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Umgansgrecht - 9 Jährige will Vater nicht sehen

6. September 2018 um 7:04 Letzte Antwort: 27. Oktober 2018 um 12:16

Hallo ihr Lieben, 

ich wollte euch mal nach euren Erfahrungswerten fragen. Mein Partner und die Mutter der gemeinsamen Tochter kommen nur schwer miteinander klar. Da es immer wieder Unstimmigkeiten gab wurde die Umgangstage für 2018 gerichtlich geregelt. Leider sieht er sie sowieso nur 1x im Monat am Wochenende und in den Ferien. Immer wenn die Betreuung ansteht fällt der Kindesmutter was Neues ein, warum die Kleine angeblich nicht kommen könnte. Meistens klappt es dann aber doch wenn man an die gerichtlichen Vorlagen erinnert. Gestern war es aber das erste Mal so, dass die Kleine selbst bei ihm anrief und sagte, dass sie am Wochenende lieber bei Mama (und deren Partner) bleiben möchte. 

Nun ist die Frage, was macht man? Sollte er auf sein Umgangsrecht bestehen weil er sie sowieso so selten sieht und die Kleine auch sehen möchte. Oder gibt man dem Kind den Freiraum, den es sich (angeblich) wünscht und gefährdet eine Entfremdung zwischen Vater und Tochter? Und wenn man es einmal zugesteht, wer sagt, dass sie nicht beim nächsten Umgang auch wieder sagt, dass sie ihn nicht sehen will? 

Die Kindesmutter sagt leider immer nur "ich kann L. nicht zwingen. Weder mit dir zu telefonieren, noch dich sehen zu wollen." Sie hat doch eine Loyalitätspflicht/Wohlverhaltenspflicht, oder? Muss sie nicht wenigstens probieren das Kind positiv zu beeinflussen? 

Er möchte gern ein guter Vater und für sie da sein aber die Umstände machen es schwer. 

Ich freue mich über eure Antworten. 


Liebe Grüße 

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6. September 2018 um 11:40
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Hallo ihr Lieben, 

ich wollte euch mal nach euren Erfahrungswerten fragen. Mein Partner und die Mutter der gemeinsamen Tochter kommen nur schwer miteinander klar. Da es immer wieder Unstimmigkeiten gab wurde die Umgangstage für 2018 gerichtlich geregelt. Leider sieht er sie sowieso nur 1x im Monat am Wochenende und in den Ferien. Immer wenn die Betreuung ansteht fällt der Kindesmutter was Neues ein, warum die Kleine angeblich nicht kommen könnte. Meistens klappt es dann aber doch wenn man an die gerichtlichen Vorlagen erinnert. Gestern war es aber das erste Mal so, dass die Kleine selbst bei ihm anrief und sagte, dass sie am Wochenende lieber bei Mama (und deren Partner) bleiben möchte. 

Nun ist die Frage, was macht man? Sollte er auf sein Umgangsrecht bestehen weil er sie sowieso so selten sieht und die Kleine auch sehen möchte. Oder gibt man dem Kind den Freiraum, den es sich (angeblich) wünscht und gefährdet eine Entfremdung zwischen Vater und Tochter? Und wenn man es einmal zugesteht, wer sagt, dass sie nicht beim nächsten Umgang auch wieder sagt, dass sie ihn nicht sehen will? 

Die Kindesmutter sagt leider immer nur "ich kann L. nicht zwingen. Weder mit dir zu telefonieren, noch dich sehen zu wollen." Sie hat doch eine Loyalitätspflicht/Wohlverhaltenspflicht, oder? Muss sie nicht wenigstens probieren das Kind positiv zu beeinflussen? 

Er möchte gern ein guter Vater und für sie da sein aber die Umstände machen es schwer. 

Ich freue mich über eure Antworten. 


