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Unfall zwischen Auto und Morrad.Teilschuld? Finanzen?

21. April 2007 um 22:10

Hallo!
Gestern Abend hatte ich einen Verkehrsunfall in dem außer mir ein Motorradfahrer verwickelt war. Die Polizei stellt mich zunächst als Schuldigen fest, wobei ich finde, dass der Fahrer des Motorrades mit schuldig ist. Nun würde ich gerne wissen, ob eine Teilschuld vorhanden sein kann und welche Folgen dieser Unfall nun noch mit sich bringt.
Damit ihr euch den Unfall genau vorstellen könnt um über diesen zu Urteilen beschreibe ich ihn diesen nun einmal soweit ich kann.
Gestern Abend 20 vor acht stand ich an einer Kreuzung und wollte links abbiegen. Als die Ampel auf grün umschlug fuhr ich langsam los und blickte auf die Kreuzung ob mir ein Fahrzeug entgegen käme, da diese mir gegenüber Vorfahrt haben. Ich sah, dass die Kreuzung frei war und wollte abbiegen. In diesem Moment schoss ein Motorrad, das rasend schnell war, die Strasse runter und ich konnte nicht mehr reagieren und es kam zu einem Zusammenprall. Der Motorradfahrer hatte keine Schutzhose an und brach sich das Becken. 2 Zeugen kamen direkt zu mir und sagten mir wie auch später der Polizei, dass sie ebenfalls gesehen haben, dass das Motorrad viel zu schnell war. Eine der beiden Zeuginnen war eine Beifahrerin und sagte ebenfalls zu mir, dass der Fahrer des Autos nicht einmal das Motorrad wahrgenommen hatte da es wirklich zu schnell gewesen wäre.
Nun ja das war der Unfall.. Nun zu weiteren Fakten:
Der Motorradfahrer besaß das Fahrzeug erst seit einem Tag und die Maschine ist bekannt dafür, dass sie sehr schnell ist und stark beschleunigt. Ist dies ein Vorteil für mich, dass der Fahrer die Maschine eventuell nicht unter Kontrolle hatte?
Eine weitere Frage die sich mir in den Kopf gesetzt hat ist, dass ich das Auto meiner Tante gefahren bin, welches zwar Vollkasko versichert ist, aber erst ab dem 23. Lebensjahr fahrbar ist. Zahlt das nun die Versicherung da ich nicht der Hauptfahrer des Fahrzeuges bin oder nicht da ich erst 18 Jahre alt bin?
Um jegliche Antwort bin ich dankbar. Danke im Voraus


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24. April 2007 um 14:55

Hallo
auch hier der klassische Fall für den Anwalt.

Zunächst einmal zur Versicherung: Die Versicherung zahlt grundsätzlich immer - dafür gibt es sie. Wenn dann vereinbart war, dass nur ein bestimmter Personenkreis das Fahrzeug benutzen durfte, ändert das daran nichts. Allerdings muss man meist nach den Vertragsbedingungen dann eine erhebliche Nachzahlung auf die Versicherungsprämie zahlen - schaut mal in Euren Bedingungen nach.

Da die Versicherung zahlt, seid Ihr gegenüber dem Motorradfahrer aus dem Schneider. Und bei Eurem eigenen Schaden hilft ja das Vollkasko. Insofern ist die Frage der Teilschuld eigentlich nur für Eure Versicherung interessant, die ja möglichst wenig zahlen will.

Was die konkrete Unfallsituation angeht, ist mir nicht klar, ob von einer Teilschuld auszugehen ist. Ich kenne verschiedene Fälle aus der Praxis, wo selbst bei weit überzogener Geschwindigkeit des Motorrades der Autofahrer die Schuld bekommen hat. So nach dem Motto: Damit muss man eben auch rechnen und entsprechend muss der idealtypische Fahrer eben tausend mal hinschauen.....

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