst.

Und DAS war auf jedenfalls AUCH ein Fehler - nicht einer im Hinblick auf das Umgangsrecht, aber ein solcher im Hinblick auf die Personensorge/Pflege des Kindes.

Gefällt mir