Liebe Grüße 

Naja wenn ein Kind sagt es möchte nicht kommen dann ist das nicht als "angeblich" zu werden sondern einfach Fakt, grad mit 9 Jahren wissen Kinder eigentlich schon was sie möchten und was nicht.
NATÜRLICH kann die Mutter das Kind nicht zwingen, weil man sowas nicht macht, auch Kinder haben ein Recht zu entscheiden was sie möchten und was nicht.
Zwang hat da nix zu suchen.
Warum hat die Mutter eine Loyalitätspflicht oder eine Wohlverhaltenspflicht dem Vater gegenüber ?
Der einzigen Person gegenüber sie diese Pflichten hat, ist ihrem Kind gegenüber !
Es zählt IMMER das Wohl des Kindes, nicht in dem Fall das Wohl des Vaters.
Nein die Mutter muss ihr Kind nicht beeinflussen, niemand sollte jemanden beeinflussen.
Das Kind ist eine eigenständige Person mit eigenen Wünschen, die sollte man respektieren.

Es ist löblich dass der Vater sich kümmern will, aber mit Zwang wird er nur noch mehr "Abneigung" fördern.
Eventuell könnte er ja den Kontakt durch Briefe oder Postkarten initiieren, statt anzurufen, wenn sie sich weigert mit ihm zu telefonieren.
Wenn er sein Kind liebt, dann wird er ihr ihren Freiraum lassen.
Ich denke für Trennungskinder ist eh alles so schwer, da tut man ihnen keinen Gefallen sie zu drängen.

Vlt. solltet ihr auch bedenken, dass 9 Jahre so die Schwelle an der Pubertät ist, wo Kids eh mit sich selbst schon nicht ganz im reinen sind, und eh alles doof und blöde empfinden, und so ein Zwang sich zu melden etc....einfach als blöd empfunden wird.
Was ich damit sagen will, und das kennt man doch aus der eigenen Kindheit und Jugend, man ist doch in dem Alter eher mit sich selbst, bestenfalls als Mädel mit der Busenfreundin und einfach ganz anderen Themen beschäftigt.
Vlt. ist das Thema auch ein Thema dass der Vater aufgreifen könnte.
Lg

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6. September 2018 um 13:57
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Hallo ihr Lieben, 

ich wollte euch mal nach euren Erfahrungswerten fragen. Mein Partner und die Mutter der gemeinsamen Tochter kommen nur schwer miteinander klar. Da es immer wieder Unstimmigkeiten gab wurde die Umgangstage für 2018 gerichtlich geregelt. Leider sieht er sie sowieso nur 1x im Monat am Wochenende und in den Ferien. Immer wenn die Betreuung ansteht fällt der Kindesmutter was Neues ein, warum die Kleine angeblich nicht kommen könnte. Meistens klappt es dann aber doch wenn man an die gerichtlichen Vorlagen erinnert. Gestern war es aber das erste Mal so, dass die Kleine selbst bei ihm anrief und sagte, dass sie am Wochenende lieber bei Mama (und deren Partner) bleiben möchte. 

Nun ist die Frage, was macht man? Sollte er auf sein Umgangsrecht bestehen weil er sie sowieso so selten sieht und die Kleine auch sehen möchte. Oder gibt man dem Kind den Freiraum, den es sich (angeblich) wünscht und gefährdet eine Entfremdung zwischen Vater und Tochter? Und wenn man es einmal zugesteht, wer sagt, dass sie nicht beim nächsten Umgang auch wieder sagt, dass sie ihn nicht sehen will? 

Die Kindesmutter sagt leider immer nur "ich kann L. nicht zwingen. Weder mit dir zu telefonieren, noch dich sehen zu wollen." Sie hat doch eine Loyalitätspflicht/Wohlverhaltenspflicht, oder? Muss sie nicht wenigstens probieren das Kind positiv zu beeinflussen? 

Er möchte gern ein guter Vater und für sie da sein aber die Umstände machen es schwer. 

