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Unterhalt- Besuch vom OA

14. März 2005 um 16:08 Letzte Antwort: 16. März 2005 um 17:54

Mein Lebensgefährte ist unterhaltspflichtig für seinen fast 15 jährigen Sohn. Es besteht ein Titel über 307,- euro. Den bezahlt er auch immer brav. Weiter besteht noch ein Rückstand über etwas über 1200,- euro (schon ein paar Jahre alt, war mal weitaus höher, stottert er mit 25,- euro im Monat ab, oder auch mal mehr, wenn wir was über haben). Momentan ist mein Freund arbeitslos (seit mitte Januar), wird aber ab dem 15. April wieder eine Arbeit haben.
Solange haben wir uns mit dem Jugendamt und der Kindesmutter geeinigt, dass mein Freund nur 199,- euro zahlt, weil er dann am "Arbeitslosenselbstbehalt" von 750,- euro ist. die 25,- euro für den Rückstand sind solange ausgesetzt.

Ich bin Studentin und habe im Monat 300,- euro (Kindergeld und Unterhalt von meinen Eltern). Hab jetzt einen Nebenjob, wo ich 200.- euro dazu verdiene (Juhu, Ende des Monats kommt der erste Lohn!). Also komme ich auf 500,- euro im Monat. Habe jetzt auch Bafög beantragt, vielleicht bekomme ich ja auch noch n biserl. Aber momentan sind es halt 300, bzw ab ende des monats 500.

So. Jetzt war eben jemand von "unserem" Ordnungsamt da. Er wurde vom Jugendamt der Stadt "X" beauftragt in der Unterhaltssache "Kindsname" zu überprüfen ob mein Freund bzw Lebensgefährte allein wohnt oder ob noch jemand mit da wohnt. Klar, ich wohn ja hier, steht ja auch anner Klingel.... Jetzt frage ich mich was das ganze soll? 1. Hätten die ja auch einfach fragen können (Telefon, Brief) und 2. Warum wollen die das wissen? Ich hab irgendwie das Gefühl, dass die nochmehr Geld wollen. Kruzifix, dat kann es doch net sein, oder?

Wäre für Antworten dankbar, kann mit diesem Besuch nämlich garnix anfangen....

mfg und sorry für den langen Beitrag.

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14. März 2005 um 19:30

Hmmm....
Hallo ,

wenn jemand 307 Euro Unterhalt zahlen muß, dann hat er laut Düsseldorfer Tabelle ca.1500 Euro Nettoeinkommen.
Ein Arbeitsloser muß keine 307 Euro Unterhalt zahlen, woher denn?
Das was er jetzt zahlt ist der Mindestsatz, weil er halt nicht mehr hat, die Differenz muß er dann, wenn er wieder verdient nicht noch zuzätlich nachzahlen, soweit ich weiß.
Das Einkommen des Lebenspartners tut nichts zur Sache, selbst wenn Du eine Million verdienen würdest, brauch er trotzdem nur den Mindestsatz zu zahlen, weil er ja arbeitslos ist.
Was das mit dem Ordnungsamt sollte weiß ich nicht, warum hast Du nicht gefragt?
Ich würde an seiner Stelle mal beim Amt nachfragen was denn der Besuch sollte.

Gruß

equinox68

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14. März 2005 um 20:54
In Antwort auf shena_12375982

Hmmm....
Hallo ,

wenn jemand 307 Euro Unterhalt zahlen muß, dann hat er laut Düsseldorfer Tabelle ca.1500 Euro Nettoeinkommen.
Ein Arbeitsloser muß keine 307 Euro Unterhalt zahlen, woher denn?
Das was er jetzt zahlt ist der Mindestsatz, weil er halt nicht mehr hat, die Differenz muß er dann, wenn er wieder verdient nicht noch zuzätlich nachzahlen, soweit ich weiß.
Das Einkommen des Lebenspartners tut nichts zur Sache, selbst wenn Du eine Million verdienen würdest, brauch er trotzdem nur den Mindestsatz zu zahlen, weil er ja arbeitslos ist.
Was das mit dem Ordnungsamt sollte weiß ich nicht, warum hast Du nicht gefragt?
Ich würde an seiner Stelle mal beim Amt nachfragen was denn der Besuch sollte.

Gruß

equinox68

???
1405,28 euro hat er netto und davon werden 70, irgendwas euro für beruflichen berdarf abgezogen und er muss 307 euro zahlen.

der vom OA konnte mir nicht sagen was dass soll, er hatte nur den vermerk dass zu überprüfen.

mfg

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16. März 2005 um 15:07

Vorsicht ist geboten
Die Frage ob Dein Freund alleine wohnt oder nicht, könnte in eine unangenehme Richtung zielen.
Böswillige Ämter und Anwälte argumentieren nämlich wie folgt: Teilt sich der Unterhaltspflichtige seine Wohnung mit einer weiteren Person, so ist das ein finanzieller Vorteil, der vom Selbstbehalt abzuziehen ist.
Mit anderen Worten: Von den erwähnten 750 Euro Selbstbehalt wird die halbe Miete abgezogen. Schon ist Dein Freund "in der Lage" mehr Unterhalt zu zahlen.
So ne Tour hat meine Ex mal mit mir versucht und es ist nicht einfach dagegen anzukommen.

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16. März 2005 um 17:54
In Antwort auf kirk_11938376

Vorsicht ist geboten
Die Frage ob Dein Freund alleine wohnt oder nicht, könnte in eine unangenehme Richtung zielen.
Böswillige Ämter und Anwälte argumentieren nämlich wie folgt: Teilt sich der Unterhaltspflichtige seine Wohnung mit einer weiteren Person, so ist das ein finanzieller Vorteil, der vom Selbstbehalt abzuziehen ist.
Mit anderen Worten: Von den erwähnten 750 Euro Selbstbehalt wird die halbe Miete abgezogen. Schon ist Dein Freund "in der Lage" mehr Unterhalt zu zahlen.
So ne Tour hat meine Ex mal mit mir versucht und es ist nicht einfach dagegen anzukommen.

Vorsicht ist immer gut
Der Selbstbehalt wird niedriger, wenn er mit jemadem zusammen wohnt aber er zahlt ja den Mindestzatz, bei der Berechnung wird er ja wohl kaum eine komplette Stufe in der Düsseldorfer Tabelle hoch rutschen.
Außerdem, ist es ja zudem noch so besprochen.
Warum sollte also hintenrum so etwas abgezogen werden?
Klar, hast Recht, Vorsicht ist immer besser.

Gruß

equinox68

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