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Liebe Grüße 

Das hört sich für mich ziemlich so an, so als würde die Mutter dahinterstecken.
Ein Kind hat eigentlich keinen Grund, den Vater überhaupt gar nicht sehen zu wollen, es sei denn, das Kind wird von der Mutter manipuliert und mit Lügen gefüttert.

Das ist ja auch nicht gerade selten, dass dem Vater Kinder vorenthalten werden oder ihm der Kontakt zumindest immens erschwert wird.
Ich würde da eher mal bei der kleinen Nachhaken, warum sie nicht will, ob das ihre Entscheidung ist oder ob sie es ihrer Mutter recht machen will.
 

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6. September 2018 um 14:20
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Naja wenn ein Kind sagt es möchte nicht kommen dann ist das nicht als "angeblich" zu werden sondern einfach Fakt, grad mit 9 Jahren wissen Kinder eigentlich schon was sie möchten und was nicht.
NATÜRLICH kann die Mutter das Kind nicht zwingen, weil man sowas nicht macht, auch Kinder haben ein Recht zu entscheiden was sie möchten und was nicht.
Zwang hat da nix zu suchen.
Warum hat die Mutter eine Loyalitätspflicht oder eine Wohlverhaltenspflicht dem Vater gegenüber ?
Der einzigen Person gegenüber sie diese Pflichten hat, ist ihrem Kind gegenüber !
Es zählt IMMER das Wohl des Kindes, nicht in dem Fall das Wohl des Vaters.
Nein die Mutter muss ihr Kind nicht beeinflussen, niemand sollte jemanden beeinflussen.
Das Kind ist eine eigenständige Person mit eigenen Wünschen, die sollte man respektieren.

Es ist löblich dass der Vater sich kümmern will, aber mit Zwang wird er nur noch mehr "Abneigung" fördern.
Eventuell könnte er ja den Kontakt durch Briefe oder Postkarten initiieren, statt anzurufen, wenn sie sich weigert mit ihm zu telefonieren.
Wenn er sein Kind liebt, dann wird er ihr ihren Freiraum lassen.
Ich denke für Trennungskinder ist eh alles so schwer, da tut man ihnen keinen Gefallen sie zu drängen.

Vlt. solltet ihr auch bedenken, dass 9 Jahre so die Schwelle an der Pubertät ist, wo Kids eh mit sich selbst schon nicht ganz im reinen sind, und eh alles doof und blöde empfinden, und so ein Zwang sich zu melden etc....einfach als blöd empfunden wird.
Was ich damit sagen will, und das kennt man doch aus der eigenen Kindheit und Jugend, man ist doch in dem Alter eher mit sich selbst, bestenfalls als Mädel mit der Busenfreundin und einfach ganz anderen Themen beschäftigt.
Vlt. ist das Thema auch ein Thema dass der Vater aufgreifen könnte.
Lg

Das mit dem Briefe schreiben empfinde ich als sehr schöne Alternative. Vielen Dank für den Tipp.

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7. September 2018 um 7:44

Mein Mann hat 3 Kinder aus seiner ersten Ehe. Die Mutter der Kinder hat zwischendurch auch mal gesponnen und wollte den Umgang so oft wie moeglich verhindern. Eine Weile wollte sie sogar unbedingt, dass er auf alle Rechte verzichtet und dass ihr jetztiger Mann die Kinder adoptiert.

Mein Mann hat in all diesen Zeiten auf sein Umgangsrecht bestanden. Einige male musste er es auch gerichtlich durchsetzen. Er haette seine Kinder und seine Beziehung zu ihnen kampflos aufgegeben.

Logisch, dass die Tochter deines Partners davon beeinflusst ist was ihre Mutter will, naemlich dass der Umgang nicht stattfindet. Das darf man Kindern auch nicht uebel nehmen.

Die Kinder meines Mannes sind dann irgendwann alle 3 zu uns gezogen als einer der Soehne so schwierig wurde, dass der Mann der Mutter ihn aus dem Haus haben wollte. Die Kinder haben dann bei uns gewohnt bis sie wegen Unibesuch ausgezogen sind. 

Als ich wuerde empfehlen um den Umgang zu kaempfen und nicht aufzugeben. 

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10. September 2018 um 10:07

Ein Kind spürt relativ schnell die Konflikte der Eltern, dann noch ein schlechtes Wort über den anderen und schon ist es passiert. Ein Kind kommt dann genauso in den Konflikt wie die Erwachsenen. Hier ist Redebedarf um nicht die Kinder weiter in die böse Art der sich Getrennten hineinzuziehen. 
Kinder kommen auch mit einer Trennung klar, wenn sie keines ihrer Eltern verliert. Aber sich gegenseitig schlecht zu machen oder Umgangstermine zu streichen geht gar nicht, das gibt immer wieder Streit der schlussendlich vor dem Amtsgericht endet.

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27. Oktober 2018 um 12:16
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Hallo ihr Lieben, 

ich wollte euch mal nach euren Erfahrungswerten fragen. Mein Partner und die Mutter der gemeinsamen Tochter kommen nur schwer miteinander klar. Da es immer wieder Unstimmigkeiten gab wurde die Umgangstage für 2018 gerichtlich geregelt. Leider sieht er sie sowieso nur 1x im Monat am Wochenende und in den Ferien. Immer wenn die Betreuung ansteht fällt der Kindesmutter was Neues ein, warum die Kleine angeblich nicht kommen könnte. Meistens klappt es dann aber doch wenn man an die gerichtlichen Vorlagen erinnert. Gestern war es aber das erste Mal so, dass die Kleine selbst bei ihm anrief und sagte, dass sie am Wochenende lieber bei Mama (und deren Partner) bleiben möchte. 

Nun ist die Frage, was macht man? Sollte er auf sein Umgangsrecht bestehen weil er sie sowieso so selten sieht und die Kleine auch sehen möchte. Oder gibt man dem Kind den Freiraum, den es sich (angeblich) wünscht und gefährdet eine Entfremdung zwischen Vater und Tochter? Und wenn man es einmal zugesteht, wer sagt, dass sie nicht beim nächsten Umgang auch wieder sagt, dass sie ihn nicht sehen will? 

Die Kindesmutter sagt leider immer nur "ich kann L. nicht zwingen. Weder mit dir zu telefonieren, noch dich sehen zu wollen." Sie hat doch eine Loyalitätspflicht/Wohlverhaltenspflicht, oder? Muss sie nicht wenigstens probieren das Kind positiv zu beeinflussen? 

Er möchte gern ein guter Vater und für sie da sein aber die Umstände machen es schwer. 

Ich freue mich über eure Antworten. 


Liebe Grüße 

Hi, wir haben genau dasselbe hinter uns. Er sollte durchhalten und auf sein Umgangsrecht bestehen. Es hört sich so an als ob die Mutter das Kind beeinflusst. Ob bewusst oder unterbewusst sei mal dahingestellt. Bei uns war es so das sie den Kindern vorgejammert hat wie sehr sie sie denn vermisst, wenn sie beim Vater sind und hat mit ihrem neuen Partner schlecht über den Vater geredet, im beisein der Kinder. Die stehen da dann halt zwischen den Stühlen, und wenn ein Elternteil immer nur jammert dann wollen Kinder diese Person natürlich nicht noch mehr verletzen. Gerichtsverhandlungen sind beschi.... aber es lohnt sich. Die Mutter hat dann auch noch Lügen aufgetischt um diese zu Gewinnen, aber jetzt ist wenigstens alles geregelt. Wir haben jetzt ein wechselmodell und die Kinder sind happy damit. Vor allem weil der Vater so endlich die Chance hat eine normale Beziehung zu seinen Kindern zu haben. Schick mir ne private Nachricht wenn du mehr darüber reden willst. 

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